PwC Maschinenbau-Barometer Q1/2018: Hohe Investitionen in Mitarbeiter und Technologie geplant

17 Mai, 2018

Die deutschen Maschinenbauer profitieren von der guten Konjunktur in Deutschland und weltweit. Für das laufende Jahr erwarten sie ein deutliches Umsatzwachstum und wollen kräftig investieren – dabei sollen die Weiterentwicklung von Mitarbeitern und Technologie Hand in Hand gehen. Größte Sorge bleibt der wachsende Mangel an Fachkräften.

Maschinenbau setzt auf Menschen und Roboter

Für das Jahr 2018 planen die deutschen Maschinenbauer Investitionen in Höhe von durchschnittlich 5,9 Prozent ihres Umsatzes. Die Qualifikation ihrer Mitarbeiter (76 Prozent), die Nutzung neuer Technologien bzw. Produktionstechniken (72 Prozent) sowie Forschung und Entwicklung (72 Prozent) stehen dabei im Fokus. Zwei Drittel der Befragten möchten zudem in die Digitalisierung ihres Geschäftsfelds investieren. Technologisch stehen vor allem Roboter (66 Prozent) und das Internet of Things (52 Prozent) im Fokus. Blockchain und Digital Twins (jeweils 10 Prozent) sowie Drohnen (3 Prozent) liegen aktuell am unteren Ende der Prioritätenliste.

Deutsche Maschinenbauer: Investitionen in Technologie 2018

Frage: Wenn Ihr Unternehmen in neue Technologien und Produktionstechniken investieren will: Welche sind das konkret?

Fachkräftemangel könnte Rekordwachstum bremsen

85 Prozent der befragten Entscheidungsträger sehen die deutsche Wirtschaft auch in den nächsten zwölf Monaten auf Wachstumskurs. Knapp die Hälfte ist zudem weiterhin optimistisch hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft. Für die Gesamtbranche erwarten die befragten Maschinenbauer ein robustes Wachstum von 4,8 Prozent – für das eigene Unternehmen sogar ein Rekordwachstum von durchschnittlich 8 Prozent. Die hohe Auslastung der Unternehmen und ein gravierender Fachkräftemangel könnten dieses Wachstum allerdings bremsen: Sechs von zehn Unternehmen arbeiten schon jetzt am Kapazitätslimit. Für die große Mehrheit der Befragten (83 Prozent) ist der Fachkräftemangel ein Problem für die weitere Unternehmensentwicklung.

„Insgesamt sind die Aussichten für den deutschen Maschinenbau in diesen Tagen blendend. Allerdings müssen die Unternehmen zunehmend auch die Risiken einer wirtschaftlichen Überhitzung und möglicher internationaler Verwerfungen im Auge behalten.“

Dr. Frank Schmidt, Leiter Industrielle Produktion, PwC Germany

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