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Ausgezeichnete Berichterstattung
Transparenzpreis 2007 für die Kindernothilfe e.V.
Am 6. November wurden in Berlin die Kindernothilfe e.V., Duisburg, die Hilfsorganisation Médécins sans Frontières - Ärzte ohne Grenzen e.V., Berlin, und CARE International Deutschland e.V., Bonn, mit dem Transparenzpreis ausgezeichnet. PricewaterhouseCoopers (PwC) vergab den Preis in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge an deutsche Spendenorganisationen, die sich durch eine hervorragende Informationsvermittlung ihren Spendern gegenüber auszeichnen.
| Platzierung | Preisträger |
| 1. Platz | Kindernothilfe e.V |
| 2. Platz | Médécins sans Frontières - Ärzte ohne Grenzen e.V. |
| 3. Platz | CARE International Deutschland e.V. |
| 4. Platz | Deutsche Welthungerhilfe e.V. |
| 5. Platz | Plan International Deutschland e.V. |
| 6. Platz | Deutscher Caritasverband e.V. |
| 7. Platz | Brot für die Welt |
| 8. Platz | Deutsche Leukämie Forschungshilfe e.V. / Deutsche Kinderkrebsstiftung |
| 9. Platz | Diakonie Katastrophenhilfe |
| 10. Platz | Renovabis e.V. |
Am Wettbewerb um den Transparenzpreis 2007 beteiligten sich 43 Organisationen, die Spendeneinnahmen von mindestens einer Million Euro im Jahr 2006 aufweisen konnten und im karitativ-humanitären Bereich tätig sind.
Der Transparenzpreis ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert: 15.000 Euro für den ersten Preis, 10.000 Euro für den zweiten und 5.000 Euro für den dritten Preis.
PwC belohnte zudem die Andheri-Hilfe Bonn e.V. mit einem Sonderpreis über 2.500 Euro und honoriert damit die im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbesserte Berichterstattung der Organisation. Die Andheri-Hilfe Bonn e.V. gehört zu den Organisationen mit dem niedrigsten Spendeneinkommen, die sich um den Transparenzpreis beworben hatten.
Die Qualität der Informationen, die den Spendern öffentlich zur Verfügung gestellt werden, hat sich insgesamt deutlich verbessert. Die Mehrzahl der Wettbewerber erreichte in diesem Jahr zwischen 40 und 70 von insgesamt 100 erreichbaren Prozentpunkten. 2006 lag das Mittelfeld noch bei 20 bis 50 von 100 möglichen Wertungspunkten. Die Kindernothilfe e.V. brachte es mit ihrer Berichterstattung auf mehr als 90 Prozentpunkte, der Vorjahressieger Médécins sans Frontières - Ärzte ohne Grenzen e.V. erreichte im Vergleich hierzu mit gut 70 Prozentpunkten den ersten Platz. Ausnahmslos alle Teilnehmer, die sich bereits um den Transparenzpreis 2006 bewarben, haben ihre Berichterstattung verbessert. Spender können sich neben weiteren Informationen die Jahresberichte von 41 der 43 Wettbewerber auch im Internet ansehen. Im Vorjahr waren erst 28 von 41 analysierten Berichten online verfügbar.
"Einige Spendenorganisationen informieren mittlerweile mustergültig über ihre Tätigkeit und setzen Standards für die Berichterstattung. Damit hat PwC ein wesentliches Ziel des Transparenzpreises bereits erreicht", kommentiert Hans Wagener.
Finanzen: Mehrheit beziffert nun Höhe der Werbe- und Verwaltungsausgaben
Über ihre finanzielle Gesamtsituation informieren in diesem Jahr 33 der 43 Organi¬sationen anhand einer Bilanz, 38 veröffentlichen eine Gewinn- und Verlustrechnung beziehungsweise Einnahmen- und Ausgabenrechnung. Im Jahr 2006 hatten erst 30 der 41 Spendenorganisationen eine Gewinn- und Verlustrechnung oder vergleichbare Angaben veröffentlicht. Außerdem beziffern 34 der 43 Organisationen (79 Prozent) die Höhe ihrer Werbe- und Verwaltungsausgaben. Im Vorjahr fehlten diese Angaben bei der Mehrzahl der Teilnehmer.
Ein Schwachpunkt ist bei den meisten Organisationen nach wie vor die Berichterstattung über die Vergütungen der Organe und deren Zusammensetzung. Nur fünf Organisationen nennen die Vergütungen von Vorstand und Geschäftsführung, im Vorjahr taten dies zwei Wettbewerber. "Vorbildlich ist hier die Organisation Médécins sans Frontières - Ärzte ohne Grenzen e.V., die im Jahresbericht erstmals die Vorstandsbezüge und Geschäftsführergehälter einzeln offen legt", stellt Hans Wagener fest.
Defizite: Informationen zur Projektevaluierung und internen Kontrollen
Ausgesprochen verbesserungswürdig sind bis auf wenige positive Ausnahmen die Angaben der Spendenorganisationen zur Bewertung durchgeführter Projekte. Beispielgebend ist hier die Deutsche Welthungerhilfe e.V. Auch Informationen zu internen Kontrollen sind noch lange nicht selbstverständlich - so informieren beispielsweise nur 21 der 43 Organisationen darüber, wie sie den korrekten Einsatz der Spenden überwachen. Sehr gut schneiden hier die Deutsche Welthungerhilfe e.V., CARE Inter¬national Deutschland e.V., Brot für die Welt und die Diakonie Katastrophenhilfe ab.
Größte Schwäche: Kein Einblick in zukünftige Projekte und deren Finanzierung
Durchgängig schwach sind die Informationen der Spendenorganisationen zu Perspektiven und Risiken ihrer Tätigkeit. Eine ausführliche Planung für das kommende Geschäftsjahr veröffentlichten nur vier Organisationen. Einblicke in geplante Projekte sowie deren Zielsetzungen und Finanzierung geben die Organisationen in der Regel nicht.
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