Smart Meter

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Ralf Kurtz

Ralf Kurtz
Smart Meter-Experte bei PwC
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Den veränderten Messstellenbetrieb meistern

Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende verändert den Messstellenbetrieb nachhaltig. Die aus dem Gesetz hervorgegangenen Rollen des grundzuständigen und des wettbewerblichen Messstellenbetreibers stehen vor unterschiedlichen Herausforderungen. Der grundzuständige Messstellenbetreiber muss insbesondere den Technologie- und den Erlösstrukturwechsel gestalten. Erfolgskritisch dabei sind seine eigenen Prozesse und Systeme. Ein zweiter kritischer Faktor ist die Beschaffung von Dienstleistungen am Markt und ihre Integration in den Gesamtprozess.

Die Position des wettbewerblichen Messstellenbetreibers im liberalisierten Strom-Messwesen wird durch das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende deutlich gestärkt und bietet Chancen für den Vertrieb der Energieversorger – auch durch neue Geschäftsmodelle rund um die modernen Messeinrichtungen. Es bestehen aber auch Risiken, da Investitionen in den intelligenten Messbetrieb über die entsprechenden Produkte refinanziert werden. Hat sich ein Vertrieb für ein Engagement als wettbewerblicher Messstellenbetreiber entschieden, muss er sich Fragen wie diese stellen:

Wie kann ein neues Geschäftsfeld rund um moderne Messeinrichtungen erfolgreich werden? Wie sieht ein tragfähiges Produkt- und Dienstleistungsportfolio aus, das die Verbraucher goutieren? Welche Umsetzungsvarianten insbesondere aus IT-Sicht gibt es?

Den Messstellenbetrieb optimal umsetzen und neue Geschäftsfelder erschließen

Zertifizierung des ersten Smart Meter-Gateways - ein Meilenstein

Ein Meilenstein für die weitere Entwicklung der Prozesse, Systeme und Schnittstellen zu Dienstleistern war die Zertifizierung des ersten Smart Meter-Gateways im Dezember 2018. Spätestens mit der Zertifizierung weiterer Smart-Meter-Gateways und der damit verbundenen Markterklärung steigt der Handlungsdruck bei den grundzuständigen Messstellenbetreibern. Die Markterklärung ist der Startschuss für den gesetzlichen Rollout von intelligenten Messsystemen und somit zur Umsetzung der neuen Prozesse für die Beschaffung, Installation, Inbetriebnahme und den Regelbetrieb im Rahmen der Rollout-Strategie. Infolge der gesetzlich geforderten Vorankündigung für den verpflichtenden Einbau des Smart Meter-Gateway ist auch ein Anstieg der Nachfrage nach Produkten des wettbewerblichen Messstellenbetreibers zu erwarten.

Seit Jahren steigt die Anzahl dritter (wettbewerblicher) Messstellenbetreiber. Diese bieten bereits Lösungen für bestimmte Kundengruppen an – auch ohne zertifizierte Gateways. Mit der Standardisierungsstrategie des BSI und BMWi wurde die Stellung des Smart Meter-Gateways für künftige digitale Geschäftsmodelle der Energiewirtschaft manifestiert. Energieversorger sollten sich mit dieser Technologie auseinandersetzen und Geschäftsmodelle rund um die intelligenten Zähler entwickeln. Künftig wird die Energielieferung an Verbraucher nicht mehr alleine im Mittelpunkt stehen, sondern lediglich Teil eines ganzheitlichen Produktes rund um intelligente Stromzähler sein. Dies erfordert eine Anpassung bestehender Geschäftsmodelle, mehr Technologiekompetenz und neue Prozesse, um komplexere Produkte effizient und kundenorientiert zu vermarkten.

