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Ausgezeichnete Berichterstattung


Deutsche Welthungerhilfe erhält Transparenzpreis 2009

Sieger des Transparenzpreis 2009 für Spendenorganisationen von PricewaterhouseCoopers ist die Deutsche Welthungerhilfe e.V. Die Hilfsorganisation informiert ihre Spender nach Ansicht des Analyseteams der Universität Göttingen und der Jury in vorbildlicher Weise über Ziele, Aktivitäten und Finanzlage. Auf dem zweiten Rang folgt World Vision Deutschland e.V., Platz drei vergab die Jury in diesem Jahr zweimal an die Organisation Brot für die Welt und Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe, die Stiftung Menschen für Menschen.


Mit der Verleihung des Transparenzpreises gibt PricewaterhouseCoopers deutschen Spendenorganisationen Orientierungshilfen bei der Berichterstattung und trägt zur Verbesserung der Informationspolitik bei. Bewertungsgrundlage ist ein Kriterienkatalog, den PwC gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Rechnungslegung und Prüfung an der Georg-August-Universität Göttingen entwickelt hat und der jedes Jahr aktualisiert wird.

PlatzierungPreisträger
1. PlatzDeutsche Welthungerhilfe e.V.
2. PlatzWorld Vision Deutschland e.V.
3. PlatzBrot für die Welt,
3. PlatzMenschen für Menschen (Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe)
4. PlatzStiftung Deutsche Schlaganfall Hilfe
5. PlatzPlan International Deutschland e.V.
6. PlatzÄrzte ohne Grenzen e.V.
7. PlatzRenovabis
8. PlatzDeutsches Komitee für UNICEF e.V.
9. PlatzChristoffel Blindenmission Deutschland e.V.

In diesem Jahr haben sich insgesamt sechzig Organisationen am Wettbewerb beteiligt, mit einem Spendenvolumen von zusammen knapp über einer Milliarde Euro. Der Gewinner erhält 15.000 Euro, Platz zwei und drei sind mit 10.000 beziehungsweise jeweils 5.000 Euro ausgezeichnet.

Als beste unter den kleineren Spendenorganisationen mit einem Jahresspendenaufkommen von weniger als fünf Millionen Euro hat sich in diesem Jahr die Organisation Hoffnungszeichen / Sign of Hope e.V. qualifiziert. Aufgrund der hochwertigen und vorbildlichen Berichterstattung nominierte die Jury die Organisation für den Sonderpreis in Höhe von 3.000 Euro.

Transparenzpreis jährt sich zum fünften Mal

Seit Beginn der Initiative im Jahr 2005 hat sich viel getan – nicht nur die Zahl der Teilnehmer, die sich dem Wettbewerb stellen und damit Interesse an einer Analyse und Verbesserung ihrer Berichterstattung den Spendern gegenüber zeigen, ist kontinuierlich gestiegen. Auch das Niveau der Offenheit und Transparenz, das viele Spendenorganisationen mittlerweise erreicht haben, ist beachtlich.

Berichterstattung in den letzten Jahren deutlich verbessert 

Hans Wagener, Vorstandsprecher PricewaterhouseCoopers AG: "Wenn wir heute zu den Anfängen des Transparenzpreis zurückblicken, können wir feststellen, dass Informationen darüber, wohin das Geld des Spenders geflossen ist, zum großen Teil selbstverständlich geworden sind. Vor fünf Jahren blieben Angaben hierüber noch sehr vage. Auch die Verfügbarkeit von Informationen für die Spender hat sich grundlegend gewandelt – nahezu alle Teilnehmer geben mittlerweise über das Internet Auskunft über ihre Tätigkeit. Wir freuen uns darüber, dass unsere Initiative auf so positive Resonanz im Sektor der gemeinnützigen Organisationen gestoßen ist und dass zahlreiche Anregungen in so kurzer Zeit umgesetzt wurden."

 Ein Ziel des Preises ist es, die Berichterstattung möglichst vieler Spendenorganisationen zu verbessern – aus diesem Grund werden im Rahmen der Preisverleihung und der vorliegenden Analyse die einzelnen Bereiche mit Verbesserungspotenzial deutlich benannt und diejenigen Organisationen namentlich hervorgehoben, die hinsichtlich ihrer gelungenen Berichterstattung als Vorbild für andere Organisationen dienen können. Dass der Transparenzpreis seinem Ziel, die Qualität der Berichterstattung für den einzelnen Spender zu erhöhen, deutlich näher gekommen ist, zeigt sich an dem inzwischen veritablen Anteil von Organisationen, die eine Spitzen-Gesamtbewertung erreichen: Jede vierte Organisation hat in diesem Jahr eine so gute Berichterstattung vorgelegt, dass sie in der Bewertung über 90 Prozent der erreichbaren Punkte erreichte. 2007 gelang das nur einer Organisation, 2005 und 2006 keiner. Auch Verfügbarkeit und Aktualität sind durchgängig positiv zu bewerten. Lediglich fünf der 60 Organisationen stellen in diesem Jahr keinen Jahresbericht im Internet zur Verfügung, wodurch sie hier keine optimale Bewertung erzielen. Sie stellen wie schon im Vorjahr nur noch eine Ausnahme dar.

Preisverleihung als Forum für aktuelle Themen

Neben der Auszeichnung der Preisträger war die Preisverleihung 2009 auch wieder ein Forum für den gegenseitigen Austausch, das durch namhafte Referenten, aktuelle Entwicklungen und Themen vorstellte: Holger Pettendrup, HP Fund Consult, sprach über (Groß-)Spender in der Krise und schilderte die Auswirkungen der Finanzkrise auf das Fundraising von Spendenorganisationen. Birgit Riess von der der Bertelsmann Stiftung nahm Stellung zur Wirkungsmessung von Corporate Citizenship. Alexandra Mannsky vom Institut für Mittelstandforschung präsentierte den Stand der Professionalisierung bei Spendenorganisationen auf Basis einer aktuellen Befragung der Universität Mannheim. Aktuelle Entwicklungen bei Haftungsrisiken von Organen der Non-Profit-Organisationen und Wege zur Corporate Governance waren das Thema von Michael Redbrake von PwC.

 

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