Biometrische Authentifizierungsverfahren

Banking: Wachsendes Vertrauen in biometrische Authentifizierungsverfahren insbesondere bei jüngeren Nutzern

Beim Online-Banking oder in Mobile-Banking-Apps auf dem Smartphone nutzen die Deutschen immer häufiger biometrische Authentifizierungsverfahren. Insbesondere bei jüngeren Nutzern zwischen 18 und 29 Jahren gehört das Einloggen per Fingerabdruck oder Gesichtsscan zunehmend zum Alltag. Dies ist eines der Kernergebnisse der repräsentativen PwC-Umfrage „Biometrische Authentifizierungsverfahren“, bei der 1000 Bürger ab 18 Jahren befragt wurden. Die Befragung zeigt auch: Das Vertrauen in die Biometrie ist insgesamt bereits relativ groß, und Sicherheit vor Fälschungen, Einzigartigkeit in Bezug auf abgefragte Merkmale sowie Komfort sind für Anwender die wichtigsten Kriterien bei den biometrischen Verfahren.

„Klassische Filialbanken müssen ihre Angebote um biometrische Verfahren erweitern, um insbesondere für junge Kunden attraktiv zu bleiben. Fingerabdruck und Gesichtsscan werden schon bald genauso Standard sein, wie es heute die TAN im Online-Banking ist.“

Maximilian Harmsen, Digital Payments Lead bei PwC Financial Services Deutschland

Die Ergebnisse im Überblick

Jüngere erledigen Bankgeschäfte zunehmend per Fingerabdruck

Biometrische Verfahren finden vor allem bei jüngeren Nutzern großen Zuspruch: Vier von zehn der Befragten zwischen 18 und 29 Jahren haben sich bereits per Fingerabdruck beim Online-Banking angemeldet oder über eine App Bankgeschäfte erledigt. Die Nutzung der Biometrie auf Smartphone, Tablet & Co. ist allerdings umso geringer, je älter die Befragten sind: Während bei den 30- bis 39-Jährigen immerhin noch knapp ein Viertel (23 Prozent) schon einmal den eigenen Fingerabdruck für das Online-Banking genutzt hat, sind es bei den 40- bis 49-Jährigen nur noch 17 Prozent. Bei der Genration „60+“ ist das System kaum verbreitet: Lediglich 4 Prozent nannten die Nutzung des Fingerabdrucks.

Biometrische Verfahren über Altersklassen

Die Befragung ergab darüber hinaus, dass Männer die Fingerabdruck-Biometrie fast doppelt so häufig nutzen wie Frauen (21 gegenüber 11 Prozent). Ein weiteres auffälliges Ergebnis: Die Gesichtsfelderkennung wird beim Online-Banking und anderen Anwendungen im Vergleich zum Fingerabdruck deutlich seltener verwendet. Selbst bei den Jüngeren, die generell aufgeschlossener für biometrische Verfahren sind, haben lediglich 11 Prozent dieses System schon mindestens einmal genutzt.

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Relativ großes Vertrauen in die Sicherheit biometrischer Verfahren

Zu vermuten ist, dass die biometrischen Authentifizierungsverfahren in den nächsten Jahren zunehmend zum Standard werden und die Verwendung eines Passworts beim Mobile Banking mehr und mehr ablösen. Denn mehr als die Hälfte (63 Prozent) der Befragten glaubt, dass die in Apps verwendeten Technologien „sehr sicher“ (29 Prozent) bzw. „eher sicher“ (34 Prozent) sind. Das größte Vertrauen in die Verfahren haben Kunden von Direktbanken: 42 Prozent von ihnen geben an, dass sie die Methoden als „sehr sicher“ ansehen. Insgesamt sind die Bedenken in pucnto Sicherheit recht gering: Nur 16 Prozent der Befragten halten die Verfahren für „eher unsicher“, „sehr unsicher“ antworteten lediglich 3 Prozent der Befragten aller Altersgruppen.

Unabhängig von der Art der Nutzung – ob Online-Banking, Zugangskontrolle oder mobiles Bezahlen an der Ladenkasse – ist der Fingerabdruck das subjektiv sicherste Verfahren: 37 Prozent der Befragten äußerten sich so. Dem Iris-Scan vertrauen demgegenüber nur 20 Prozent, und die Erkennung über Sprache oder Puls- oder Herzschlag halten die wenigsten für sicher (je 1 Prozent).

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Fälschungssicherheit, Einzigartigkeit und Komfort sind die wichtigsten Aspekte

Befragt nach den Aspekten, die ihnen bei der Biometrie am wichtigsten sind, nannten die Umfrageteilnehmer Fälschungssicherheit am häufigsten: 69 Prozent war dieser Gesichtspunkt „sehr wichtig“, 24 Prozent fanden ihn „eher wichtig“ (gesamt: 93 Prozent). Ebenfalls zu insgesamt mehr als 90 Prozent eher oder sehr wichtig fanden die Befragten die Einzigartigkeit ihrer biometrischen Merkmale – also dass die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass eine andere Person dieselben Merkmale aufweist. Komfort und Nutzerfreundlichkeit von Apps & Co. gehören mit zusammengenommen 89 Prozent ebenfalls zu den wichtigsten Aspekten.

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Maximilian Harmsen

Digital Payments Lead, Financial Services, PwC Germany

Tel.: +49 8957 906402

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