Nachhaltige Verpackungen - Mythos oder Realität?

20 September, 2013

Ob eine Verpackung zu ökologischer Nachhaltigkeit beitragen kann, hängt nicht allein vom verwendeten Material ab. Vielmehr muss der gesamte Lebenszyklus einer Verpackung analysiert werden, um effiziente Lösungen entwickeln zu können, wie eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC aufzeigt.

Während Verbraucher die Umweltfreundlichkeit einer Verpackung in der Regel auf den Entsorgungsaspekt reduzieren, etabliert sich in der Verpackungsindustrie, im Handel und bei den Herstellern von Nahrungsmitteln und anderen so genannten „Fast Moving Consumer Goods“ (FMCG) ein weiter gefasster Ansatz: Die Industrie bewertet die Nachhaltigkeit einer Verpackung zunehmend über den gesamten Lebenszyklus hinweg.

„Um den ökologischen Footprint einer Verpackung ermitteln zu können, müssen Faktoren wie Gewicht, Ressourcenverbrauch bei Herstellung, Entsorgung und Transport sowie nicht zuletzt die Schutzfunktion für das Transportgut berücksichtigt werden. Durch enge Kooperation zwischen Handel, Konsumgüter- und Verpackungsherstellern lassen sich dann passgenaue Lösungen finden“

Hendrik Fink, PwC-Partner und Experte für die Verpackungsmittelindustrie

In die Ökobilanz einer Verpackung gehen demnach der direkte Ressourcenverbrauch bei Herstellung und Entsorgung, aber auch der indirekte Ressourcenverbrauch beim Transport ein. Um den Ressourceneinsatz über den gesamten Lebens- bzw. Verwendungszyklus der Verpackung hinweg nachhaltig und effizient zu gestalten, müssen industrielle Interessenvertreter und Regulierungsbehörden eng zusammenarbeiten. Hierzu ist eine gemeinsame Begriffs- und Kennzahlendefinition erforderlich um somit die Basis für ganzheitliche Lösungen zu schaffen. Dass sich eine erfolgreiche Zusammenarbeit nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die beteiligten Unternehmen auszahlt, zeigen die in der Studie aufgeführten Fallbeispiele.

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