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Krisenmanagement


Titelbild Studie Commercial Dispute Resolution

Commercial Dispute Resolution

Die Studie "Commercial Dispute Resolution" stellt anhand sechs verschiedener Typen von Konfliktbearbeitungsverfahren die Nutzungspräferenzen und Erwartungen von Unternehmen bei der Bearbeitung von Konflikten, etwaigen Veränderungsbedarf sowie zukünftige Entwicklungstrends dar. Ein zentrales Ergebnis ist, dass die Vorstellungen und Erwartungen, die Unternehmen mit Konfliktbearbeitungsverfahren verbinden, teilweise nicht dem tatsächlichen Vorgehen im Konfliktfall entsprechen.


Gegenstand der Studie ist die Frage, wie Unternehmen in Deutschland Konflikte mit anderen Unternehmen bearbeiten. Das zentrale Ergebnis überrascht - zumindest auf den ersten Blick.

Es besteht eine deutliche Inkongruenz zwischen der praktischen Nutzung der Konfliktbearbeitungsverfahren (mit einem deutlichen Akzent auf der Verfahrenskombination "Verhandlung - Gericht") und der abstrakten Einstellung der Befragten zu den einzelnen Verfahren.

Das tatsächlich häufig genutzte Gerichtsverfahren wird in vielfacher Hinsicht eher als nachteilig bewertet.

Die generell als vorteilhaft wahrgenommenen und den Erwartungen der Unternehmen eher entsprechenden Verfahren der außergerichtlichen Konfliktbeilegung mit Unterstützung Dritter (Schiedsgerichtverfahren, Schiedsgutachten, Schlichtung und Mediation) werden in der Realität bislang eher selten genutzt.

Studie liefert Anknüpfungspunkte für Erklärungen 

Angesichts dieser differenzierten Erwartungshaltung stellt sich die Frage nach den Gründen für das Auseinanderfallen von Präferenzen und Realität. Das Datenmaterial der Studie kann zwar keine abschließenden Antworten, wohl aber Anknüpfungspunkte für Erklärungen bieten: Bislang reicht offensichtlich das Ausmaß praktischer Erfahrung mit außergerichtlichen Verfahren trotz theoretisch bereits vorhandener Überzeugungen noch nicht aus, um bekannte Verhaltensmuster nachhaltig zu verändern.

Insgesamt legen die Vorstellungen und Präferenzen der Befragten sowie der zuletzt dargestellte Trend nahe, dass die erkannten Vorteile der außergerichtlichen Verfahren in Zukunft stärker in Anspruch genommen werden. Zukunftsträchtig sind hier insbesondere Verfahren oder Verfahrenskombinationen ("hybride Verfahren"), die den Parteien eine ähnliche Gestaltungsautonomie wie die Verhandlung und zusätzlich die Vorteile der Unterstützung durch neutrale Dritte bieten.

 

Bibliographische Daten

Commercial Dispute Resolution
Konfliktbearbeitungsverfahren im Vergleich

Autoren

Claudia Nestler
Dr. Michael Hammes
Dr. Ulla Gläßer
Dr. Lars Kirchhoff
Prof. Dr. Stefan Breidenbach

Herausgeber

PricewaterhouseCoopers AG WPG Frankfurt am Main
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

Bibliographie/Quelle

April 2005
32 S.
13 Abb.
2 Tab.

Ansprechpartner

Claudia Nestler E-Mail Link
Marie-Curie-Straße 24-28
60439  Frankfurt am Main
Tel.:  069 9585-5552
Fax:  069 9585-5963
Dr. Michael Hammes E-Mail Link
Marie-Curie-Straße 24-28
60439  Frankfurt am Main
Tel.:  069 9585-5942
Fax:  069 9585-5963

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