PwC Maschinenbau-Barometer Q2 2017: Konjunkturprognose auf neuem Rekordhoch

03 August, 2017

Die Stimmung im deutschen Maschinenbau ist optimistischer denn je: 94 Prozent der Maschinenbauer (Vorquartal: 84 Prozent) sehen die deutsche Wirtschaft auf Wachstumskurs. Weitere 84 Prozent erwarten eine positive Konjunkturentwicklung in den kommenden zwölf Monaten. Leicht verbessert hat sich auch das Stimmungsbild im Hinblick auf die Weltwirtschaft: 65 Prozent bewerten die aktuelle Weltwirtschaftslage positiv und jeder Zweite erwartet in den nächsten zwölf Monaten globales Wirtschaftswachstum.

Auslastung am Limit: Fachkräftemangel wird zu zentraler Herausforderung

Stabile bis wachsende Margen und Verkaufspreise sowie eine durchschnittliche Auslastung von 92 Prozent sorgen für eine sehr gute Stimmungslage im deutschen Maschinenbau. Die hohe Auslastung könnte dabei auch zu wachsenden Beschäftigungszahlen führen: 51 Prozent der befragten Maschinenbauer planen eine Erhöhung der Anzahl der Vollzeitbeschäftigten. Doch der hohe Bedarf an Personal stellt die Betriebe auch vor Herausforderungen: 70 Prozent der Befragten befürchten Schwierigkeiten durch einen Mangel an Mitarbeitern in der Produktion und im Service, drei Viertel sehen im Fachkräftemangel generell ein Hindernis für ihr Unternehmenswachstum.

Nachholbedarf in puncto Digitalisierung: Produktion hinkt hinterher

Im Hinblick auf den Digitalisierungsgrad besteht vor allem in der Produktion Nachholbedarf, sie schneidet von allen Unternehmensbereichen am schlechtesten ab: Lediglich 26 Prozent sehen den Digitalisierungsgrad hier als hoch bis sehr hoch an. Die Funktionen Beschaffung und Vertrieb schätzen dagegen 54 Prozent bzw. 49 Prozent der Befragten als stark digitalisiert ein. Sie liegen zusammen mit dem Bereich Marketing an der Spitze der drei am besten digitalisierten Bereiche. Dementsprechend wollen die Befragten in den kommenden zwölf Monaten die Digitalisierung in der Produktion am stärksten forcieren (54 Prozent), doch auch im Vertrieb soll die Digitalisierung noch weiter voran gebracht werden (51 Prozent).

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Dr. Klaus-Peter Gushurst

Leiter Industries & Innovation, PwC Germany

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