PwC Maschinenbau-Barometer Q2/2018: Digitalisierung und neue Technologien

06 August, 2018

Die euphorische Stimmung der deutschen Maschinenbauer hat im zweiten Quartal einen Dämpfer erhalten. Zwar schätzen die meisten die deutsche und weltweite Wirtschaftsentwicklung weiterhin positiv ein, dennoch haben sie ihre Wachstumserwartungen für 2018 deutlich nach unten korrigiert. Die Hauptgründe: Fehlende Fachkräfte und ein unsicheres handelspolitisches Umfeld. Gleichzeitig kommt die Digitalisierung der Betriebe nur schleppend voran.

Nachholbedarf im Bereich Digitalisierung

Die Fortschritte im Bereich Digitalisierung sind weiter ausbaufähig. Zwar ist der Digitalisierungsgrad verglichen mit dem Vorjahr in allen Unternehmensbereichen gestiegen, er bleibt aber insgesamt auf einem niedrigen Niveau. Besonders wenige Befragte sehen die Bereiche Transport und Logistik (30 Prozent) sowie Produktion (31 Prozent) als hoch digitalisiert an. Den größten Sprung nach vorne können die Maschinenbauer in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Lagerung (jeweils plus sieben Prozentpunkte) und Produktion (plus fünf Prozentpunkte) verzeichnen.

Zukunftstechnologien wie Roboter und Big Data sind bei knapp jedem zweiten Unternehmen auf der Agenda

Zukunftstechnologien Big Data, Robotics, Internet of Things in Prozentzahlen

Die Technologien der Zukunft im Maschinenbau

Gefragt nach den Technologien mit dem größten Veränderungspotenzial für die Branche, sehen die befragten Entscheidungsträger Robotics, Data Analytics (jeweils 45 Prozent) und das Internet-of-Things (41 Prozent) ganz vorne. Für noch wenig relevant halten sie derzeit Drohnen und Blockchain, mit 8 bzw. 7 Prozent. Die Gefahren, die mit einem steigenden Digitalisierungsgrad einhergehen, finden indes noch zu wenig Beachtung: Gerade einmal jeder Zehnte misst dem Thema Cyber Security große Bedeutung bei.

„Das Management von Cyber Risiken wird zukünftig eine immer wichtigere Rolle spielen, um das eigene Geschäft zu schützen. Genau hier fehlt es vielen Unternehmen aber leider noch an der nötigen Sensibilisierung.“

Klaus-Peter Gushurst, Leiter des Bereichs Industries & Innovation bei PwC

Gedämpfte Wachstums-erwartungen

Die deutschen Maschinenbauer erwartet weiterhin Umsatzwachstum für die Branche, obgleich die Prognose mit derzeit 3,8 Prozent für 2018 verhaltener ausfällt als im Vorquartal (4,8 Prozent). Auch beim eigenen Unternehmen (6,2 Prozent) sind die Befragten deutlich zurückhaltender (Q1/2018: 8,0 Prozent). Die Auslastungsquote spricht dennoch eine positive Sprache: Mit 93 Prozent befindet sie sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. 

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Dr. Klaus-Peter Gushurst

Leiter Industries & Innovation, PwC Germany

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