Wir unterstützen IPO-Kandidaten bei der Vorbereitung auf den Börsengang

27 März, 2016

Ein Interview zu IPO Readiness mit der PwC-Expertin Nadja Picard

Ein Börsengang – ein sowohl zeitlich als auch inhaltlich komplexes und anspruchsvolles Vorhaben. Worauf sollte ein Unternehmenslenker bereits im Vorfeld eines Börsengangs achten, um diesen erfolgreich zu bewältigen?

Nadja Picard: Wichtig ist die Berücksichtigung der doppelten Arbeitsbelastung, die durch die IPO-Vorbereitung neben dem weiterlaufenden Tagesgeschäft anfällt und von Management und Mitarbeitern des Unternehmens bewältigt werden muss. Denn die erfolgreiche Vorbereitung und Vermarktung des Börsengangs stellt einen erheblichen zeitlichen Aufwand dar.

Darüber hinaus ist sicherzustellen, dass die für den Listingprozess und das anschließende Dasein als börsennotiertes Unternehmen erforderliche Kapitalmarktexpertise vorhanden ist. Diese kann bereits innerhalb des Unternehmens bestehen. Sind Fachkenntnisse und Erfahrungen mit einem Börsengang nur begrenzt oder gar nicht vorhanden, empfiehlt sich dringend die Einholung externer Hilfe.

Welche konkreten Fragen stehen bei der Vorbereitung eines Börsengangs im Vordergrund?

Nadja Picard: Aus der Fülle der sich stellenden Herausforderungen stechen die Folgenden heraus:

  • Kann die Equity-Story mit aussagefähigen KPIs belegt werden?
  • Werden die korrekten Investorengruppen angesprochen?
  • Können zuverlässige Planzahlen geliefert werden?
  • Ist die Transaktionsstruktur steueroptimiert?
  • Besitzt das Rechnungswesen genügend Kapazität und Know-How?

Die Beantwortung dieser Fragen und die Einleitung entsprechender Maßnahmen sind vor der eigentlichen Transaktionsphase unerlässlich.

Wann sollten Unternehmen mit der Vorbereitung des IPO beginnen?

Nadja Picard: Idealerweise beginnen die Vorbereitungen bereits 18-24 Monate vor der geplanten Transaktion. In der Praxis ist allerdings zu beobachten, dass mit den Vorbereitungen häufig deutlich später - und damit oft zu spät- begonnen wird. Als Konsequenz ergibt sich für die Unternehmen häufig ein noch gedrängteres Arbeitspensum - aus der bereits angesprochenen zweifachen Belastung wird hier schnell eine dreifache Belastung. Für viele eigentlich erforderliche Vorbereitungsprojekte bleibt dann keine Zeit mehr.

Worauf zielen solche Vorbereitungsprojekte ab?

Nadja Picard: Vordringliche Ziele sind die Schaffung einer aussagekräftigen Equity Story, die Gewährleistung einer erfolgreichen Investorenkommunikation und die Erstellung eines Financial Track Records. Weitere Ziele sind außerdem eine umfangreiche Prognose-, Risiko- und Finanzberichterstattung. Grundlage für die Erreichung all dieser Ziele ist ein robustes, übergreifendes Projektmanagement.

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Nadja Picard

PwC Europe Capital Markets Leader, PwC Germany

Tel.: +49 211 981-2978

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