Rückblick: Blockchain Roundtable 2017

11 April, 2017

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So revolutionär wie das Internet, das könnte die Blockchain-Technologie sein. Doch wie funktioniert eine Blockchain? Und welche Anwendungsfälle sind heute schon in der Praxis bekannt? Das hat PwC zusammen mit drei Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft beim Blockchain Executive Roundtable am im März 2017 in Frankfurt untersucht.

 

Quelle: Blockchain in Financial Services, PwC, 2017

 

Als Gastredner begrüßte PwC Dr. Udo Milkau, CDO der DZ Bank, Florian Glaser von der Uni Frankfurt und Oliver Nägele, Gründer und CEO von Blockchain Helix.

Zum Auftakt warfen die Teilnehmer des Roundtables gemeinsam einen Blick auf den Status Quo der Blockchain-Implementierung bei deutschen Banken. Dr. Thomas Schönfeld und Dr. Christoph Seebach, Blockchain Experten bei PwC, stellten hierfür ihre aktuelle Studie „Blockchain in Financial Services 2017“ vor, der zufolge Banken in Deutschland die Relevanz von Blockchain zwar anerkennen, aktuell jedoch nur wenig in die Geschäftsstrategie einbeziehen. Die Technologie und die darauf aufbauenden Anwendungen befinden sich den Experten zufolge noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium.

Dr. Udo Milkau ging anschließend näher auf Funktionalität und Technologie der Blockchain ein. Für ihn ist nicht die Technologie das Besondere an der Blockchain Idee, sondern der spieltheoretische Ansatz, der unter den Nutzern Anwendung findet. Die Technologie bestehe zunächst einmal nur aus verteilten Datenbanksystemen, die mittels eines „distributed ledger“ den Anwendern zur Verfügung gestellt würden. Die Nutzer hingegen stellten Rechnerkapazitäten und jederzeitige Transparenz über ihre Transaktionen der Gemeinschaft zur Verfügung und profitierten wiederum von diesen. Besonders prominent sähe man dies am Beispiel von Bitcoin, welche diese Idee auf Electronic Cash anwendet. Weitere Anwendungsfälle, die stark davon profitieren, dass verteilt gehaltene Daten nicht manipulierbar und nicht zerstörbar seien, gebe es aber zahlreiche, z.B. im Bereich der Datensicherheit.

Florian Glaser wiederum wies in seinem Vortrag auf die Skalierbarkeit von Blockchain-Anwendungen hin. Denn Unternehmen müssen nicht zwangsläufig vollständige Prozesse über eine Blockchain abbilden. Sondern sie können auch Teilschritte ausgliedern, außerhalb der Blockchain umsetzen und anschließend wieder eingliedern.

Oliver Nägele beschrieb anschaulich einen spezifischen KYC („know our customer“) Use Case. In diesem Bereich könnte beispielsweise die Identitätsbestätigung eines Kunden künftig unfälschbar und unauslöschlich in einer Blockchain abgebildet werden – und zwar einmalig, für alle Finanzdienstleister. Verifikationsprozesse würden so erheblich vereinfacht.

Auch im Bereich Regulierung und Compliance sind Anwendungsfälle rund um Identifikation, Datensicherheit oder auch Anti-Geldwäsche denkbar, wie Sascha Demgensky, Senior Manager bei PwC, zum Abschluss der Veranstaltung festhielt.

Das Thema Blockchain wird die Finanzindustrie künftig noch deutlich stärker beschäftigen als heute. Sind Sie von der Technologie genauso fasziniert wie wir? Dann laden wir Sie sehr herzlich zu unseren künftigen Blockchain Veranstaltungen ein. Melden Sie sich gerne bei Dr. Thomas Schönfeld.

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Dr. Thomas Schönfeld
Leader FS Blockchain, PwC Germany
Tel.: +49 69 9585-6337
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