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Internationale Rechnungslegung
In drei Phasen zu tiefgreifenden Veränderungen: IFRS 9 ersetzt IAS 39
Die der Herausgabe des IFRS 9 "Financial Instruments" durch das International Accounting Standards Board (IASB) leitete das Projekt ein, den IAS 39 „Financial Instruments: Recognition and Measurement" sukzessive zu ersetzen. Damit stehen tief greifende Änderungen in der internationalen Rechnungslegung bevor. Änderungen, die es notwendig machen, sich frühzeitig darauf vorzubereiten.
IFRS 9 sieht für die Bewertung von Finanzinstrumenten lediglich zwei statt bisher vier Kategorien vor: at amortised cost (zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten) und at fair value (zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten). Die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten ist als Ausnahme von der Bewertung zum fair value an strenge Voraussetzungen geknüpft. Aus den neuen Anforderungen ergibt sich für Institute die Notwendigkeit, die Auswirkungen zu analysieren und institutsspezifische Umsetzungsmaßnahmen abzuleiten. Die Verknüpfung der neuen Regeln zur Kategorisierung mit dem Geschäftsmodell sowie mit der Ausgestaltung der einzelnen Finanzinstrumente erfordert die Durchführung von Top-down -und Bottom-up-Analysen. Dabei sind strategische Zielsetzungen zu berücksichtigen.
| IFRS 9 soll IAS 39 in drei Phasen ersetzen: | |
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Mit den Neuregelungen zur Ermittlung von Impairments (Wertminderungen, insbesondere Kreditrisikovorsorge) vollzieht das IASB eine Abkehr vom Incurred Loss Model (Berücksichtigung eingetretener Verluste) hin zu einem Expected Loss Model (Berücksichtigung erwarteter Verluste). Die Anforderungen des Entwurfs zu den Impairment-Vorschriften gehen weit über die vorhandenen Systemfunktionalitäten, die Institute derzeit zur Impairment-Ermittlung für Bilanzierungszwecke nutzen, hinaus.
Nach den derzeitigen Planungen des IASB soll Fair Value-Hedging auch in Zukunft möglich sein - allerdings in einem dem bisherigen Cashflow-Hedging ähnlichen Bilanzierungsverfahren. Dieses ist für viele Kreditinstitute neu umzusetzen.
Somit ergibt sich eine Vielzahl von Auswirkungen auf Prozesse und Systeme. Der aktuelle Zeitplan des IASB sieht eine Umsetzung aller Anforderungen spätestens für das Geschäftsjahr 2013 unter Berücksichtigung von Vorjahresvergleichszahlen vor, das heißt wesentliche Umsetzungsentscheidungen und IT-relevante Projektaktivitäten müssen bereits vor Jahresende 2011 abgeschlossen sein.
Einzelheiten zu den Änderungen und zu den Auswirkungen auf die Finanzbranche erläutern Burghard Eckes, Partner im Bereich Banking & Capital Markets, und Peter Flick, Partner im Bereich Accounting Financial Services von PricewaterhouseCoopers (PwC), im Video:
| Im Gespräch mit Peter Flick, Accounting Structured Finance Experte von PwC |
Frage: Mit dem vorliegenden IFRS 9, den geplanten Änderungen zur Ermittlung von Wertminderungen und der Abbildung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) sind weitreichende Änderungen in der Rechnungslegung zu erwarten. Was empfehlen Sie den Instituten? Frage: Inwieweit sind Institute von den weiteren Änderungen der IFRS betroffen? Frage: Wie kann PwC die Institute bei der Vorbereitung auf die neuen Regelungen unterstützen? |
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