Modern Retail: Händler setzen mehr auf Modernisierung und Events in den Läden als auf kanalübergreifende Einkäufe

11 November, 2014

Um sich gegen die Konkurrenz aus dem Netz zu behaupten, investiert der stationäre Einzelhandel in neue Standorte in attraktiver Innenstadtlage. Knapp die Hälfte der Händler beobachtet jedoch, dass immer mehr Kunden in Online-Shops abwandern. Daraus ziehen viele noch nicht die logische Konsequenz: Nur 30 Prozent der stationären Einzelhändler betreiben einen Online-Shop. Eine gelungene Verknüpfung von online und offline sucht man im Einzelhandel meist noch vergeblich. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt die PwC-Studie „Modern Retail – Innovative Handelskonzepte im Fokus“.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Der Handel investiert in die Innenstadt: 71 Prozent der Händler haben bereits neue Standorte eröffnet oder planen dies konkret. Erste Wahl (51 Prozent) sind dabei Geschäfte in der A-Lage von Innenstädten.
  • Online-Shops sind noch keine Selbstverständlichkeit: 46 Prozent der Händler beobachten, dass immer mehr Kunden in Online-Shops abwandern. Allerdings betreiben lediglich 30 Prozent der Befragten einen eigenen Online-Shop, 15 Prozent planen dies.
  • Die Händler setzen auf ihre traditionellen Stärken: 78 Prozent der Händler investieren in die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter; 84 Prozent stecken Geld in die Renovierung und Modernisierung ihrer Läden.
  • Die Ansprüche der Kunden steigen: 82 Prozent der Händler geben an, dass die Ansprüche der Kunden an Modernität und Design der Läden steigen. 87 Prozent der Händler beobachten, dass ihre Kunden immer mehr Serviceleistungen und Events erwarten.
  • Der Handel unterschätzt die Bedeutung der Digitalisierung: Nur gut 40 Prozent der Händler gehen davon aus, dass ihre Kunden vor dem Einkauf Preise im Internet vergleichen; fast 80 Prozent der Konsumenten machen dies aber.
  • Kunden erwarten Verknüpfung von online und offline: Vier von fünf Verbrauchern ist es wichtig, online die Warenverfügbarkeit im nächstgelegenen Geschäft abfragen zu können. Diesen Service bieten jedoch nur zwei von fünf Händlern an.
  • Der Handel unterschätzt die Bedeutung der Digitalisierung: Nur gut 40 Prozent der Händler gehen davon aus, dass ihre Kunden vor dem Einkauf Preise im Internet vergleichen; fast 80 Prozent der Konsumenten machen dies aber.
  • Kunden erwarten Verknüpfung von online und offline: Vier von fünf Verbrauchern ist es wichtig, online die Warenverfügbarkeit im nächstgelegenen Geschäft abfragen zu können. Diesen Service bieten jedoch nur zwei von fünf Händlern an.
  • Bei Zusatz-Dienstleistungen klaffen Angebot und Nachfrage auseinander: 72 Prozent der Verbraucher finden das Angebot, sich die Einkaufstüten nach Hause transportieren zu lassen, attraktiv; den Bedarf sehen aber nur 37 Prozent der Händler.


Für die Studie hat PwC 1.000 Konsumenten in Deutschland befragt, wie und wo sie heute einkaufen, was sie vom Handel erwarten und für welche Leistungen sie bereit wären, etwas mehr Geld auszugeben. Diese Erkenntnisse haben die PwC-Branchenexperten mit den Einschätzungen von 100 Handelsunternehmen gespiegelt und analysiert, welche Innovationen für den Einzelhandel am ehesten Erfolg versprechen.

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Dr. Christian Wulff

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