Supply Chain & Betrieb

Beschaffung sichern, Resilienz stärken

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Stefan Schrauf
Supply Chain & Betrieb, PwC Deuschland
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Die COVID-19-Pandemie setzt Lieferketten weltweit unter Druck

Was in der akuten Krise wichtig ist: Verlässliche Analysen und wirkungsvolle Sofortmaßnahmen

Die COVID-19-Pandemie gefährdet Lieferketten in einem noch nie zuvor dagewesenen Ausmaß. Die Nachfrage sinkt oder steigt exponentiell, Unternehmen stornieren Bestellungen, Lieferanten leiden unter Verzögerungen und im schlimmsten Falle müssen sie sogar Konkurs anmelden. Auch Produktionsstätten stehen vor großen Herausforderungen: geringe Prognose- und Planungsgenauigkeiten, begrenzte Verfügbarkeiten von Arbeitskräften und Einschränkungen bei Lieferanten. Fragen, die sich stellen, sind unter anderem: Welche Implikationen sind für die Supply Chain maßgeblich? Welche steuerlichen Herausforderungen sind zu beachten? Wie muss man die Risiken beurteilen, die mit Produkten, Lieferanten und Produktionsstandorten verbunden sind? Wie kann man die Produktion und den Einsatz von Lieferanten sinnvoll und flexibel steuern?

Wie Sie Ihr Unternehmen stabilisieren können: Szenarien entwickeln und Kontrolle über die Situation gewinnen

Inmitten der Krise ist das unmittelbare Krisenmanagement natürlich als erstes gefragt. Welche Alternativen habe ich für ausgefallene oder verzögerte Lieferanten? Wie kann ich meine Produktion stabilisieren und die Bedarfe sinnvoll mit limitierten Ressourcen verfüllen? Ein essentieller Baustein dafür ist Transparenz über die unterschiedlichen Bausteine. Daher ist es dann auch von höchster Relevanz sich den mittelfristigen Zielen zu widmen, die sich unter anderem mit der graduellen Wiederaufnahme der Produktion widmet und, wenn noch nicht hinreichend vorhanden, der systemischen Schaffung von Transparenz. Welche vertraglichen Optionen ermöglichen das beste Anlaufmanagement? Welche Tools sollten genutzt werden? Müssen Produktionen verlagert werden? Welche Verrechnungspreisaspekte bieten Möglichkeiten, Liquidität zu sichern? Wie können Sie als Unternehmen gestärkt aus der Krise hervorgehen und Wettbewerbsvorteile sicherstellen?

Warum Sie sich jetzt strategisch ausrichten sollten: Verpassen Sie nicht den nächsten Zug der Transformation

Die Geschichte und Erfahrungen zeigen, dass Versorgungsketten nach jeder Krisen neu gestaltet werden müssen. Fragen, die im Zuge der Neugestaltung behandelt und beantwortet werden müssen, sind unter anderem: Wie können Sie ihre Lieferkette widerstandsfähiger gestalten und dabei die bestmögliche Resilienz durch Zukunftstechnologien wie beispielsweise Künstliche Intelligenz, Blockchain sichern? Wie gehen Sie mit Konfliktlösungen und Schadensberechnungen um, wie beispielsweise im Bereich Einkauf?

Aktuelle wirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklungen

Betriebsabläufe lenken und steuern

So steuern Sie Betriebsabläufe und halten Ihre Lieferkette geschmeidig. Erkenntnisse aus China und ein Einblick in die Automobilindustrie können dabei helfen.

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Sichere Lieferkette, stabile Supply Chain

Welche Maßnahmen müssen Unternehmen für ihre Supply Chain einleiten, um möglichst unbeschadet durch die Krise zu kommen und den Ramp-up zu meistern? Das Supply Chain Management gehört aktuell ganz oben auf die Agenda von CEOs, COOs und natürlich aller verantwortlichen Supply Chain Manager. Einen ersten Überblick haben wir für Sie hier zusammengestellt.

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In drei Phasen durch die Corona-Krise

Mobilisieren, stabilisieren und strategisch ausrichten. Gemeinsam meistern wir diese schwierige Lage. Für Ihre jeweils aktuelle Situation bieten wie Ihnen Dienstleistungen und Services an, mit denen Sie Ihr Unternehmen sicher durch die COVID-19-Pandemie bringen. Was Sie dafür brauchen: einen kurzfristigen Blick ebenso wie eine langfristige Weitsicht.

