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Transparenzpreis 2008
Informationsbedarf und Vertrauen privater Spender
Private Spender wollen genau wissen, was mit ihrem Geld geschieht. Für die Spendenentscheidung ist daher den meisten ein nachvollziehbarer Rechenschaftsbericht über die Einnahmen und Ausgaben einer Spendenorganisation wichtiger als der bekannte Name oder die lange Tradition einer Spendenorganisation - zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC).
Für die Studie "Informationsbedarf und Vertrauen privater Spender" wertete PwC im
September dieses Jahres im Rahmen einer repräsentativen Bruttostichprobe von 3.092 bundesdeutschen Haushalten die Antworten von 500 Privatpersonen aus, die sich als aktive Geldspender bezeichneten oder aus verschiedenen Gründen bewusst nicht mehr an gemeinnützige Organisationen spenden.
"Vertrauen ist das wichtigste Kapital karitativer Einrichtungen. Organisationen mit einer transparenten und offensiven Informationspolitik haben im Wettbewerb um private Spenden klare Vorteile, da sie Spekulationen und Befürchtungen über unsachgemäße Mittelverwendung keinen Raum geben", betont Dieter Horst, Senior Manager im Bereich Sustainable Business Solutions von PwC und Experte zum Thema Spenden.
Negativschlagzeilen über Spendenorganisationen sind für jeden zweiten ehemaligen Spender ein Grund, gar keine karitative Einrichtung mehr zu unterstützen: "Ich spende ja nicht dafür, dass der Herr Geschäftsführer ein dickes Gehalt kriegt", so ein Zitat eines Spenders aus der Studie. Drei von vier Nicht-Spendern geben kein Geld mehr, weil sie sich nach eigener Einschätzung nicht mehr darauf verlassen können, dass die Spenden dort ankommen, wo sie sollen. 71 Prozent der befragten ehemaligen Spender nennen Geldmangel als einen wesentlichen Grund, nicht mehr zu spenden.
Bibliographische Daten
Informationsbedarf und Vertrauen privater Spender
Eine Befragung von 500 privaten Spendern in Deutschland zu ihrem Spendenverhalten, ihrem Vertrauen in Spendenorganisationen und ihren Motiven zu spenden - oder auch nicht
Autoren
Dieter Horst
Nicole Roschker
Herausgeber
PricewaterhouseCoopers AG WPG, Frankfurt am Main
Bibliographie/Quelle
November 2008
30 S.
DIN A4
22 Abb.
Bindung: Softcover
Preis
kostenfrei
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