E-Mobility Sales Review: Rückgang um 2,8 Prozent auf dem globalen Markt für Batterie-Elektroautos

30 Oktober, 2019

Review Q4 2019

Die Zahl der neu zugelassenen Elektroautos (batterieelektrisch und Plug-In-Hybrid) ist weltweit in den wichtigsten Märkten zum ersten Mal seit fünf Jahren um 8,8 Prozent zurückgegangen. Das zeigt der „E-Mobility Sales Review“ von PwC Autofacts.

Batteriebetriebene Elektroautos verzeichneten dabei im dritten Quartal 2019 einen Rückgang von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, Plug-in-Hybride gingen sogar um 23,8 Prozent zurück.

China: Rückgang in allen analysierten Segmenten

Auch China, der weltweit führende Markt für E-Autos und leichte Nutzfahrzeuge mit Batterieantrieb, verzeichnete zwischen Juli und September 2019 in allen analysierten Segmenten einen Rückgang (batterieelektrische Fahrzeuge: -15,7 Prozent, Plug-in-Hybride: -27,3 Prozent, Hybride: -20 Prozent).

Der Rückgang lässt sich durch den Abbau der Subventionen erklären, die einen aufschiebenden Effekt haben. Entgegen bestehender Auffassungen, dass die Reduktion der Subventionen den Markt dauerhaft schwächen würde, geht PwC von einem aufschiebenden Effekt aus, bis Preise und Angebote neu strukturiert sind.

Europa: „Stromer“ legen im Schnitt 100 Prozent zu

Ist die Entwicklung in China also ein Beleg dafür, dass der Markt nur mit Subventionen funktioniert? Die Ergebnisse der Analyse von PwC Autofacts zeigen, dass das nicht immer zutreffen muss: In Europa beispielsweise sind die Subventionen gleichgeblieben. Dennoch zeigt der Markt hier eine anhaltend positive Entwicklung. Auf den europäischen Top-5-Märkten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien sowie in den Leitmärkten Norwegen und den Niederlanden legten die reinen „Stromer“ im dritten Quartal 2019 um durchschnittlich etwa 100 Prozent zu.

„Hier zeigen sich durchaus angebotsseitige Effekte. Fahrzeuge wie der Tesla Model 3 oder der Audi e-tron sind inzwischen besser verfügbar und erfüllen lange schon vorliegende Bestellungen“

Christoph Stürmer, PwC Autofacts Global Lead Analyst

USA: Der Markt fordert elektrische SUVs

In den USA war die Zahl der Neuzulassungen im dritten Quartal 2019 ebenfalls rückläufig: bei den batterieelektrischen Fahrzeugen -15,5 Prozent, bei Plug-in-Hybriden -29,8 Prozent im Vergleich zum selben Quartal des Vorjahres.

„Das hat zweierlei Ursachen: Der US-Markt ist weiterhin in einem rasanten Umschwung begriffen: Weg vom Pkw, hin zu sogenannten Cross-over-SUVs“, erläutert Felix Kuhnert. „Außerdem werden die meisten elektrischen Fahrzeuge nach wie vor als Pkw angeboten – diese sind allerdings in den USA insgesamt massiv in der Krise“, so der PwC-Experte. Der Markt erfordere elektrische SUVs, die allerdings noch in zu geringer Anzahl verfügbar seien.

Südkorea: Elektroautos bleiben Nischenprodukte

In Südkorea, einem der Vorreiter bei der Entwicklung elektrisch angetriebener Fahrzeuge, stagniert der Markt für batteriebetriebene Autos nahezu. Dieser verzeichnete im dritten Quartal 2019 lediglich 5,6 Prozent mehr Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahresquartal.

„Die Fahrzeuge haben sich im Heimatmarkt noch nicht richtig durchgesetzt.“

Felix Kuhnert, PwC Global Automotive Leader

Zwar sei der Gesamtmarktanteil mit etwa fünf Prozent leicht höher als in Europa, dennoch seien die reinen „Stromer“ auch in Südkorea nach wie vor ein Nischenprodukt. „Die Voraussetzungen für einen Durchbruch alternativer Antriebe sind eigentlich in Südkorea gut“, sagt Christoph Stürmer. Der Experte verweist auf den Mangel eigener Ölquellen, die Energieabhängigkeit von China sowie die hohe Urbanisierung und Technisierung des Landes.

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Felix Kuhnert

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Christoph Stürmer

Christoph Stürmer

Global Lead Analyst PwC Autofacts®, PwC Germany

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