Mobilisieren

1. Lieferketten- und Lieferanten-Risikomanagement

Was Unternehmen jetzt brauchen, ist eine schnelle und effiziente Risikobewertung der Lieferanten, um Transparenz zu schaffen – zum Beispiel darüber, wie die Regionen, aus denen Produkte bezogen werden, von der Corona-Pandemie betroffen sind; oder wo Gefahren durch Single Sourcing oder Just-in-time-Belieferungen liegen. Schnelle Antworten liefert eine Lieferanten- und Lieferketten-Risikobewertung, die KI-gestützt, also mithilfe Künstlicher Intelligenz, erfolgt und eine Rundumbetrachtung um 360 Grad ermöglicht. Sie berücksichtigt regionale und geografische Aspekte ebenso wie regulatorische Einflüsse oder finanzielle Risiken. Die Datenerhebung aus unterschiedlichen Quellen dient einer umfassenden Betrachtung und ermöglicht zielgerichtete und fokussierte Entscheidungeen, um die operativen Abläufe und Geschäfte des Unternehmens am Laufen zu erhalten und abzusichern.

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Stefan Schrauf
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2. Steuerliche Compliance

Bei vielen Unternehmen werden Liefer- und Absatzketten – als Folge der COVID-19-Krise - unterbrochen. Die Folge sind Produktionsausfälle, Absatzeinbußen (z. B. durch behördlich angeordnete Geschäftsschließungen) oder Einschränkungen bei der Mitarbeitermobilität. Doch trotz solcher ungeplanter und unvorhersehbarer Entwicklungen muss die steuerliche Compliance stets sichergestellt werden – und zwar national wie international. Zu den steuerlichen Herausforderungen in derartigen Krisensituationen gehört die schnelle Erfassung der steuerlichen Folgen von Betriebsstörungen und Unterbrechungen der Wertschöpfungskette. Das ist wichtig, um belastende Steuern (einschließlich indirekter Steuern und Zölle) zu verringern oder mögliche Verluste geltend zu machen.

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3. Produktions- und Lieferanten Ramp-down

Für einen Produktions- und Lieferanten Ramp-down gibt es in einer Krise wie der aktuellen mehrere Gründe:  Nachfrageeinbruch, Lieferantenausfälle, politische Shutdowns oder COVID-19-Fälle in einem Unternehmen. Auch in so einer Situation ist es wichtig, den Ramp-down soweit möglich zu steuern und dabei Kundenzufriedenheit versus Kostenoptimierung abzuwägen. Dafür ist eine Synchronisierung des Ramp-downs über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg erforderlich. Beispielsweise muss sichergestellt werden, dass Lieferanten die benötigten Bauteile für den geordneten Ramp-down liefern können. Andernfalls kann der Kundenbedarf nicht befriedigt werden. Gleichzeitig sollte der Blick auf einen späteren Ramp-up nicht vernachlässigt werden: Eventuell müssen Teile für ihn während der Krise vorproduziert werden. Das A und O während dieses Prozesses ist Agilität, da sich kurzfristig immer wieder signifikante Änderungen ergeben können. Bei Lösungen und Maßnahmen für einen agilen, kunden- und kostenoptimierten Ramp-down-Plan helfen moderne Technologien, eine Erhöhung der Flexibilität in der Produktion sowie eine kontinuierliche Abstimmung mit Kunden und Lieferanten.

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Stabilisieren

1. Verrechnungspreise

Die Sicherung der Liquidität steht in der Corona-Krise für die meisten Unternehmen auf der To-do-Liste ganz oben – denn jetzt gilt: Cash is king. Dafür ist in der Regel eine Überprüfung bestehender Konzernverrechnungen notwendig, um Liquiditätsabflüsse durch Steuerzahlungen zu vermeiden, frische Liquidität von Kapitalmarkt, Banken oder staatlichen Institutionen im Konzern zu verteilen und beim „Restart“ der Geschäftstätigkeit Verwerfungen in der Konzernsteuerquote zu vermeiden. Bei all diesen Überlegungen spielt der Fremdvergleichsgrundsatz eine zentrale Rolle. Denn die Verteilung von Gewinnen oder – aktuell insbesondere – Verlusten während und nach der Krise muss dem Fremdvergleichsgrundsatz standhalten und für spätere Betriebsprüfungen dokumentiert werden, damit in der Erholungsphase unnötige Steuer(mehr)zahlungen beziehungsweise Doppelbesteuerung vermieden werden. Umstellungen der Supply Chain, wie die Übertragung von immateriellen Wirtschaftsgütern oder Funktionen, müssen steuerlich beurteilt werden.

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Axel Eigelshoven
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2. Lieferantenmanagement im Ramp-up

Nahezu alle Produktions- und Serviceunternehmen stehen im Moment vor immensen Herausforderungen im Bereich Lieferantenmanagement. Um das erfolgreich in den Griff zu bekommen, bieten passgenaue Checklisten die Möglichkeit, die Stellhebel im gesamten Krisenzyklus des Lieferantenmanagements richtig zu setzen. Ein gutes Lieferantenmanagement zeichnet sich dadurch aus, bei einem wirtschaftlichen Aufschwung First Mover zu sein, der mit gesicherten Materialien, verlässlichen Kapazitäten und fairen Preisen die Nachfrage bedienen kann. Ziel ist es, dass Unternehmen die Nachfrage mit ihren Kapazitäten bedienen können und nicht jeden Preis für benötigte Materialien bezahlen müssen.

