Zuverlässiger Indikator – Vier Jahre BVE-PwC-Exportbarometer der deutschen Ernährungsindustrie

23 Juni, 2014

Das BVE-PwC Exportbarometer für die deutsche Lebensmittelindustrie hat sich seit 2010 als verlässlicher Indikator für die Nachfrageentwicklung auf den wichtigsten Auslandsmärkten etabliert. Die vorliegende Vier-Jahres-Analyse zeigt den Zusammenhang zwischen Konsumklima und wesentlichen Veränderungen beim Lebensmittelexport insgesamt, in Branchenperspektive sowie nach Zielländern auf.

PwC und die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) erheben seit Mai 2010 halbjährlich das Exportbarometer der deutschen Ernährungsindustrie. Dazu werden jeweils über 400 Geschäftsführer und Exportleiter nach ihrer Einschätzung der aktuellen Geschäftslage und ihren Erwartungen zur Exportentwicklung befragt. Aus den Ergebnissen wird der Exportklimaindex berechnet. Darüber hinaus gibt die Befragung Aufschluss über erwartete Entwicklungen auf wichtigen Absatzmärkten und Vertriebswegen.

Der mehrjährige Vergleich von Exportbarometer und tatsächlicher Entwicklung der Ausfuhren zeigt, dass das Barometer ein aussagekräftiger Indikator für die künftige Geschäftsentwicklung ist. Das Exportklima in der Gesamtbranche hat sich seit der ersten Befragung im Mai 2010 verbessert und erreichte im Mai 2014 mit 45 Punkten einen historischen Höchstwert. Die Entwicklung des tatsächlichen Exportwertes korrespondiert mit der Entwicklung des Indikators – der Auslandsumsatz der deutschen Lebensmittelindustrie stieg von 19,1 Milliarden Euro im Mai 2010 auf aktuell 26 Milliarden Euro.

Weitere Ergebnisse der Analyse:

  • Der Export in Länder der EU zeigt sich seit 2010 bemerkenswert stabil. Trotz der gesamtwirtschaftlich schwierigen Konjunkturentwicklung erreichten die deutschen Lebensmittelexporteure moderate positive Wachstumsraten in den europäischen Absatzmärkten. Am bedeutendsten waren dabei die Niederlande, Italien und Frankreich. Diese Länder werden auch in der Befragung für das Exportbarometer durchgängig am häufigsten als wesentliche Absatzmärkte genannt.
  • Der Anteil der Märkte außerhalb der EU am Lebensmittelexport ist seit 2010 deutlich gestiegen. Führend sind die Hersteller bzw. Exporteure von Süß- und Backwaren bzw. Bier, von denen über 90 Prozent in Drittstaaten aktiv sind.
  • Die im Zeitvergleich unterschiedlichen Aussagen der Unternehmen zu ihren wichtigsten Exportmärkten schlagen sich in der Entwicklung des tatsächlichen Exportwertes nieder. Auch in dieser Perspektive erweist sich das Exportbarometer als aussagekräftig. Wie aus den Abbildungen hervorgeht, zählen beispielsweise 28 Prozent der Befragten China zu ihren drei wichtigsten Auslandsmärkten außerhalb der EU, vor vier Jahren taten dies erst sieben Prozent. Gleichzeitig stieg das Ausfuhrvolumen der deutschen Lebensmittelindustrie nach China von unter 250 Millionen Euro auf fast 600 Millionen Euro.
Gefördert durch: Bundesministrium für Ernährung und Landwirtschaft

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