BVE-PwC-Exportbarometer Mai 2017: Aufschwung trotz Brexits

07 Juni, 2017

Die verbesserte aktuelle Geschäftslage sorgt für ein positives Exportklima in der Ernährungsindustrie: Im Mai 2017 stieg der Saldo aus Geschäftslage und -erwartungen auf 44 Punkte und damit +8 Punkte mehr als im Vorjahresvergleich. Bei der Mehrzahl der Teilbranchen verbesserte sich das Exportklima gegenüber dem Vorjahr. Einzig die Exporteure von Bier, Backwaren und Öl zeigten sich pessimistischer.

Die wichtigsten Exportmärkte sind laut Einschätzung der Unternehmen derzeit die Niederlande, Frankreich, die Schweiz, Österreich, Italien, die USA und China. Zu diesen Ergebnissen kommt das Exportbarometer der deutschen Ernährungsindustrie, das PwC im Auftrag der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) erstellt.

Brexit hat negative Folgen für die Lebensmittelexporteure

Sorgen bereitet den Exporteuren indes der bevorstehende Brexit. In der aktuellen Befragung äußerten 49 Prozent der Unternehmen, dass sie negative Folgen des Brexits für die wirtschaftliche Entwicklung der Branche befürchten. 43 Prozent erwarten hingegen keinen Einfluss. Mit einem Exportvolumen von jährlich 4,2 Milliarden Euro ist das Vereinigte Königreich der fünftgrößte Absatzmarkt für die deutsche Ernährungsindustrie. Da allerdings nur knapp die Hälfte der Unternehmen überhaupt im Exportgeschäft mit Großbritannien aktiv ist, liegt der Anteil der UK-Exporte am Gesamtexport bei der Mehrheit der Teilbranchen und Unternehmen unterhalb von zehn Prozent. Um den UK-Markt für die Ernährungsindustrie weiterhin attraktiv zu halten, sehen rund drei Viertel der Exporteure einen zollfreien Marktzugang als wichtigstes Ziel bei den Austrittsverhandlungen. Die Branche bereitet sich jedoch ebenso darauf vor, auf alternative Märkte auszuweichen.

Alternative Märkte zum UK-Geschäft

Welche Märkte kommen für Ihre Branche/ Ihr Unternehmen alternativ zum UK-Geschäft in Betracht?

 

 

 

„Der Aufschwung im Exportklima der Ernährungsindustrie bestätigt einen Trend, der sich im vergangenen Jahr angedeutet hat. Trotz der positiven Stimmung sorgt der Brexit für Unsicherheit. Einige Branchen erwarten einen Rückgang ihrer Exporte ins Vereinigte Königreich. Sie werden sich alternative Absatzmärkte suchen, wovon neben dem EU-Ausland auch Deutschland profitieren könnte.“

Gerd Bovensiepen, Leiter des Bereichs Handel und Konsumgüter bei PwC in Deutschland und EMEA


Für das Exportbarometer wurden vom 18. April bis 19. Mai 2017 400 Geschäftsführer und Exportleiter nach ihrer Einschätzung der aktuellen Geschäftslage und der Erwartung für die kommenden sechs Monate befragt.

Contact us

Gerd Bovensiepen
Leiter des Bereichs Handel und Konsumgüter
bei PwC in Deutschland und EMEA
Tel.: +49 211 981-2939
E-Mail

Dr. Stephanie Rumpff

Tel.: +49 211 981-2118
E-Mail

Follow us