Maschinenbau-Barometer: Steigende Kosten machen den Herstellern in Deutschland zu schaffen

11 September, 2015

Die deutschen Maschinenbauer bewerten die aktuelle wirtschaftliche Situation in Deutschland und auch weltweit positiv. Allerdings sind sie für die kommenden zwölf Monate weniger zuversichtlich gestimmt als noch zu Beginn des Jahres. Dies geht aus dem aktuellen „PwC-Maschinenbau-Barometer“ hervor, für das 100 Führungskräfte aus dem Maschinen- und Anlagenbau befragt wurden.

Sorgen bereiten den Unternehmen die politischen Entwicklungen im Ausland, die Konkurrenz von internationalen Mitbewerbern und auch die steigenden Personalkosten. Im Vergleich zum Vorquartal legte der Anteil der Unternehmen, deren Gesamtkosten gestiegen sind, von 29 Prozent auf 42 Prozent zu. Das ist der bislang höchste Wert aller bisherigen Erhebungen im Rahmen des Maschinenbau-Barometers von PwC.

Elektromobilität: Maschinenbauer im Stand-by-Modus

Elektromobilität wird für den Maschinenbau als Zulieferbranche der Automobilindustrie mittel- bis langfristig stark an Bedeutung gewinnen. Allerdings erwartet ein Großteil der Unternehmen keine Umsatzsprünge, sondern geht eher von einer konstanten Entwicklung aus. Diejenigen Unternehmen, die dennoch Umsatzsteigerungen erwarten, rechnen stärker mit Wachstum durch Produkte und Services als durch Änderungen der Wertschöpfungsprozesse. Viele Maschinenbauer können das Potenzial der Elektromobilität derzeit noch nicht genau abschätzen.

Weitere Ergebnisse der Studie:

Sinkende Investitionen: Das durchschnittliche Volumen bei größeren geplanten Investitionen ist von acht Prozent im ersten Quartal auf 6,6 Prozent gesunken.

Hoher Auslandsanteil: Der Anteil des Umsatzes im Ausland ist von 54,8 auf 58,4 Prozent gestiegen.

Geringer Umsatzzuwachs: Die Unternehmen rechnen mit einem Wachstum des Branchenumsatzes von lediglich einem Prozent für das Jahr 2015.

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Dr. Klaus-Peter Gushurst

Leiter Industries & Innovation, PwC Germany

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