Unternehmen investieren verstärkt in Cybersicherheit

20 August, 2019

Cybersicherheit als strategischer Imperativ

Mehr als zwei Drittel der Unternehmen weltweit wollen im Jahr 2020 fünf Prozent oder mehr ihres gesamten IT-Budgets für Cybersicherheit aufwenden. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr, wo dieser Anteil bei 56 Prozent lag. Knapp jede dritte Firma (30 Prozent) plant sogar, im kommenden Jahr mehr als zehn Prozent des IT-Budgets in Cybersicherheit zu stecken. Auch hier lässt sich ein signifikanter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr erkennen (plus 11 Prozentpunkte).

Ein wichtiger Grund für die gestiegene Bereitschaft, die Budgets für Cybersicherheit zu erhöhen: Drei von vier Unternehmen sind der Meinung, dass sich ihre Cybersicherheits-Teams verändern müssen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie, für die PwC insgesamt 3.000 Unternehmen weltweit befragt hat.

„Die geplanten Budgeterhöhungen unterstreichen die betriebswirtschaftliche Relevanz der IT-Sicherheit. Waren Investitionen in Cybersicherheits-Kapazitäten und -personal vor einigen Jahren noch ein eher notwendiges Übel, sind sie heute strategischer Imperativ.“

Jörg Asma, Partner Cyber Security bei PwC Deutschland
Investitionen in Cybersicherheit
Ergebnisse weltweiter Befragung von Unternehmen

In diesen Bereichen sind Veränderungen notwendig

Die Unternehmen haben erkannt, dass es eine qualitative Veränderung braucht, um die Sicherheit auch in der Zukunft aufrecht erhalten zu können. Drei von vier Unternehmen (76 Prozent) sind der Ansicht, dass signifikante Anpassungen in den Cybersicherheits-Teams notwendig sein werden.

Inwieweit verändert sich Ihr Cyber Security Team (durch grundlegende Veränderungen), um den Anforderungen des Geschäfts gerecht zu werden?

Inwieweit verändert sich Ihr Cyber Security Team (durch grundlegende Veränderungen), um den Anforderungen des Geschäfts gerecht zu werden?

Ein Bereich, in dem die Befragten besonderen Anpassungsbedarf sehen, ist die Verknüpfung von Cybersicherheit mit der Strategie und dem Business: 72 Prozent sind der Meinung, dass die Spezialisten für Cybersicherheit deutlich stärker in die Strategie und die geschäftlichen Prozesse eingebunden werden sollten.

Welche konkreten Veränderungsnotwendigkeiten sehen Sie in Bezug auf Cyber-Sicherheitsteams?

Welche konkreten Veränderungsnotwendigkeiten sehen Sie in Bezug auf Cyber-Sicherheitsteams?

64 Prozent sind sich bewusst, dass sie Fähigkeiten entwickeln müssen, um auch Dritte – wie Zulieferer oder Partner – in Bezug auf Cybergefahren zu analysieren. Und knappe jeder Zweite (49 Prozent) hält die Einführung von Automatisierung und KI für die wichtigste Veränderung, auf die sich Cyberteams künftig einstellen müssen.

Rein technische Herausforderungen stufen die Befragten in Hinblick auf die Veränderungsnotwendigkeit als weniger relevant ein. Zwar stehen Automatisierung und KI unter den Top fünf der Veränderungsanlässe. Eine Verbesserung der technologischen Aufklärung („Threat Intelligence“) sowie einen stärkeren Fokus auf operative technologische Sicherheit halten aber nur vier Prozent für sehr wichtige Veränderungsanlässe.

Wie viel Prozent des gesamten IT-Budgets werden Sie im Jahr 2020 für Informationssicherheit ausgeben?

Wie viel Prozent des gesamten IT-Budgets werden Sie im Jahr 2020 für Informationssicherheit ausgeben?

„Unternehmen haben erkannt, dass in vielen Cyberteams deutlicher Lernbedarf hinsichtlich Management- und Kommunikationsfähigkeiten besteht. Auf der anderen Seite lässt sich aber eine enorme technologische Entwicklung auf Seiten der Angreifer beobachten, auf die ein Sicherheitsteam auch heute schon kurzfristig adäquat reagieren muss. Ein technologisches ‚am Ball bleiben‘ ist damit nicht nur wichtig, sondern überlebensnotwendig.“

Jörg Asma, Partner Cyber Security bei PwC Deutschland

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Jörg Asma

Partner Cyber Security, PwC Germany

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