Digitale Signaturen zur Sicherung der Handlungsfähigkeit in Zeiten von COVID-19

03 April, 2020

Die Ausbreitung des Coronavirus wächst global exponentiell. Es stellt die Weltbevölkerung jeden Tag vor persönliche und wirtschaftliche Herausforderungen. Insbesondere die aktuellen Isolationsmaßnahmen mindern sowohl die sozialen als auch beruflichen Kontaktpunkte auf ein Minimum und haben signifikante Auswirkungen auf unseren Berufsalltag. Zunächst hat es

höchste Priorität, sich um die persönliche Gesundheit eines Jeden zu kümmern. In der Folge wird es nun aber zunehmend wichtiger, auch den Geschäftsbetrieb wieder zu stärken und hierbei scheinbar selbstverständliche Aktivitäten wie die rechtskonforme Unterzeichnung von Verträgen in Zeiten von „Social Distancing“ und „Work from Home“ weiterhin sicherzustellen.

Digitale Signaturen als Werkzeug zur Unterzeichnung von Verträgen

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Der Rechtsrahmen im groben Überblick

  • Die eIDAS-Verordnung bildet die Grundlage für den Einsatz elektronischer Identifizierungsmittel und Vertrauensdienste in der Europäischen Union
  • Interoperabilität von Identitätslösungen wird durch ein Notifizierungsverfahren auch in der grenzüberschreitenden Nutzung sichergestellt; Vertrauensdienste wie bspw. die digitale Unterzeichnung von Verträgen werden ebenfalls dahin gehend reguliert, dass Sie grenzüberschreitend einsetzbar sind
  • Einsatzmöglichkeiten sind abhängig von nationalen fachspezifischen Erfordernissen wie bspw. die Schriftformerfordernis bei Kreditprozessen von Privatkunden

Die Funktionsweise anhand relevanter Bausteine in aller Kürze

Identitätsbestätigung: Handelnde Personen werden über gängige Online-Verfahren durch beispielsweise die Nutzung von Video-Chats, Auslesen des Personalausweises und/oder Nutzung bestehender Bankverbindungen legitimiert 

Authentifizierung: Mittels eines zweiten Faktors bringt der Unterzeichner den Nachweis, dass die Aktion durch ihn persönlich ausgeführt wird (z. B. SMS-Tan, biometrische Verfahren oder Lesegerät) 

Digitale Signatur: Basierend auf der legitimierten und authentifïzierten Identität wird durch die Nutzung eines europäischen Vertrauensdiensteanbieters das Dokument durch ein Zertifïkat vor Veränderungen (Integrität) geschützt und signiert

Funktionsweisen, konkrete Lösungen und damit einhergehend die Einbindung technologischer Anbieter orientieren sich immer am konkreten Anwendungsfall (u. a. produktspezifische Details), dem Kontextbezug (Business-to-Business vs. Business-to-Customer) und unternehmensspezifischen Anforderungen.

Ein Beispiel: Stand Alone Lösungen für kurzfristige Umsetzbarkeit 

Eine schnelle Umsetzung etwaiger Lösungen in Zeiten von COVID-19 ist essentiell. Integrierbare Lösungen ohne hohe Entwicklungsaufwände innerhalb von Legacy-Systemen (Stichwort: Standalone Modul) stehen im Markt bereits zur Verfügung. Im Wesentlichen ergeben sich hierdurch folgende prozessuale und organisatorische Vorteile (Auszug) unter Wahrung regulatorischer Konformität: 

  • Einfache technische Anbindung via REST Schnittstellen (API-Management) und somit kurzfristig umsetzbar
  • Keine Notwendigkeit von Anpassungen in Altsystemen, die hohe Entwicklungszeiträume und -zyklen beanspruchen; dadurch geringe Set-Up Kosten
  • Nutzung transaktionsbezogene Kostenmodelle zur Sicherstellung kurzfristiger Handlungsfähigkeit
  • Individuelle und nachfragebedingte skalierbare Anpassung des Services-Umfangs (Einbindung von Funktionsweisen, Unterstützung der Operations etc.)

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