Lieferantenmanagement im Ramp-up (PDF)

Notfallanalysen in Zeiten der globalen Krise (PDF)

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3. Anlaufmanagement

Der Neustart einer Produktion sollte so früh wie möglich geplant werden. Denn die Erfahrung zeigt, dass der Ramp-up der Supply Chain eine große Herausforderung ist. Eine wichtige Voraussetzung für die Wiederaufnahme einer Produktion: Sie sollte synchronisiert über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg erfolgen. Doch es wird nahezu unmöglich sein, in einer wellenförmig verlaufenden Pandemie wie COVID-19 global alle Werke synchron hochzufahren. Diese Unsicherheit einerseits und die Notwendigkeit eines geplanten und kostenoptimierten Ramp-ups andererseits, bedeutet einen schwierigen Spagat für ein erfolgreiches Anlaufmanagement. Wichtige Maßnahmen dafür sind die aktive Steuerung des Ramp-ups mithilfe messbarer Ziele inklusive Timeline und KPIs, die Identifikation der Schwachstellen/ Bottlenecks der Lieferanten und Produktionszusammenhänge und – ganz wichtig – die Entwicklung verschiedener Ramp-up-Szenarien und einer entsprechenden Ramp-up-Planung. Moderne Technologien helfen hier, um Kapazitäten, kritische Prozesse und die Ramp-up Szenarien rasch zu modellieren.

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Ralf Walker
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Strategisch ausrichten

1. Konfliktlösungen & Schadensberechnungen

Während Unternehmen durch die COVID-19 Krise navigieren, dürfen sie die Kompensation entstandener Schäden und die Abwehr etwaiger zukünftiger Schadenersatzansprüche von Geschäftspartnern nicht außer Acht lassen. Insbesondere sollten hierzu bereits jetzt unterstützende Maßnahmen wie das Sammeln relevanter Dokumente und Informationen eingeleitet werden, da es erheblich schwerer ist, solche Informationen rückwirkend vollständig zu erfassen. Experten aus dem Forensic-Services-Team von PwC begleiten Unternehmen dabei technologiegestützt und mit dem Einsatz digitaler Lösungen, sowohl beim Handling und der Quantifizierung ihrer Schadenersatzansprüche als auch bei der Abwehr der Ansprüche ihrer Geschäftspartner.

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Jan Joachim Herrmann
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2. Neuausrichtung Produkt & Wertschöpfungsketten

COVID-19 bedeutet einen Stresstest für die globalen Lieferketten von Unternehmen. Denn vieles ist kaum oder schwer planbar, weshalb Produkt- und Wertschöpfungsketten oft neu aufgestellt werden müssen, um operativ zu funktionieren. Der Blick auf die Lieferantenseite – Stichwort: Lieferfähigkeit, Verfügbarkeit von Rohstoffen, personelle Kapazitäten und vieles mehr – ist dabei genauso relevant wie der auf politische Regelungen, die Auswirkungen auf Lieferketten haben. Dazu gehören zum Beispiel verstärkte Grenzkontrollen. Gefragt sind nun Strukturen, die kurzfristige Maßnahmen ermöglichen und gleichzeitig Erkenntnisse für die künftige Ausrichtung aufzeigen. Möglich wird das durch eine systematische Risikobewertung der Supply Chain – und zwar „end-to-end“ über alle Bereiche (Planung, Einkauf, Produkt, Vertrieb) hinweg sowie die Identifikation potenzieller Risiken hinsichtlich Nachfrage, Rohmaterialien, Arbeitskräften und Infrastruktur.

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3. Technologie-Resilienz

In der Krise gewinnt die technologische Basis einer Supply Chain enorm an Bedeutung - denn Technologien wie Big Data, Künstliche Intelligenz (KI) oder Blockchain ermöglichen Transparenz, hochwertige und schnell verfügbare Forecasts und autonome Unterstützungshilfen, um die richtigen Maßnahmen einzuleiten. Dabei sind vor allem eine gut aufgestellte Datenbasis (Data Network), leistungsstarke Supply-Chain-Plattformen und Advanced-Analytics-Plattformen von Relevanz. Spätestens nach einer Krise ist der richtige Zeitpunkt, um eine technologische Vision für die gesamte Wertschöpfungskette zu entwickeln, damit Lieferketten zu einem autonom funktionierenden Netzwerk werden können.

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