Durch Planung erfolgreich agieren: Wie Business Analytics die Unternehmenssteuerung verändert

13 Oktober, 2015

Unternehmen leiden heute unter heftigen Konjunkturschwankungen, schnellen Produktzyklen und unsteten Rohstoffpreisen. Hierauf müssen sie schnell reagieren und ihre Planung anpassen. Business Analytics liefert ihnen die aussagekräftigen Daten, die schnelllebige Märkte berechenbarer machen. Dabei kommt es mehr denn je auf die Genauigkeit von Prognosen, auf den durch sie vermittelten Erkenntnisgewinn und auf ihre Flexibilität an.

Der Schlüssel dazu ist aus unserer Sicht die konsequente Verzahnung der Informations- und Planungssysteme in die Unternehmenssteuerung sowie die kontinuierliche Verbesserung der involvierten Methoden und Werkzeuge. Als Experten in den Bereichen Planungs- und Forecast-Prozesse beraten wir unsere Kunden in der Optimierung ihrer Performance-Management-Prozesse. Unser ganzheitlicher Ansatz reicht von der strategischen und operativen Planung, Budgetierung und Forecasts bis hin zum Reporting und der Umsetzung relevanter Maßnahmen im operativen Tagesgeschäft. Ziel ist es, die Qualität der Ergebnisse und damit die Steuerbarkeit des Unternehmens zu verbessern.

Darüber hinaus sind wir durch die Verknüpfung von IT-Kompetenzen mit betriebswirtschaftlicher Beratungskompetenz in der Lage, praxisgerechte Lösungen zu entwickeln, die dem neuesten technologischen Stand entsprechen und entscheidende Wettbewerbsvorteile zu realisieren. Dabei diskutieren wir mit unseren Mandaten auch Szenarien, wie sich neue digitale Technologien in der Unternehmenssteuerung nutzen lassen. 

Trends, welche die Unternehmungsplanung umwälzen

Big Data beispielsweise ermöglicht es, enorm große und unstrukturierte Datenmengen zu verarbeiten. In Bezug auf Planung bedeutet das reichhaltigere und besser nutzbare Informationen – eine so große Informationsbasis war vormals nicht möglich. Damit lassen sich beispielsweise historische Produktdaten heranziehen, um vor der Entwicklung eines ähnlichen Produkts hochzurechnen, ob sich die Markteinführung auszahlt. Das reduziert das Risiko von Fehlinvestitionen erheblich, so die Resonanz unserer Anwender.

Analytics in der operativen Planung eröffnet die Möglichkeit, Zukunftsszenarien vorwegzunehmen und sich auf diese einstellen zu können. Nicht auf die Ereignisse warten und sich von ihnen überraschen lassen, sondern aktiv agieren und vorab notwendige Aktionen zum richtigen Zeitpunkt planen, wird zum entscheidenden Vorteil.

Im Kontext dessen ermöglicht In-Memory-Computing, ganze Datenbanken im Arbeitsspeicher zu halten. Hierdurch lassen sich selbst komplexe und datenintensive Funktionen wie beispielsweise in Echtzeit kalkulieren, Anpassungen auf Summen rechnen sich in wenigen Sekunden auf die unterste Detailtiefe herunter. 

Hoher Detailgrad stärkt die operative Planung

Unternehmen, die bereits das Potential erkannt haben und  Big Data zusammen mit In-Memory nutzen, planen ihre Ziele nicht mehr nur deterministisch als festen Punkt in die Zukunft – etwa: bis Juli nächsten Jahres erhöhen wir den Umsatz um 7 Prozent –, sondern reichern ihre Simulationen mit Wahrscheinlichkeiten an. Je nach Branche beziehen sie Rohstoff- und Währungsrisiken ein oder die volkswirtschaftliche Entwicklung bestimmter Regionen.

Diese Simulationen zeigen schließlich zielgerichtete Maßnahmen auf, um künftigen Marktanforderungen gerecht zu werden, und leisten Hilfestellung bei operativen Entscheidungen. Auf dieser Basis fällen Unternehmen heute deutlich mehr Entscheidungen als früher, sie werden handlungsfähiger.

Risiko einbeziehen mit Predictive Planning

Die Möglichkeit, die Planung eines Zielwertes auf einen Zielkorridor zu erweitern, birgt großes Potential. Wir rechnen damit, dass daraus in naher Zukunft ein neuer Zweig der Unternehmensplanung entstehen wird: Predictive Planning. 

Eine Anwendung hierfür stellt die risikoadjustierte Planung dar, die PwC bereits in einem Proof of Concept mittels In-Memory-Technologie umgesetzt hat. Dabei werden Informationen aus dem Risikomanagement in die Planung gegeben und diese damit adjustiert. Mit Monte-Carlo-Simulationen lässt sich dann eine große Anzahl von Szenarien abbilden und mit Hilfe von Verteilungen visualisieren.

Damit erhalten Unternehmen eine höhere Aussagekraft im Planungsprozess. Zudem fokussiert Predictive Planning die Aufmerksamkeit des Managements auf Bereiche mit großem Steuerungsbedarf. Wir sind überzeugt: Diese Verzahnung von Planung und Risikomanagement vereinfacht die Einschätzung künftiger Chancen und Risiken signifikant.

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Nico Reichen

Nico Reichen

Partner und Data & Analytics Leader, PwC Germany

Tel.: +49 203 3175-123

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