PwC Maschinenbau-Barometer Q4/2018: Ausblick 2019

09 Januar, 2019

Sorge bei den deutschen Maschinenbauern: Weltpolitische Ereignisse wie der Brexit oder US-Strafzölle lassen die vom Export geprägte Branche pessimistisch auf 2019 blicken. Für das kommende Jahr rechnen Führungskräfte im deutschen Maschinenbau mit einer deutlich schlechteren Konjunkturentwicklung sowohl für die deutsche als auch für die weltweite Wirtschaft. Besonders der anhaltende Fachkräftemangel sowie - damit verbunden - steigende Personalkosten bereiten der Branche Sorgen.

Einbruch bei den Umsatzprognosen

Zum Jahreswechsel wachsen die Sorgen im deutschen Maschinenbau: Schwache Konjunkturerwartungen und sinkende Umsatzprognosen deuten auf einen schweren Start in 2019 hin. Durchschnittlich rechnen die Maschinenbauer in den nächsten zwölf Monaten mit gerade einmal 1,4 Prozent Wachstum für ihre Branche (vgl. Q3: 4,9 Prozent). Ähnlich groß ist der Erwartungsabfall für das eigene Unternehmen: Nach zuletzt 6,1 Prozent gehen die Befragten nur noch von einem durchschnittlichen Wachstum von 2,4 Prozent aus und geben damit den niedrigsten Prognosewert seit Erhebungsbeginn im Jahr 2014 ab. Positiver Lichtblick: Die Auslastung der deutschen Maschinenbauer bleibt mit knapp 94 Prozent konstant hoch.

Unsichere Zeiten für die deutsche Maschinenbaubranche: Sowohl die Erwartungen an das Branchenwachstum als auch die Wachstumsprognosen für das eigene Unternehmen stürzen zum Jahreswechsel ab.

Steigende Kosten und fehlende Mitarbeiter

Fehlendes qualifiziertes Personal stellt weiterhin die größte Bedrohung für die Branche dar: 82 Prozent der Maschinenbauer rechnen mit steigenden Personalkosten für 2019 bedingt durch den Kampf um qualifizierte Mitarbeiter. Damit ist der Fachkräftemangel für die Befragten auch in diesem Quartal das größte Wachstumshindernis - noch vor politischen Entwicklungen im Ausland (72 Prozent) und dem allgemein steigenden Kostendruck (68 Prozent).

„Innovationen und technologische Exzellenz sind seit jeher ein Markenzeichen des deutschen Maschinenbaus. Doch beides erreicht man nur mit exzellentem Personal, um das derzeit heftig gestritten wird. Und das treibt die Personalkosten nach oben.“

Klaus-Peter Gushurst, Leiter des Bereichs Industries & Innovation bei PwC

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