Maschinenbau-Barometer: Vertrauen in Konjunkturentwicklung kehrt zurück

10 April, 2015

Das Stimmungsbild im deutschen Maschinenbau hat sich im ersten Quartal 2015 wieder merklich aufgehellt. 71 Prozent der befragten Unternehmen gehen aktuell von einem Wirtschaftswachstum in Deutschland aus. Im Vorquartal waren es lediglich 51 Prozent gewesen. Auch für die kommenden zwölf Monate stehen die Zeichen auf Wachstum: 70 Prozent der Unternehmen blicken optimistisch auf die konjunkturelle Entwicklung, lediglich vier Prozent sind ausdrücklich pessimistisch gestimmt. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle PwC-Studie „Maschinenbau-Barometer“, für die die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft 100 Führungskräfte aus dem Maschinen- und Anlagenbau befragt hat.

Kopfzerbrechen bereiten den exportorientierten deutschen Maschinen- und Anlagenbauern dagegen nach wie vor die politischen Entwicklungen im Ausland, Konkurrenz aus ausländischen Märkten und Wechselkursschwankungen. Verglichen mit dem Vorquartal sank sowohl der erwartete Auslandsumsatz als auch der Anteil an Unternehmen, die ins Ausland zu expandieren beabsichtigen.

Aktuelles Thema: Robotertechnik

Die Ergebnisse zum aktuellen Thema „Robotertechnik“ zeigen darüber hinaus, dass die Roboter aus der täglichen Arbeit vieler Unternehmen bereits heute nicht mehr wegzudenken sind. 53 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass sie Robotertechnik einsetzen, wobei die vielfältigen Anwendungsgebiete nahezu jede Prozessstufe abdecken. Und auch mittelfristig gewinnt das Thema in der Maschinenbaubranche immer mehr an Relevanz. Knapp zwei Drittel der Befragten wollen in den kommenden drei bis fünf Jahren in Robotertechnik investieren.

Obwohl einige Skeptiker das Thema Robotik mit dem Abbau von Arbeitsplätzen verbinden, zeigt die aktuelle Umfrage ein komplett anderes Bild: Über zwei Drittel der befragten Maschinenbauer rechnen mit neu entstehenden Arbeitsplätzen in den Bereichen Roboterentwicklung und -bedienung sowie mit der Rückführung zuvor ausgegliederter Unternehmensbereiche als Folge der zunehmenden Robotertechnologie und sehen kaum Notwendigkeit deswegen Personal abzubauen.

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Dr. Klaus-Peter Gushurst

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