Servicenavigation

Hauptnavigation


Inhaltsbereich


Innovation


Cover: The automotive industry and climate change

Preissensibilität der Käufer hemmt umweltfreundliche Technologien

Die deutschen Autofahrer wissen gut Bescheid über Zusammenhänge von CO2-Ausstoß und Klimawandel, aber nur wenige steigen vom Gas oder würden Geld für sparsame Motoren ausgeben. Das ergab die Studie "The Automotive Industry and Climate Change" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), bei der 500 Autofahrer über 18 Jahre befragt wurden. Um die Zusatzkosten der Industrie für umweltfreundliche Technologien an die Autokäufer weitergeben zu können, muss die Industrie, gestützt durch konstruktive politische Maßnahmen, noch umfassendes Marketing leisten.


Fast jeder dritte Autofahrer interessiert sich nach den Ergebnissen der PwC-Studie für Autos mit Hybrid-Antrieb. Aber nur jeder fünfte ist bereit, für die teure Technologie einen höheren Kaufpreis zu zahlen. "Die Vergangenheit zeigt, dass Erfolge der Automobilhersteller bei der Verbrauchsreduzierung der Motoren durch die Präferenz der Kunden für mehr Leistung, Komfort und Sicherheit förmlich aufgefressen wurden", kommentiert Felix Kuhnert, Leiter des Bereichs Automotive Advisory bei PricewaterhouseCoopers (PwC).

Obwohl 70 Prozent der Befragten der Ansicht sind, dass der CO2-Ausstoß für den Klimawandel zumindest mit verantwortlich ist, denken beim Thema Autofahren nur sehr wenige spontan an die Umweltbelastung: Gerade einmal 12 Prozent nennen von sich aus Abgase und CO2-Emissionen als Hauptverursacher, während, nach den Problemen des Autofahrens befragt,  jeweils 18 Prozent über zu viel Verkehr und zu hohe Benzinkosten klagen. Knapp 30 Prozent der Befragten halten den Autoverkehr für gänzlich unproblematisch.

Umweltfreundliche Technologie darf nichts kosten

Die besonders sparsamen Hybrid-Pkw sind zwar für jeden dritten Autofahrer attraktiv, aber nur, wenn sich die Mehrkosten in engen Grenzen halten: Drei Prozent der befragten Interessenten ist bereits ein Aufpreis von 500 Euro zu hoch, 18 Prozent würden nicht mehr als 1.000 Euro zusätzlich ausgeben wollen, weitere zehn Prozent geben an, sich bei der Schwelle von 1.500 Euro umzuorientieren und bei einem Preisaufschlag von 2.000 Euro gehen noch einmal 23 Prozent der Interessenten verloren.

Die Zusatzkosten der teil-elektrischen Hybridmotoren sind aber weit höher. "Unter diesen Voraussetzungen können sich Autos, die neben einem Verbrennungsmotor auch über ein vollwertiges elektrisches Antriebsaggregat verfügen, nicht im Massenmarkt etablieren", meint PwC-Experte Kuhnert.

Hybridmotoren - ein Meilenstein auf dem Weg zur Brennstoffzelle

Kuhnert erwartet, dass der Anteil der Hybrid-Pkw an der weltweiten Automobilproduktion von derzeit weniger als einem Prozent auf rund 2,5 Prozent bis 2014 ansteigen wird.

Hybridtechnologien sind dabei der Wegbereiter der Brennstoffzellentechnik, auf der die Hoffnung für einen emissionslosen Antrieb der Zukunft ruht. Denn Hybridfahrzeuge nutzen bereits viele der für Brennstoffzellenfahrzeuge benötigten Komponenten. Die Experten von PricewaterhouseCoopers schätzen zwar, dass bis 2015 die Brennstoffzellentechnologie ausgereift und bezahlbar sein sollte, sehen den Durchbruch für diese Technologie auf dem Massenmarkt aber nicht im kommenden Jahrzehnt. "Trotzdem müssen sich die Automobilhersteller bereits heute auf diese Entwicklung einstellen und gerade Zulieferer haben jetzt die Chance durch einen 'early move' einen echten Wettbewerbsvorteil aufzubauen", rät Felix Kuhnert.

Ansprechpartner

Felix Kuhnert E-Mail Link
Friedrichstr. 14
70174  Stuttgart
Tel.:  0711 25034-3309
Fax:  0711 25034-5124
Liang Cheng E-Mail Link
Friedrichstr. 14
70174  Stuttgart
Tel.:  0711 25034-3548
Fax:  069 95859-58602

PricewaterhouseCoopers AG - Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Preissensibilität der Käufer hemmt umweltfreundliche Technologien - Stand 09.02.2010