Start-ups in Deutschland sind auf Erfolgskurs

11 Juli, 2016

Mehr Umsatz erwirtschaften und mehr Mitarbeiter einstellen – das wollen die deutschen Start-ups, wie eine aktuelle Befragung von PwC unter 400 deutschen Start-ups ergeben hat. Doch für 74 Prozent gestaltet sich die Mitarbeitersuche schwierig.Rund die Hälfte greifen dabei auf private Kontakte und Empfehlungen zurück – und damit auf ihre persönlichen Netzwerke.

Dass bei Start-ups der Netzwerkgedanke stark ausgeprägt ist, belegt auch ihr großes Interesse an Kooperationen: 72 Prozent arbeiten bereits eng mit mindestens einem Partner zusammen. 78 Prozent suchen (weitere) Kooperationspartner. 

„Dafür sprechen viele gute Gründe. Kooperationen öffnen die Tür zu neuen Märkten, Kundengruppen und Vertriebskanälen.“

Philipp Medrow, Leiter des PwC-Start-up-Teams Next Level


„Bemerkenswert ist dabei vor allem das Interesse an der Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen – und sinnvoll: Denn nach meinen Erfahrungen haben Start-ups in den Anfangszeiten, insbesondere im Bereich Marktdurchdringung und personelle Ressourcen, Defizite. Das sind Gebiete, auf denen die Old Economy in der Regel sehr gut aufgestellt ist.“

Grundsätzlich sind die Jungunternehmer optimistisch gestimmt. Drei von vier erwarten für das laufende Jahr ein Plus beim Umsatz und jeder zweite rechnet sogar mit einem Wachstum von mehr als zehn Prozent. Dazu tragen auch die Rahmenbedingungen an den jeweiligen Standorten bei, mit denen sehr viele Gründer zufrieden sind: 85 Prozent bewerten ihren Standort als gründerfreundlich. Das liegt nicht zuletzt an den günstigen Finanzierungsmöglichkeiten, die den Start-ups den Zugang zu Krediten grundsätzlich erleichtert – allerdings auch große Überzeugungsarbeit voraussetzt. Denn etwa jeder zweite Gründer musste sich große Mühe geben, seine Kapitalgeber von seiner Geschäftsidee zu überzeugen.

Die ist in den meisten Fällen der befragten Start-ups technologiegetrieben: Für mehr als 90 Prozent spielt die Digitalisierung für das eigene Geschäftsmodell, interne Abläufe und Prozesse sowie die Kommunikation mit Kunden oder Lieferanten und Dienstleistern eine sehr große oder große Rolle. 77 Prozent der Befragten bewerten ihre IT-Sicherheit dabei mindestens mit der Schulnote 2, aber lediglich 31 Prozent der Befragten modernisieren ihre IT-Landschaft regelmäßig.

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Philipp Medrow

Philipp Medrow

Leiter des NextLevel-Teams, Wirtschaftsprüfung, PwC Germany

Tel.: +49 30 2636-4424

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