PwC-Studie: Der Markenname zählt und sorgt für Vertrauen

18 Dezember, 2015

Markenprodukte haben nach wie vor einen enorm hohen Stellenwert bei Verbrauchern, insbesondere bei jüngeren Zielgruppen. Vor allem die Qualität entscheidet darüber, ob ein Kunde sich für einen Markenartikel entscheidet – wie 66 Prozent der Konsumenten bestätigen. Aber auch Handelsmarken rücken zunehmend als preisgünstige Alternative in den Fokus der Kunden. Das sind zentrale Ergebnisse der PwC-Verbraucherumfrage „Marken – eine Frage des Vertrauens?“, für die 1.000 Verbraucherinnen und Verbraucher ab 16 Jahren in Deutschland befragt wurden.

Weitere Ergebnisse im Überblick:

Kunden vergessen nicht: Verbraucher greifen zu Markenprodukten, weil sie in der Vergangenheit bereits gute Erfahrungen damit gemacht haben – das bestätigen 66 Prozent der Befragten. Ebenso zählt, dass Kunden bereits mit anderen Produkten des Herstellers zufrieden waren (54 Prozent).

Die Bindung an eine Marke hält oft über Jahrzehnte: 72 Prozent der Verbraucher stimmen der Aussage zu, dass sie bestimmten Markenprodukten vertrauen, weil sie diese schon aus ihrer Kindheit kennen.

Besonders markenaffin sind jüngere Zielgruppen: Die Gruppe der 16- bis 24-Jährigen erreicht ein überdurchschnittlich ausgeprägtes Markeninteresse in den meisten Produktkategorien. Insgesamt ist die Vorliebe für Marken bei jüngeren Verbrauchern deutlich stärker ausgeprägt als bei älteren Konsumenten.

Markenprodukte werden oft zu besonderen Anlässen gekauft: Die meisten Kunden, 71 Prozent, entscheiden sich dann für ein Markenprodukt, wenn es einen besonderen Anlass zum Kauf gibt, zum Beispiel Geburtstag oder Weihnachten. Insbesondere wenn das Produkt zum Verschenken gedacht ist, achten Konsumenten auf das Label.

Elektronik steht an der Spitze bei Markenartikeln: Insbesondere beim Kauf von Produkten aus dem Elektronikbereich zählt für die Mehrheit der Kunden der Markenname – das geben 72 Prozent an; in der Gruppe der 16- bis 24-Jährigen sind es sogar 88 Prozent. An zweiter Stelle stehen Produkte aus dem Segment Kosmetik und Körperpflege (65 Prozent), an dritter Stelle Haushaltsgeräte (64 Prozent).

Handelsmarken sind eine attraktive, preisgünstige Alternative zu Markenprodukten: Dieser Aussage stimmen 87 Prozent der Befragten zu. 85 Prozent vermuten, dass sich hinter den Eigenmarken von Unternehmen ohnehin Markenprodukte verbergen, die nur anders verpackt sind.

Auch bei Handelsmarken zählt das Vertrauen der Verbraucher: Die Kunden entscheiden sich beim Kauf von Eigenmarken bevorzugt für Händler, mit denen sie schon gute Erfahrungen gemacht haben, wie 73 Prozent der Studienteilnehmer bestätigen. Gerade die Verbindung aus einem günstigen Preis und einer guten Qualität kann die Verbraucher zum Kauf bewegen.

Verbraucher informieren sich über die Herkunft von Handelsmarken: Die Hälfte der Kunden ist dazu bereit, zumindest bei teureren Anschaffungen oder ausgewählten Produkten. Sie nutzt dazu die Angaben auf der Produktverpackung oder die Informationen auf unabhängigen Internetportalen.

Testberichte sind eine wichtige Informationsquelle: Für die Verbraucher zählt, dass Handelsmarken in Testberichten oft besser bewertet werden als Markenprodukte. Dem stimmen 55 Prozent der Befragten zu.

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Dr. Christian Wulff

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