Die Branchentrends in der Verpackungsmittelindustrie

17 November, 2011

Internationaler, grüner, innovativer: Das sind drei große Trends in der Verpackungsmittelindustrie. Die Unternehmen expandieren zunehmend in Schwellenländer, weil sie vom Wirtschaftswachstum und der steigenden Kaufkraft der Bevölkerung dort profitieren wollen. Um im Wettbewerb mit den regionalen Anbietern bestehen zu können, müssen die Hersteller innovative Produkte entwickeln.Dabei ist Nachhaltigkeit ein wichtiger Faktor.

PwC analysiert in der Studie "Die deutsche Verpackungsmittelindustrie – Status, Entwicklungen und Trends", wie sich der Markt künftig entwickeln wird. Damit liefern die PwC Experten ein umfassendes Bild der deutschen Verpackungsmittelindustrie.

Jeder Verbraucher hält sie täglich mehrfach in der Hand: Verpackungen sind aus dem Alltag nicht wegzudenken. Sie ermöglichen erst den Transport von Konsumgütern über mehrere tausend Kilometer hinweg und spielen eine wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung. In Deutschland arbeiten etwa 920 Unternehmen im Verpackungsmittelmarkt – mit einem Gesamtvolumen von rund 22,1 Milliarden Euro im Jahr 2010. Damit ist Deutschland der viertgrößte Markt für Verpackungen, der die Finanzkrise 2008/2009 weitgehend unbeschadet überstanden hat und sich in den kommenden Jahren dynamisch weiterentwickeln wird.

Marktpotenzial in den Schwellenländern

Europa, USA und Japan sind noch wichtige Absatzmärkte, doch zieht es die Anbieter verstärkt in Schwellenländer. Vor allem Indien und China bieten der Verpackungsmittelindustrie großes Marktpotenzial, an welchem auch deutsche Verpackungsmittelhersteller profitieren werden. Das Wachstum in den Schwellenländern ist wesentlich für die positive Marktentwicklung. Für die Jahre 2010 bis 2014 erwartet die World Packaging Organisation eine durchschnittliche Wachstumsrate weltweit von circa sechs Prozent pro Jahr. In den Schwellenländern entwickelt sich zunehmend ein ähnlicher Lebensstil wie in den Industrienationen – das erhöht den Bedarf an verpackten Gütern.

Wettbewerbsfähig durch Innovationen

Allerdings müssen sich die deutschen Unternehmen auch darauf einstellen, dass Anbieter aus Schwellenländern auf die europäischen Märkte drängen und versuchen, durch preiswerte Produkte Marktanteile zu gewinnen. Die ausländischen Hersteller haben geringere Personalkosten und häufig besseren Zugang zu Rohstoffen. Zwei Drittel der befragten Unternehmen bestätigen in der Studie, dass sie sich einem erhöhten Wettbewerb ausgesetzt sehen. Entsprechend groß ist der Druck auf die Branche, durch innovative Produkte und Prozesse auf dem Markt zu bestehen. Das haben die Unternehmen erkannt. 86 Prozent der Verpackungsmittelhersteller betreiben eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung und 90 Prozent davon sehen, dass ein effektives Innovationsmanagement ihre Wettbewerbsfähigkeit sichert.

Kunden fordern grüne Produktion.

Ein wichtiger Aspekt ist dabei das Thema Nachhaltigkeit. Die Mehrheit der befragten Unternehmen, 62 Prozent, bestätigt, dass ihre Kunden umweltfreundliche Produkte und Produktionsprozesse fordern. An erster Stelle setzen die Hersteller daher auf einen sparsamen Energieverbrauch (79 Prozent), an zweiter und dritter Stelle nennen sie Materialinnovation (72 Prozent) und Recyclingmethoden (45 Prozent). Diese Entwicklung wird durch knappe Rohstoffe und stärkere Regulierungen der Märkte gestützt. Künftig werden recycelte Materialien und Biokunststoffe eine noch größere Rolle spielen.

Konsolidierung des Marktes

Um diesen Marktanforderungen gerecht werden zu können, wird sich der Markt in Zukunft stärker konsolidieren. Bislang ist er sehr fragmentiert: Der überwiegende Teil der Verpackungsmittelunternehmen erwirtschaftet Umsätze unter 50 Millionen Euro. Damit haben die Hersteller eine schlechte Verhandlungsposition gegenüber Rohstofflieferanten. Zudem fällt es den Unternehmen schwerer, sich auf dem globalen Markt zu behaupten. Die PwC-Experten gehen daher davon aus, dass es in den kommenden Jahren mehr Transaktionen in der Branche geben wird. Sie wird sich zunehmend auch Private-Equity-Investoren öffnen. Dabei könnten Private-Equity-Investoren eine zunehmend stärke Rolle einnehmen, denen gegenüber sie sich bislang noch skeptisch verhält.

Die Studie mit den vollständigen Ergebnissen können Sie nachfolgend kostenlos bestellen.

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