PwC-Analyse zu E-Mobility: Über 100 Prozent Wachstum bei den Verkäufen von Elektroautos im Vergleich zum Vorjahr

25 Oktober, 2017

Aus dem E-Mobility Sales Review geht hervor, dass der Absatz von Elektro- und Hybridfahrzeugen im Januar bis August weltweit steigt. Weitreichende Elektroautoregulierung sorgt für hohe Zuwachsraten in China. Doch auch in Deutschland gibt es eine starke Nachfrage nach Elektroautos und Plug-In-Hybriden.

Der Trend hin zur Elektromobilität in der Autobranche bleibt dynamisch. Verglichen zum Vorjahreszeitraum stieg in den ersten acht Monaten 2017 der Absatz batteriebetriebener Elektroautos weltweit um 52 Prozent auf insgesamt 339.419 Fahrzeuge. Wie der internationale Trendbericht zu E-Mobilität von PwC Autofacts weiter ergab, erhöhten sich die Auslieferungen von Hybriden (ohne Ladestecker) um 36 Prozent auf 541.526 Fahrzeuge. Der Absatz von Plug-In-Hybriden legte um 21,2 Prozent auf 182.655 Fahrzeuge zu. „Die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt hat gezeigt, dass E-Mobilität sich mittel- bis langfristig zum neuen Branchenstandard entwickeln wird. Nahezu alle Erstausrüster weltweit fokussieren sich mittlerweile auf dieses Thema und haben auf der Leitmesse innovative Elektro- oder Hybridmodelle präsentiert“, sagt Felix Kuhnert, Partner und Global Automotive Leader bei PwC.

Der Absatz von Elektrofahrzeugen steigt weltweit an

China führt beim Absatz von Elektroautos

China bleibt der mit Abstand größte Absatzmarkt für batteriebetriebene Elektroautos weltweit. Allein im August schnellte der Absatz auch angesichts der von der Regierung angestrebten Elektroautoregulierung um 96,7 Prozent auf 43.847 Fahrzeuge hoch. In den ersten acht Monaten kletterte der Absatz dieser Modelle um 69,2 Prozent auf 209.885 Fahrzeuge. Hingegen reduzierten sich die Auslieferungen von Plug-In-Hybriden in dem Zeitraum um 6,1 Prozent auf 53.139 Fahrzeuge. „Die Regulierung in China basiert auf einem intelligenten Quoten- und Punktesystem – anders als es in der EU umgesetzt wird“, erläutert Christoph Stürmer, Global Lead Analyst bei PwC Autofacts. „Unternehmen können Punkte durch die Produktion von Elektroautos erwerben und handeln - bis 2019 müssen sie aber alle ihr Ziel erreicht haben: die Anzahl der gesammelten Punkte muss zehn Prozent der pro Unternehmen produzierten Autos entsprechen, bis 2020 müssen es 12 Prozent sein. Ein sehr intelligentes System, das den Staat entlastet und einen echten Marktpreis für die Emissionsfreiheit von Fahrzeugen innerhalb der Branche etabliert.“

In den USA weisen Plug-In-Hybride mit einem Plus von 35,4 Prozent auf 57.920 Einheiten weiter den höchsten Absatzzuwachs der Vergleichsmodelle für die ersten acht Monate aus. Das größte Segment bildet hier nach wie vor der klassische Hybrid mit 241.653 Fahrzeugen und einem Zuwachs von 6,8 Prozent.

China bleibt größter Absatzmarkt für batteriebetriebene Elektro

E-Mobilität in Deutschland nimmt Fahrt auf

In Deutschland wurden in den ersten acht Monaten in allen Segmenten zwei- bis dreistellige Zuwachsraten beim Absatz verbucht. Mit einem Plus von 132,6 Prozent auf 13.690 Fahrzeuge legten die Kundenauslieferungen von batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen am stärksten zu. Der Absatz von Plug-In-Hybriden stieg um 116,9 Prozent auf 17.298 Fahrzeuge, Hybride verzeichneten ein Plus von 69,6 Prozent auf 34.134 Einheiten.

„Der Absatz von Elektro- und Hybridfahrzeugen wird auch in Deutschland weiter zunehmen“, prognostiziert Stürmer. „Angesichts der Dieselkrise und der Umweltprämie beginnen viele Autofahrer umzudenken und sich zunehmend für alternative Antriebsmodelle zu interessieren.“

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Christoph Stürmer

Global Lead Analyst PwC Autofacts®, PwC Germany

Tel.: +49 69 9585-6269

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