Maschinenbau-Barometer Q1/2019: Investitionen 2019

12 April, 2019

Konjunkturelle Unsicherheit und politische Entwicklungen im Ausland drücken weiter auf die Wachstumsprognosen der deutschen Maschinenbauer: Für 2019 rechnen die Unternehmen nur noch mit einem Branchenwachstum von einem Prozent und damit so wenig wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Dennoch wollen sie ihre Investitionen im Vergleich zum Vorjahr stabil halten.

Prognosen auf Talfahrt

Im ersten Quartal haben die Maschinenbauer ihre Konjunkturerwartungen erneut nach unten korrigiert: Nur noch knapp die Hälfte der Befragten blickt mit Optimismus auf die deutsche Wirtschaftsentwicklung in den nächsten zwölf Monaten. An eine positive Entwicklung der Weltwirtschaft glaubt sogar nur noch jeder vierte Befragte. Das erwartete Umsatzwachstum für das eigene Unternehmen legt mit durchschnittlich 3,1 Prozent zwar im Vergleich zum Vorquartal wieder leicht zu, liegt aber weiterhin deutlich unter den Werten des Vorjahres. Als oberste Wachstumshemmnisse gelten weiterhin der anhaltende Fachkräftemangel sowie politische Entwicklungen im Ausland – etwa der bevorstehende Brexit.

Wenn Ihr Unternehmen in neue Technologien und Produktionstechniken investieren will: Welche sind das konkret?

Investitionen in Zukunftstechnologien noch ausbaufähig

Die Devise für die Entscheider aus der Branche lautet bislang jedoch noch nicht ‚sparen‘, sondern weiter ‚investieren‘. So plant die überwiegende Mehrheit, ihre Investitionstätigkeit auf konstantem Niveau zu halten oder sogar leicht auszubauen. Im Fokus stehen dabei vor allem die Weiterbildung der Mitarbeiter, neue Technologien und das Thema Forschung und Entwicklung. Bei den Technologieinvestitionen liegen Roboter, 3D-Druck und Datenanalysen vorn. Andere wichtige Zukunftstechnologien erhalten hingegen erstaunlich wenig Beachtung: In künstliche Intelligenz wollen lediglich 7 Prozent aller Befragten investieren, in Digitale Zwillinge nur 6 Prozent und in Blockchain sogar nur 2 Prozent.

„Um nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Maschinenbauunternehmen jetzt strategisch investieren. Zurückhaltung bei wichtigen Zukunftsthemen wäre das falsche Signal.“

Klaus-Peter Gushurst, Leiter Industries und Innovation bei PwC Deutschland

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