Alternative Asset Management auf Wachstumskurs

11 August, 2015

Alternative Asset Manager erleben bis 2020 ein starkes Wachstum, das von einem grundlegenden Wandel der Branche begleitet wird. In Zukunft müssen sich Anbieter stärker fokussieren, klare Strategien verfolgen und industrielle Stärke entwickeln. Dabei werden sie ihre Produkte stärker standardisieren und auf spezielle Kundengruppen zuschneiden. Für dieses Wachstum benötigen alternative Asset Manager eine klare Strategie, um in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein, wie die PwC Studie „Alternative Asset Management in 2020: Fast Forward zu Centre Stage“ zeigt.

Alternative Geldanlagen rücken stärker in den Blickpunkt der Investoren. Bis 2020 wird das verwaltete Volumen für Private Equity, Hedgefonds oder Immobilien weltweit von 7,9 Billionen Dollar im Jahr 2013 auf 15,3 Billionen Dollar steigen und sich damit fast verdoppeln. Die Nachfrage nach diesen alternativen Investments bleibt in einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld weiterhin hoch. Dieses Wachstum geht mit einem Reifeprozess der Anbieter einher. Aus einer durch ein hohes Maß an Vielfalt gekennzeichneten Branche wird sich eine relativ homogene Gruppe von Anbietern mit einem breiten Anlagesegment entwickeln.

Anbieter brauchen klare Positionierung

Die Anbieter müssen jetzt die Voraussetzungen für dieses Wachstum schaffen: Mit einer beweglichen und effizienten Infrastruktur können sie Prozesse und Organisation kostengünstiger gestalten. Um in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein, müssen sie sich klar positionieren: Entweder als ein breit diversifizierter Anbieter, der eine Vielzahl von unterschiedlichen Investmentansätzen verfolgt, als Spezialist mit einem bestimmten Ansatz oder als ein Multi-Strategie-Unternehmen. Die PwC-Studie kommt zum Schluss, dass es nur wenige Player geben wird, die ein umfassendes Segment über alle Strategien und Kanäle bedienen.

Großes Interesse an liquiden Produkten

Um die großen Chancen zu nutzen, brauchen Anbieter alternativer Geldanlagen eine Wachstumsstrategie. Dabei können sie drei Ansätze verfolgen: Wachstum aus eigener Kraft, durch Übernahmen oder durch Kooperationen mit finanzkräftigen Partnern. In Zukunft werden die alternativen Asset Manager generell auch Kooperationen mit traditionellen Asset Managern oder Banken eingehen. Damit können sie maßgeschneiderte Angebote für Kunden entwickeln und bestehende Vertriebskanäle nutzen. Eine wichtige Rolle spielen dabei Produkte, die liquide sind und permanent gehandelt werden können. Das Interesse von institutionellen Investoren an solchen Angeboten ist immens.

Weitere Ergebnisse der Studie:

Nachfrage aus Entwicklungs- und Schwellenländern steigt: Vor allen Dingen in Südamerika, Asien, Afrika und dem Mittleren Osten wird die Nachfrage nach alternativen Geldanlagen stärker zunehmen als in der entwickelten Welt.

Staatliche Investoren setzen auf alternative Anlagen: Staatsfonds bevorzugen Investments in Infrastruktur, Immobilien oder Private Equity. Staatsinvestoren, werden ihren Investmentanteil an alternativen Anlagen bis 2020 auf 29 Prozent steigern.

Anbieter arbeiten stärker datenorientiert: Die Anbieter werden in Zukunft stärker datenbasierte Entscheidungen treffen. Die gesamte Organisation von alternativen Asset Managern wird dabei den standardisierten Austausch von Daten nutzen. Das wirkt sich positiv aus auf die Kosten, die Effizienz, aber auch auf das Reporting aus.

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Markus Hammer

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Thomas Veith

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