PwC FinTech Report: Finanzindustrie macht Ernst bei Blockchain

06 April, 2017

1.300 Teilnehmer, 45 Länder, 1 Report: die neue globale FinTech-Studie von PwC. Hier im Fokus: Blockchain.

Blockchain ist schon lange kein Fremdwort mehr in der Finanzbranche. Für Führungskräfte von FinTechs und etablierten Häusern rückt ein flächendeckender Einsatz der revolutionären Technologie bereits spürbar in Nähe. So legten im vergangenen Jahr die Investitionen in Blockchain-Start-ups erneut deutlich zu.

„Es hat den Anschein, dass die Finanzindustrie nur auf den ersten überzeugenden Anwendungsfall von Blockchain wartet. Sobald dieser kommt, kann es sehr schnell gehen. Dann dürfte ein Wettrennen um den Platz des ersten ‚fast follower‘ starten.“

Dr. Thomas Schönfeld, Leader Blockchain bei PwC Deutschland

Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Führungskräfte, die PwC für die neue FinTech-Studie weltweit befragt hat, hält eine Integration von Blockchain in die Produktionssysteme oder Geschäftsprozesse ihrer Institute bis Ende nächsten Jahres für sehr wahrscheinlich. In Deutschland rechnen damit 62 Prozent der Befragten. Bis 2020 erwarten 77 Prozent der Befragten auf internationaler Ebene einen Einsatz von Blockchain.

  • Das Verständnis für die Technologie wächst. Der globalen Erhebung zufolge sind 24 Prozent der Entscheider bei FinTechs und etablierten Häusern mittlerweile mit dem Thema vertraut. Ein Jahr zuvor waren es noch 17 Prozent.
  • Erste erfolgreiche Tests liegen vor. 20 Prozent der deutschen Umfrageteilnehmer experimentieren in ihren Häusern mit der Technologie. In einigen Bereichen wird sie auch schon erfolgreich eingesetzt. So wickelte im Jahr 2016 eine führende europäische Bank den Zahlungsverkehr zweier Klienten grenzüberschreitend über eine Blockchain ab.
  • Den größten Nutzen sehen die weltweit Befragten des FinTech-Reports in den Bereichen Zahlungsverkehr (55 Prozent), Geldtransfer (50 Prozent) und Digitales Identitätsmanagement (46 Prozent). In Deutschland wird auch die Handelsfinanzierung häufig genannt (47 Prozent). Versicherer interessieren sich für die Möglichkeiten, Schadenersatzansprüchen mithilfe einer Blockchain festzulegen. Für Banken liegen die größten Potenziale in der Verbesserung der Informationssicherheit sowie bei der Vermeidung, Aufdeckung und Analyse von Betrugsfällen.
  • Größte Risiken für den Einsatz der Technologie sind laut Studie regulatorische und rechtliche Unsicherheiten.
  • Blockchain ist bei den meisten Finanzdienstleistern nicht Teil der Strategie. Das erklären 38 Prozent der Befragten weltweit. In Deutschland beträgt der Anteil 31 Prozent.

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Dr. Thomas Schönfeld
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