CEO-Survey: Asset Manager zwischen Zweifel und Zuversicht

10 März, 2017

In einer Umfrage unter 185 CEOs von Vermögensverwaltungsgesellschaften in 45 Ländern zeigten sich 9 von 10 Entscheidern zuversichtlich, ihre Wachstumsziele in den kommenden 12 Monaten zu erreichen. Als Gefahr für das Wachstum bewerten die CEOs die Geschwindigkeit des technologischen Wandels.

Die Ergebnisse des CEO Survey im Bereich Asset & Wealth Management im Überblick:

  • Weiter auf Wachstumskurs: Deutschland gilt neben den USA und China als Kernmarkt.
  • Umdenken in der Mitarbeiterstrategie: Neue Ziele fordern neue Mitarbeiter.
  • Sorge um das Vertrauen: Branche sorgt sich vor Vertrauensbrüchen und Cyberattacken.
  • Technologischer Fortschritt: Digitalisierung wird mehr als Bedrohung denn als Chance wahrgenommen.

CEOs von Vermögensverwaltungsgesellschaften weltweit rechnen sowohl kurz- als auch mittelfristig mit mehr Wachstum. 92 Prozent der Befragten gaben an, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Damit wird der Wert aus dem Vorjahr (90 Prozent) sogar leicht übertroffen. Eine große Rolle spielt für die Befragten dabei der deutsche Markt. Auf die Frage nach den wichtigsten Märkten außerhalb ihres Heimatmarktes nannte jeder vierte CEO Deutschland. Nur die USA mit 54 Prozent und China mit 28 Prozent wurden häufiger genannt.

Rund die Hälfte der CEOs gab an, die HR-Funktion in ihrem Unternehmen künftig überdenken zu wollen. Das Stichwort dabei lautet „Diversity“: 8 von 10 Befragten möchten sich aktiv für mehr Vielfalt in ihren Unternehmen einsetzen. Fähigkeiten von Mitarbeiten, die für den künftigen Erfolg als besonders wichtig erachtet werden, sind unter anderem Problemlösung (98 Prozent), Anpassungsfähigkeit (95 Prozent), Führungsqualität (91 Prozent) und Risikomanagement (87 Prozent).

Steigende Bedeutung nimmt auch bei Asset Managern das Thema Cyber- Security ein. Über die Hälfte (53 Prozent) gab zu Protokoll, dass sie sich vor Vertrauensbrüchen sorgen würden, die durch Internetkriminalität entstehen. Des Weiteren gaben 90 Prozent an, einen starken Unternehmenszweck kommunizieren zu wollen, der in Einklang mit ihren Werten und Verhaltensweisen steht, um neues Vertrauen aufzubauen oder beschädigtes wiederherzustellen.

Dem Optimismus der Branche steht jedoch die Gefahr gegenüber, den technologischen Wandel zu verpassen. Nur 10 Prozent der CEOs plant, die digitalen Fähigkeiten und Kapazitäten in ihren Unternehmen zu stärken – im Schnitt der Finanzbranche sind es 23 Prozent. Gleichzeitig sind jedoch zwei Drittel der CEOs besorgt über die Folgen des digitalen Wandels für ihr Geschäft und betrachten ihn als Gefahr für das Wachstum.

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Gerald Gonsior

Partner und Leiter Asset & Wealth Management, PwC Germany

Tel.: +49 69 9585-3247

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