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Dem Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst entgegenwirken

03 März, 2017

Im Jahr 2030 wird der öffentliche Dienst 816.000 Stellen nicht besetzen können, weil qualifizierte Bewerber fehlen. Doch das muss nicht so sein: Noch wäre Zeit, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. PwC hat dazu geeignete Mittel und Maßnahmen zusammengestellt.

Drei grundlegende Strategien zur Sicherung des Fachkräftepotentials

Mitarbeiterproduktivität erhöhen: Die Babyboomer, die bis 2030 in den Ruhestand gehen, werden in manchen Verwaltungen riesige Lücken hinterlassen. Die einzelnen Abteilungen müssen für den nötigen Wissenstransfer sorgen, wenn ein gewaltiger Kompetenz- und damit Produktivitätsverlust vermieden werden soll. Sie können das mithilfe altersgemischter Teams tun, mit einem gezielten Coaching oder der vorgezogenen Einstellung junger Mitarbeiter. Auch die Digitalisierung bietet Möglichkeiten, Mitarbeiter zu entlasten und die Arbeit effizienter zu gestalten. Allerdings müssen Digitalisierungsprojekten rechtszeitig und strategisch geplant werden. Aus der Not heraus geborene Projekte hingegen scheitern oftmals.

 

 

Quelle: Studie „Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst", 2017, S. 39

Neue Fachkräfte gewinnen: Der öffentliche Dienst tut zu wenig, um als Arbeitgeber zu werben. Die Zahl der Praktikanten ist nur halb so hoch wie in der Privatwirtschaft. Auch der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund ist in Verwaltungen deutlich geringer als in anderen Branchen. Die Studie empfiehlt Imagekampagnen für den gesamten öffentlichen Dienst nach Vorbild des Handwerks, die Präsenz bei Jobbörsen an Hochschulen und professionelle Praktikantenprogramme. Durch eine insgesamt gestiegene Attraktivität muss der öffentliche Dienst wieder mehr junge Menschen für sich begeistern.

Zusätzlich muss das Gehaltsniveau im öffentlichen Dienst auf Dauer bei einzelnen Berufsgruppen angepasst werden. Spezialisten und Führungskräfte sind im Vergleich zu der Privatwirtschaft schon heute im Hintertreffen. Mangelberufe aus dem ITK-, MINT- und Gesundheitsbereich müssen höher eingestuft und bestehende Tarifverträge angepasst werden, um in Zukunft für solche Fachkräfte attraktiv zu bleiben.

Mitarbeiterbindung verbessern: Das Berufsbeamtentum und die Tatsache, dass der öffentliche Dienst bei vielen Berufen der dominierende Arbeitgeber ist, führen dazu, dass der öffentliche Dienst kein großes Problem mit der Mitarbeiterfluktuation hat. Dennoch gilt es, das Potenzial älterer Mitarbeiter besser zu nutzen, beispielsweise durch flexible Ruhestandsregelungen oder Expertenpools bereits ausgeschiedener Mitarbeiter. Hohe Krankenstände und ein hoher Anteil an Mitarbeitern, die aufgrund von Dienstunfähigkeit aus dem Beruf ausscheiden weisen jedoch auf Defizite bei der Verwaltungskultur, das von Misstrauen und Kontrolle geprägt ist, statt von Wertschätzung und Eigeninitiative. Es muss zur Chefsache werden, eine wertschätzende Vertrauenskultur zu etablieren. Die Stärkung von Teamarbeit, die Etablierung einer Fehlerkultur oder die gezielte Nutzung von Zielvereinbarungen und systematischer Feedbacks sind Beispiele für Maßnahmen, die helfen können das Verwaltungsklima zu verbessern.

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Peter Detemple

Peter Detemple

Partner Public Sector Consulting, PwC Germany

Tel.: +49 681 9814-152

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