Mit dem Smartphone zur Kasse: Neue Optionen fürs mobile Bezahlen

01 Oktober, 2015

Ein Viertel der deutschen Konsumenten hat schon einmal per Smartphone bezahlt, 35 Prozent würden das in Zukunft gerne tun: Unter diesen Voraussetzungen hat das „Mobile Wallet“ gute Chancen das Portemonnaie zu ersetzen. Wie vielfältig die zusätzlichen Nutzungsmöglichkeiten sind, das zeigt die PwC-Analyse „Mobile Payment in den Startlöchern“.

Nie mehr Kleingeld abzählen müssen und immer alle Bonus- und Treuekarten, Rabattcoupons und die Einkaufsliste dabei haben: Das verspricht das „Mobile Wallet“, bei dem Konsumenten per Smartphone an einem Lesegerät bezahlen. Diese Vision wird mit dem immer selbstverständlicheren Einsatz von Smartphones mehr und mehr zur Realität.

„Händlern eröffnet das Mobile Wallet eine Vielzahl zusätzlicher Nutzungsmöglichkeiten und die Chance die Kundenzufriedenheit deutlich zu verbessern.“

Gerd Bovensiepen, Leiter des PwC-Geschäftsbereichs Handel und Konsumgüter in Deutschland und Europa.

Die PwC-Analyse zeigt, welchen Mehrwert Händler ihren Kunden mit einem Mobile-Payment-System bieten können. Beispielsweise kann das Smartphone seinen Besitzer mittels einer App bereits beim Betreten des Geschäfts über aktuelle Angebote und Aktionen passend zu seinen Einkaufswünschen informieren. Verbraucher könnten Preise vergleichen, unkompliziert an Bonus- und Treueprogrammen teilnehmen oder sich über Produkte informieren.

Um solche umfassenden Lösungen überall verfügbar zu machen, muss ein Verbund aus Handel, Telekommunikationsunternehmen und Banken eine flächendeckende Infrastruktur aufbauen. "Dabei sollte auch bedacht werden, dass ein solcher Verbund nur attraktiv ist, wenn er allen Beteiligten Nutzen stiftet“, empfiehlt Dr. Nikolas Beutin, Partner und Mobile Payment Experte bei PwC. „Die technischen Umsetzungsmöglichkeiten für eine solche Infrastruktur sind bereits heute schon gegeben. Durch die zunehmende Verbreitung von Near Field Communication (NFC) sowohl in mobilen Endgeräten, als auch in Händlerterminals, erwarten wir in circa einem Jahr einen massenfähigen Markt“, so Beutin.

Sicherheitsgarantien spielen eine weitere wichtige Rolle, um bei Konsumenten die Akzeptanz dieser Technologie und das Vertrauen zu erhöhen. Denn noch lassen die Sorge um die eigenen Daten und die Angst vor Hackern viele Verbraucher davor zurückschrecken, das Smartphone als Zahlungsinstrument zu nutzen.

Weitere Erkenntnisse der Studie:

Top-Vorteile: Geldbewegungen auf dem Handy zu verfolgen, halten 76 Prozent der Konsumenten für einen Vorteil des Smartphones als Zahlungsinstrument. 74 Prozent finden es gut, nicht mehr darauf achten zu müssen, genügend Bargeld dabei zu haben.

Top-Bremser: 88 Prozent der Befragten fürchtet, dass Daten gehackt und missbraucht werden könnten. Mit dem Mobile Payment zum gläsernen Kunden zu werden, gibt 74 Prozent zu denken. 72 Prozent sehen die Gefahr, sich durch das mobile Bezahlen schneller zum Kauf verleiten zu lassen.

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Dr. Christian Wulff

Leiter des Bereichs Handel und Konsumgüter, PwC Germany

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Prof. Dr. Nikolas Beutin

Customer Practice Leader PwC Europe, PwC Germany

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