Abschlussprüferregulierung

26 November, 2018

Die neue Regulierung zur gesetzlichen Abschlussprüfung in der Europäischen Union stellt Unternehmen von öffentlichem Interesse vor große Herausforderungen hinsichtlich der Überwachung von Rotationszeitpunkten, Erbringung von Nichtprüfungsleistungen sowie Einhaltung von Kappungsgrenzen. Mit unserer Softwarelösung MARC können Sie ganz einfach die Rotation und die Nichtprüfungsleistungen überwachen.

Die Regulierung zur gesetzlichen Abschlussprüfung sieht für jedes PIE-Unternehmen im Konzern eine Überwachung der externen Rotationsregelungen des Abschlussprüfers vor. In Deutschland beträgt die Höchstlaufzeit zehn Jahre. Daneben gibt es die Möglichkeit zur Verlängerung um weitere zehn bei öffentlicher Ausschreibung beziehungsweise 14 Jahre bei Joint-Audit. Dies gilt jedoch nicht für Banken und Versicherungen. Für PIE-Unternehmen in anderen EU-Ländern wird die Überwachung dadurch erschwert, dass unterschiedliche Regelungen zu Höchstlaufzeiten und Verlängerungsoptionen bestehen.

Eine weitere Herausforderung stellt die Definition und weltweite Überwachung der verbotenen und erlaubten Nichtprüfungsleistungen für sämtliche Mitgliedsfirmen des Abschlussprüfernetzwerks dar. Dies erfordert die Implementierung eines konzernweiten Genehmigungsprozesses zur Beauftragung von Nichtprüfungsleistungen. Aufgrund der Regelungen zum Cooling-in eines künftigen Abschlussprüfers erscheint dabei eine Überwachung sämtlicher Beraternetzwerke unumgänglich.

Ferner sieht die Abschlussprüferregulierung die betragsmäßige Überwachung für erlaubte Nichtprüfungsleistungen vor. In Deutschland beträgt die Kappungsgrenze 70 Prozent der durchschnittlichen Abschlussprüfungshonorare der letzten drei Jahre, in anderen EU-Ländern sind individuelle Mitgliedstaatenregelungen möglich.

Im Gespräch mit Björn Seidel und Pia Puth, Experten für Abschlussprüferregulierung bei PwC

Wie kann PwC Unternehmen bei der Umsetzung der EU-Regulierung unterstützen?

Björn Seidel: Wir bieten den Unternehmen mit unserer Softwarelösung MARC die Möglichkeit, die Rotation und die Nichtprüfungsleistungen ganz einfach zu überwachen. Im ersten Schritt erfolgt dafür eine tiefgreifende Analyse. Dazu gehören beispielsweise die relevanten Mitgliedstaatenregelungen, die Abgrenzung zwischen erlaubten und verbotenen Nichtprüfungsleistungen, die anzuwendenden Kappungsgrenzen, die gültigen Rotationsregelungen sowie technische Anforderungen.

Dann implementieren wir die Softwarelösung MARC und passen die im Unternehmen bestehenden Prozesse an beziehungsweise etablieren einen neuen Prozess. Hierbei werden beispielsweise Richtlinien und Konzernanweisungen festgelegt oder eine Funktionsprüfung auf Basis des Testkonzepts durchgeführt. Abschließend unterstützen wir die Unternehmen beim Roll-out und Go-Live der Softwarelösung MARC.

Wieso empfehlen Sie Unternehmen den Einsatz von MARC?

Pia Puth: MARC steigert die Transparenz hinsichtlich bestehender Dienstleistungsverträge mit allen konzernweit tätigen Beratern und Prüfern und gibt Unternehmen mehr Flexibilität durch den unterjährigen Plan-Ist-Vergleich bei den Kappungsgrenzen. Die parallele Überwachung von gesetzlichen und konzerninternen Vorgaben ist möglich sowie die Überwachung sämtlicher Dienstleister. Zudem wird mithilfe von MARC der Prozess automatisiert und der Arbeitsaufwand verringert sich, was zu Kosteneinsparungen führt.

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