PwC Maschinenbau-Barometer Q3/2018: Mitarbeiter und Weiterbildung

04 Oktober, 2018

Deutsche Maschinenbauer zwischen Sorge um die weltpolitischen Entwicklungen und positivem Blick in die Zukunft. Optimistische Wachstumserwartungen für die Branche und eine Kapazitätsauslastung am Limit erfreuen im dritten Quartal 2018 die Industrie. Dennoch trüben die aktuellen Handelskonflikte die Stimmung. Kopfzerbrechen bereitet den Entscheidern außerdem der anhaltende Fachkräftemangel im eigenen Land.

Wachstumserwartungen stabil

Deutsche Maschinenbauer sind mit der Wirtschaftsentwicklung in Deutschland zufrieden: Sieben von zehn Befragten bewerten diese positiv. Dennoch bereitet vielen Entscheidern die unsichere weltpolitische Lage Sorgen: Strafzölle, Sanktionen und Konflikte stimmen knapp ein Viertel pessimistisch in Bezug auf die Entwicklung der Weltwirtschaft, zu Beginn des Jahres teilte dieses Empfinden gerade einmal jeder Zehnte. Entsprechend fallen die Umsatzprognosen für 2018 etwas konservativer als noch zu Jahresbeginn aus: Nach acht Prozent im ersten Quartal 2018 erwarten die Unternehmen nur noch rund sechs Prozent Zuwachs.

Nur jeder dritte Maschinenbauer will digitale Talente einstellen

Erst die Produktion, dann die Digitalisierung

Aufgrund der anhaltend vollen Auftragsbücher plant die Branche auch eine Aufstockung ihrer Belegschaft. Mehr als sechs von zehn Unternehmen wollen in den kommenden zwölf Monaten die Zahl ihrer Vollzeitbeschäftigten erhöhen. Große Sorge bereitet ihnen dabei allerdings der Fachkräftemangel. Dieser ist mit 84 Prozent Zustimmung noch vor den politischen Entwicklungen im Ausland (72 Prozent) das größte Hindernis mit Blick auf das Umsatzwachstum des eigenen Unternehmens.

„Dass den Maschinenbauern gerade in ihrem Kernbereich geeignete Mitarbeiter fehlen, ist natürlich ein alarmierendes Signal. Doch gerade vor diesem Hintergrund dürfen die Unternehmen ihre digitale Transformation nicht aus den Augen verlieren.“

Klaus-Peter Gushurst, Leiter des Bereichs Industries & Innovation bei PwC

Der Ausbau digitaler Kompetenzen geht hingegen noch schleppend voran. Gerade einmal ein Drittel der Befragten wollen in diesem Bereich weiteres Personal einstellen. Wenigstens zwei von drei Unternehmen planen zumindest, in die digitale Weiterbildung ihres Personals zu investieren.

Contact us

Dr. Klaus-Peter Gushurst

Leiter Industries & Innovation, PwC Germany

Tel.: +49 89 5452-5537