BVE-PwC-Exportbarometer: Lebensmittelindustrie ist in bester Stimmung und begrüßt das Freihandelsabkommen mit den USA

16 Juni, 2014

Die deutschen Lebensmittelexporteure sind bester Stimmung: Sie beurteilen sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Exportperspektiven deutlich besser als vor Jahresfrist. Mit einem Stand von plus 45 Punkten hat das Exportbarometer im Mai seinen bislang höchsten Wert erreicht.

Der Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen zur aktuellen Geschäftslage liegt aktuell bei 51 Punkten und damit um drei Punkte über dem Vorjahreswert. Besonders gut ist die Stimmung gegenwärtig bei den Bierexporteuren: Auf der Skala von minus 100 bis plus 100 erreicht der Saldo bemerkenswerte 72 Punkte – offenbar fördert die Fußball-Weltmeisterschaft das Geschäft.

Über alle Branchen hinweg sind die Geschäftserwartungen der rund 400 befragten Unternehmen für das nächste Halbjahr ebenfalls besser als vor Jahresfrist (Saldo von 39 Punkten gegenüber 37 Punkten). Besonders zuversichtlich sind die Lebensmittelexporteure für die außereuropäischen Märkte: 54 Prozent der Befragten gehen von einem höheren Absatz in den USA aus, für den chinesischen Markt prognostizieren sogar 69 Prozent der Unternehmen Zuwächse (s. Abbildung).

Vor diesem Hintergrund kommt einem Abschluss des Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA (Transatlantic Trade and Investment Partnership, TTIP) aus Sicht der befragten Exporteure große Bedeutung zu: Nahezu die Hälfte (47 Prozent) der Unternehmen erwarten von dem Abkommen weiter steigende Ausfuhren in die USA.40 Prozent versprechen sich Impulse für Produktinnovationen, vor allem kleine und mittelständische Unternehmen. Die eigenen Verkaufspreise wird TTIP nach Einschätzung der befragten Lebensmittelexporteure nahezu unverändert lassen.

Für das Exportbarometer wurden vom 10. April bis 13. Mai 2014 rund 400 Geschäftsführer und Exportleiter befragt. Das Exportklima wird aus der Einschätzung der aktuellen Geschäftslage und der Erwartung für die nächsten sechs Monate errechnet. Theoretisch möglich sind Ergebniswerte auf einer Skala von minus 100 (alle Befragten beurteilen sowohl die Lage als auch die Perspektiven negativ) bis plus 100 (alle Beurteilungen fallen positiv aus).

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