Hochqualifizierte PwC-Beratung für gMSB und wMSB

Seit Jahrzehnten ist PwC ein gefragter Beratungspartner für Netzbetreiber und Energielieferanten in Deutschland. Wir haben die Energiewende von Anfang an begleitet, kennen den Markt für Strom und andere Energiequellen, seine Geschäftsmodelle und die gestaltenden „Köpfe“. Das PwC Energy-Team arbeitet interdisziplinär und perfekt vernetzt, um Ihnen als Kunden alle Lösungen „aus einer Hand“ zu bieten. Diese Vorteile schätzen unsere Kunden auch im Smart Meter-Bereich. Das PwC-Lösungsangebot im Zusammenhang mit intelligenten Messsystemen für grundzuständige und wettbewerbliche Messstellenbetreiber umfasst beispielsweise folgende Leistungen:

Lösungsangebot für gMSB und wMSB

  • Beratung zur strategischen Ausrichtung des gMSB und wMSB
  • Szenariobasierte Wirtschaftlichkeitsberechnungen inkl. Kerngeschäft-Auswirkungen
  • Make or buy-Betrachtungen unter Berücksichtigung von Marktbenchmarks
  • Betrachtung unterschiedlicher IT -Betriebsmodelle (z. B. on premise, SaaS, …)
  • Berücksichtigung von Rollout-Taktiken, u. a. progressiver vs. degressiver Rollout
  • Roadmap für Geschäftsmodellumsetzungen für gMSB und evtl. wMSB

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Spezifische Beratungsleistung für den gMSB

  • Ausprägung der Aufgaben des MSB lt. § 3 Abs. 1 MsbG (Einbau, Wartung, Datenübertragung, SMGW, Entflechtung etc.)
  • Optimierung der regulatorischen Rahmenbedingungen infolge des Wegfalls konventioneller Zählpunkte und der Auswirkung auf das Regulierungskonto
  • Optimierung bei der Entflechtung des iMSB vom kMSB (u. a. Kostenzuordnungen und Schlüsselungen)
  • Rechtskonforme Ausweisung von Zusatzleistungen
  • Rechtskonforme Abwicklung der Transparenz- und Veröffentlichungspflichten (u. a. Inhalte für die Kundenkommunikation, z. B. 3-Monats-Anschreiben, Datenschutzerklärung)
  • Optimierung der Rollout-Planung (Szenariobasierte Rollout-Planung und toolgestützte Optimierung verschiedener Einflusskriterien auf die Rollout-Planung)
  • Unterstützung bei der Implementierung von Prozessen, IT-Anpassungen bzw. neuen IT-Lösungen sowie Technologieauswahl

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Spezifische Beratungsleistung für den wMSB

  • Entwicklung einer Go-to-Market-Strategie für den wettbewerblichen Messstellenbetreiber (u. a. Definition der Value Proposition, Zielkundensegmentierung, Marketingmaterialien, Kundeninterviews, Vertriebskanäle und Multiplikatoren)
  • Identifikation und Bewertung der erforderlichen Fähigkeiten für die neuen Geschäftsmodelle und Unterstützung bei der Make-or-Buy-Entscheidung
  • Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Kooperationspartner oder Dienstleister für die neuen Geschäftsmodelle
  • Ausprägung von Soll-Prozessen und Anpassung bestehender Organisationsstrukturen (z. B. Service Center wMSB, Zusammenarbeitsmodell zwischen gMSB und wMSB)
  • Anpassung bestehender IT-Strukturen und Auswahl neuer IT-Lösungen inkl. Implementierung
  • Entwicklung neuer segmentspezifischer Lösungen, z. B. für die Wohnungswirtschaft (Multi-Sparten-Metering, Leerstandsmanagement, Quartierskonzepte)
  • Aufbau technischer Kompetenzen für komplexe Produktlösungen
  • Anpassung der Vertriebsstrategie und Vertriebsinstrumente auf neue ganzheitliche Lösungsansätze und komplexe Produkte
  • Aufbau eines agilen Mindsets für interdisziplinäre Arbeitsweisen und branchenübergreifende Lösungen
  • Aufbau erforderlicher Fähigkeiten für agile und kundenorientiere Produktentwicklung (u. a. Design Thinking, Kanban, Scrum, Scrumban)
  • Aufbau agiler Organisationsstrukturen

