Weltweit sehen Banken-CEOs eigene Wachstumschancen optimistisch

Die Ergebnisse des 22. CEO Survey für die Bankenbranche.

Sorge der Banken-CEOs über Fachkräftemangel steigt

Trotz zunehmender Sorgen über die gesamtwirtschaftliche Großwetterlage und den sich verschärfenden Fachkräftemangel, sehen Banken-CEOs die Wachstumsperspektiven ihrer eigenen Institute positiv: Weltweit beurteilen 36 Prozent die kurzfristigen Aussichten für ihre Bank „sehr zuversichtlich“; weitere 48 Prozent sind hier ähnlich wie im Vorjahr „ziemlich zuversichtlich“. Die langfristigen Wachstumschancen der eigenen Häuser schätzen die Topmanager noch günstiger ein. Impulse dafür sollen vor allem eine gesteigerte Effizienz in den operativen Prozessen und organisches Wachstum liefern. Knapp die Hälfte der CEOs will zeitnah neue Arbeitskräfte einstellen.

Die Sorge über die Folgen des steigenden Fachkräftemangels treibt die Banken-CEOs dieses Jahr stärker um als im Vorjahr. Als weitere Hauptrisiken für das Branchenwachstum nennen die befragten Topmanager die Gefahr von Cyber-Attacken, die Geschwindigkeit des digitalen Wandels und neue Kundenwünsche. Zu diesen Ergebnissen kommt die Erhebung „Banking and Capital Markets Trends 2019“ des 22. CEO Survey von PwC.

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„Neue Technologien wie Künstliche Intelligenz können bei Banken maßgeblich zu mehr Kundennähe, Prozesseffizienz und Einsparungen beitragen. Mithilfe von KI lassen sich etwa der Prozess der Kreditvergabe deutlich beschleunigen und die Kontrollmechanismen dafür optimieren.“

Clemens Koch, Financial Services Leader und Mitglied der Geschäftsführung von PwC Deutschland

Was treibt Banken-CEOs um?

Digitale Transformation 

Knapp 80 Prozent der CEOs teilen die Einschätzung, die Digitalisierung habe in den vergangenen fünf Jahren das Tempo und die Richtung für Veränderungen in der Branche vorgegeben. Knapp drei Viertel der Befragten erwarten, dass die Nutzung innovativer Technologien bereits in drei Jahren wesentlich zum Geschäftserfolg beitragen wird. Die überwiegende Mehrheit (91 Prozent) rechnet damit, dass Künstliche Intelligenz (KI) das Bankgeschäft in den kommenden fünf Jahren wesentlich verändern wird.

Cyber-Attacken

Die Hälfte der CEOs nennt Cyber-Attacken als Hauptrisiko für ihre Branche. 76 Prozent der Banken-CEOs erkennen geopolitische Cyber-Risiken für ihr Institut. Gut 86 Prozent sind indes gleichzeitig davon überzeugt, dass ihre Bank einen unbefugten Zugriff auf die eigenen Systeme wirksam abwehren und die eigene Bank sich rasch von Cyber-Attacken erholen kann.

„Technologien wie Robotic Process Automation (RPA) und Künstliche Intelligenz (KI) werden einzelne Aufgaben eines Mitarbeiters übernehmen, diesen aber nicht vollständig ersetzen können. Banken sollten jetzt die Kernaufgaben und die notwendigen Skills für den digitalen Wandel in den einzelnen Arbeitsfeldern analysieren und neu definieren, um sich für die Arbeitswelt von morgen zu wappnen.“

Sven Hauke, Leiter Banking & Capital Markets bei PwC Deutschland

Fachkräftemangel

Knapp 80 Prozent der befragten Topmanager der internationalen Bankenbranche werten den Fachkräftemangel als ein Risiko für die Wachstumsperspektiven des eigenen Instituts. Sechs von zehn Banken-CEOs berichten von wachsenden Schwierigkeiten, neue Talente zu gewinnen. Zwei Drittel der Befragten erklären, der Fachkräftemangel sei Grund dafür, dass die eigene Bank nicht in der Lage sei, sich schneller effizient und innovativ neu auszurichten – was sich negativ auf die eigenen Qualitätsstandards und das Kundenerlebnis auswirke. Um die Lücke zu schließen, setzen knapp die Hälfte auf Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für ihre Mitarbeiter, lediglich 16 Prozent wollen neue Talente aus anderen Branchen gewinnen.

Dieser Beitrag ist des Teil 22. CEO Surveys. Eine Übersicht aller Inhalte finden Sie hier.

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