CO2-Strompreiskompensation (SPK) – Beihilfe für stromintensive Industrien

19 März, 2019

Die EU-Kommission ermöglicht die Gewährung von Beihilfen für indirekte CO2-Kosten im Strompreis – die Bundesregierung hat die Beihilfe in nationales Recht umgesetzt. Ob Ihr Unternehmen antragsberechtigt ist erfahren Sie bei uns. Eine schnelle und einfache Einschätzung Ihrer potentiellen Einsparungen ermöglicht unser SPK-Rechner.

Bestimmte stromintensive Industrien können zwischen 2013 und 2020 (Verlängerung äußerst wahrscheinlich) eine Kompensation für indirekt gezahlte CO2-Kosten erhalten. Bei diesen indirekten CO2-Kosten handelt es sich um Kosten aus dem europäischen CO2-Emissionshandel, die i.d.R. über den Strompreis auf die Verbraucher gewälzt werden. Die zugrundeliegende Leitlinie der EU-Kommission soll einerseits eine Verlagerung von CO2-Emissionen (sog. Carbon Leakage) in das nicht-europäische Ausland verhindern, sowie andererseits die Wettbewerbsverzerrung auf ein Minimum begrenzen.

In Deutschland wird die Leitlinie nahezu unverändert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) umgesetzt. Die zuständige Behörde ist die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt), die Kompensation wird in Form einer Beihilfe gewährt. Insgesamt kommen für diese Beihilfe etwa 400 antragsberechtigte Unternehmen in der Grundstoffindustrie für Aluminium-, Stahl-, Papier- und Chemieprodukte, sowie weitere verarbeitende Unternehmen wie bspw. Hersteller von Düngemitteln oder Zellstoffen, in Frage.

Die Besonderheit bei der sog. Strompreiskompensation ist dabei, dass die Beihilfe nicht auf Ebene der Unternehmen gewährt wird, sondern für Anlagen der Unternehmen, auf denen beihilfefähige Produkte hergestellt werden. Zudem müssen sich die entsprechenden Anlagen auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland befinden und das Unternehmen darf sich nicht in einem Insolvenzverfahren befinden.

Quoten oder Schwellenwerte der Leitlinie müssen für die Beihilfe nicht erfüllt werden: sofern ein Unternehmen eines der in der Anlage dargestellten Produkte herstellt, ist der elektronische Antrag für das jeweils abgelaufene Kalenderjahr bei der DEHSt in der Zeit vom 1. März bis zur Antragsfrist am 31. Mai des auf das abgelaufene Kalenderjahr folgenden Jahres (Ausschlussfrist) möglich.

Die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) ist im Rahmen der Antragstellung sowohl Ihr Ansprechpartner für die Durchführung der durch den Verordnungsgeber vorgesehenen Prüfung als auch für die entsprechende Beratung Ihres Unternehmens im Beantragungsprozess.

Um anspruchsberechtigt zu sein, sollten Sie Ihren Stromliefervertrag auf den explizit durch die Leitlinie geforderten, separaten Ausweis der CO2-Kosten überprüfen. Auch für Sachverhalte mit Stromeigenerzeugung und CO2-Kostenbelastung ist die Strompreiskompensation grundsätzlich möglich.

Mit unserem SPK-Rechner können Sie schnell und einfach herausfinden, ob Ihr Unternehmen für die staatlich gewährte Beihilfe in Frage kommen kann und Ihre möglichen Einsparungen indikativ berechnen: Sie benötigen hierfür zunächst nur Ihre Wirtschaftszweigklasse und Ihren jährlichen Stromverbrauch. Diese Berechnung stellt lediglich eine Hilfe dar und ersetzt keine fachliche Beratung.

Sprechen Sie uns gerne an!

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