Emissionsmarkt Deutschland: Anleger halten ihre Portemonnaies geschlossen

26 September, 2012

Trotz sinkender Volatilität an den Kapitalmärkten bleiben Initial Public Offerings (IPOs) in Deutschland auch im dritten Quartal des Jahres 2012 dünn gesät, zeigt die PwC-Studie "Emissionsmarkt Deutschland Q3 2012": Nur fünf IPOs waren zu verzeichnen, zwei davon waren reine Transfers ohne öffentliches Angebot. Auch das Volumen der Anleiheemissionen verharrt auf moderatem Niveau, allerdings mussten Emittenten Anlegern durchschnittliche Zinskupons über 3,64 Prozent anbieten, das sind 0,4 Prozentpunkte mehr als in den drei Monaten zuvor.

"Anleger halten sich mit Investments spürbar zurück", kommentiert Christoph Gruss, Partner im PwC-Bereich Capital Markets & Accounting Advisory Services. Die von den Investoren geforderten Preisabschläge machen den Schritt aufs Börsenparkett für Emittenten wenig attraktiv, erklärt Gruss.

Der Volatilitätsindex Vdax ist zwar im dritten Quartal 2012 weiter gefallen, aber das notwendige Zutrauen scheinen die Investoren noch nicht gefasst zu haben. "Wie bei der Erstemission von Aktien verkaufen sich auch Anleihen augenscheinlich nach wie vor schwer.

PwC-Kapitalmarktexperte Christoph Gruss

Die Emission von Anleihen deutlich steigern konnte die Börse Frankfurt. Mit einem Zuwachs von fast zehn auf nun rund 30 Milliarden Euro führt Frankfurt beim Emissionsvolumen vor dem zweiten wesentlichen Handelsplatz Düsseldorf, wo sich das Emissionsvolumen von 12,6 auf über 25 Milliarden Euro fast verdoppelt hat. Eingebrochen ist hingegen das Segment der Mittelstandsanleihen: Deutschlandweit wurden im dritten Quartal 2012 lediglich Anleihen im Wert von 105 Millionen Euro emittiert – nach 288 Millionen Euro in den drei Monaten zuvor.

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