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Smart Meter-Infrastruktur ermöglicht neue Wertschöpfungsmodelle

Der Wettbewerb um die digitale Kundenschnittstelle am Stromzähler läuft

Viele Energieversorger müssen sich als wMSB positionieren, um ihre Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen. Die Smart Meter-Infrastruktur ermöglicht viele neue Mehrwertprodukte für Verbraucher. Dazu gehören zeit- und lastvariable Tarife, Energievisualisierung und -monitoring sowie Anlagensteuerung. Und eine digitale Plattform, die eine kundenfreundliche Bündelung aller Angebote rund um moderne Messeinrichtungen ermöglicht.

Besonders für die Wohnungswirtschaft bietet diese Bündelung Mehrwert. Hier stehen neben dem Kundenwunsch nach einer integrierten Energieabrechnung insbesondere Energieeffizienz, auch ein niedrigerer Stromverbrauch, und Prozessautomatisierung im Fokus. Durch eine Multi Metering-Plattform, also einer skalierbaren Datenbank für Stamm- und Bewegungsdaten, können Netzbetreiber und andere Unternehmen viele weitere Mehrwerte für Verbraucher realisieren. Dazu zählen Mieterstrommodelle, Prozessautomatisierung bei Störmeldungen und Mieterwechseln sowie nachhaltige und effiziente Energienutzung.

Nach unserer Projekterfahrung sind drei Erfolgsfaktoren für die Einführung neuer und innovativer Produkte rund um intelligente Messsysteme in Kombination mit dem wMSB zentral. Der erste ist die Bündelung der Synergien (u. a. Prozesse, IT-Systeme) zwischen dem gMSB, dem wMSB und dritten Partnern. Eine effiziente Organisation und eine über verschiedene Schnittstellen integrierte, leistungsfähige IT-Landschaft muss hier das Ziel sein. Der zweite Erfolgsfaktor ist eine kundenorientierte, agile Produktentwicklung und -einführung. Ihr Vorteil: Kundenfeedback kann in der Entwicklung intelligenter Messsysteme schnell berücksichtigt und die 'time to market' beschleunigt werden. Der dritte Erfolgsfaktor ist der kulturelle Wandel im Anbieter-Unternehmen (u. a. vom austauschbaren Gebrauchsgutlieferanten zum innovativen Full-Service-Dienstleister), welcher mit neuen Kompetenzen (z. B. neuen Technologien) verbunden ist.

„Die Bedeutung moderner Messeinrichtungen für eine erfolgreiche Energiewende ist hoch. Und ebenso hoch ist die Bedeutung des Einbaus der Smart Meter für die Zukunftsfähigkeit der Energieunternehmen.“

Ralf Kurtz,Smart Meter-Experte bei PwC

Sie haben Fragen? PwC antwortet Ihnen

  1. Möchten Sie sich einen Überblick über den Markt für intelligente Stromzähler verschaffen?
  2. Suchen Sie Smart Meter-Strategien, die zu Ihrem Unternehmen passen?
  3. Wünschen Sie sich kompetente Unterstützung bei der Umsetzung für Strategien rund um intelligente Stromzähler?
  4. Wollen Sie Kontakte zu potenziellen Geschäftsmodell-Partnern knüpfen?
  5. Legen Sie Wert auf einen interdisziplinären und erfahrenen Beratungspartner für Ihre intelligenten Messsysteme?

PwC unterstützt Sie dabei, erfolgreiche Strategien rund um intelligente Messeinrichtungen zu erarbeiten und umzusetzen, geeignete Partner zu finden und dabei stets die regulatorischen Vorgaben zu beachten. Möchten Sie mehr darüber wissen? Informieren Sie sich bei unseren Experten, wie sie Sie unterstützen können.

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