Reporting 5.0: KI revolutioniert das Reporting

13 November, 2018

Roland Werner, Head of Finance Innovation Lab
bei PwC Deutschland, im Kurzinterview. 

Das Reporting der Zukunft ist standardisiert und bedient dennoch die individuellen Bedürfnisse seiner Nutzer. PwC launcht mit „Reporting 5.0“, eine App-basierte Reportinglösung, die durch maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz (KI) Zeit- und Budgetersparnisse bringt.


Video-Reihe  „Reporting 5.0“

In Unternehmen werden hunderte bis tausende Einzelreportings jährlich erstellt. Besonders die dafür notwendige Datenerfassung und - aufbereitung ist aktuell zeit- und kostenintensiv. Herr Werner, wie kann „Reporting 5.0“ den Reportingprozess verbessern? 

Reportings zeichnen sich durch große Datenmengen aus, die eine langwierige Erfassung bedeuten. Häufig sind diese Daten dann auch nicht relevant für den Empfänger, was zu zusätzlichem Rechercheaufwand führt. Daraus folgen Unzufriedenheit über die Informationsmasse und mangelnde Informationsqualität. 

Durch empfängerspezifische Reportings ist ein relevanterer Einblick in die unternehmerische Wertschöpfung möglich. Manager können so ihre Entscheidungen deutlich effizienter und sicherer treffen und Reportersteller sparen Zeit.

Damit könnte der Einsatz von Tools wie „Reporting 5.0“ nach unseren Schätzungen 10 bis 20 Millionen Euro pro Unternehmen pro Jahr an Kosten einsparen. 

Wie genau können maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz den Reportingprozess unterstützen? 

KI hilft dabei, Reportings intelligenter und interaktiver zu machen. Sie erleichtert die Erstellung und schafft zusätzliche Möglichkeiten, wie der Empfänger den für sich maximalen Nutzen aus dem Reporting ziehen kann. Unsere Lösung „Reporting 5.0“ begleitet dabei nutzer-orientiert den gesamten Reportingprozess end-to-end.

So wird durch Eye-Tracking das Leseverhalten des Empfängers erfasst – das ermöglicht Rückschlüsse auf die individuellen Informationsbedürfnisse. Die Berichtsstruktur passt sich daraufhin fortlaufend an und der Nutzer findet die für ihn relevantesten Daten deutlich schneller. Bei Fragen zu den Inhalten kann ein Bot diese auf Basis eines Frage-Antwort-Baumes direkt beantworten. Zudem können – basierend auf internen und externen Daten – Szenarien simuliert und Forecasts erstellt werden. So lassen sich durch „Reporting 5.0“ zum Beispiel Produktionskosten bei steigenden Rohstoffpreisen ermitteln. Abgerundet wird unser Ansatz durch einen integrierten „digitalen Assistenten“, über welchen Meetings organisiert oder Aufgaben delegiert werden können.

Die KI setzt also an genau den Stellen an, an denen dem Menschen normalerweise Extraaufwand entstünde. So können sowohl Reportingersteller als auch -empfänger Zeit und Kosten sparen.

Denken Sie, dass Reporting 5.0 in Zukunft den Alltag der Controller bestimmen könnte? 

Wir entwickeln das Tool stetig weiter und beziehen immer wieder neue technologische Entwicklungen mit ein. Auf der SAP-Konferenz „Sapphire“ im Juni 2018 in Orlando haben wir gesehen, dass PwC damit einen wichtigen Baustein der digitalen Transformation adressiert. Das positive Feedback spricht dafür, dass die Zukunft des Controllings digital ist - und wir werden mit „Reporting 5.0“ dazu beitragen. 

Über Roland Werner

Roland Werner ist Head of Finance Innovation Lab bei PwC Deutschland und verfügt über mehr als 20 Jahre Berufserfahrung in verschiedenen Finanzfunktionen. Er ist seit 2008 Director und leitet des Weiteren die Bereiche Markets Development und Clients & Markets Controlling. Er verfügt über langjährige Erfahrung aus Projekten mit DAX30-Konzernen, sowie mittelständischen Unternehmen zu den Themen Technologie-Transformation, insbesondere im Bereich ERP, sowie in der Implementierung neuer Lösungen für Finanzfunktionen.

Contact us

Roland Werner

Head of Finance Innovation Lab, PwC Germany

Tel.: +49 69 9585-3158

Nico Reichen

Partner und Data & Analytics Leader, PwC Germany

Tel.: +49 203 3175-123

Follow us