IT Sourcing – die richtige Umsetzung entscheidet

11 Juli, 2012

Bereits vor 23 Jahren schloss ein Befragter der PwC IT-Sourcing-Studie seinen ersten IT-Outsourcing-Vertrag ab. Und seitdem hat sich die Beliebtheit des IT-Outsourcings kaum verändert, wie die Erhebung zeigt: Die Anwender sind größtenteils zufrieden und haben dieses Bezugsmodell fest in ihr Unternehmen integriert. Doch vor allem Multi-Vendor-Sourcing stellt die Nutzer vor neue Herausforderungen, auf die man sich einstellen muss.

Die Studie "IT-Sourcing-Studie 2012 – Aktuelle IT-Sourcing-Perspektiven erkennen und nutzen" zeigt: Die Auslagerung von IT-Dienstleistungen als Managementwerkzeug ist in der IT angekommen und etabliert. Sie unterstützt Unternehmen bei der Beantwortung der Frage nach der richtigen Fertigungstiefe und der idealen Lieferkette. Dabei haben sich allerdings gerade in der jüngsten Vergangenheit einige maßgebliche Trends ergeben, die in der Sourcing-Strategie eines Unternehmens berücksichtigt werden müssen: Wie gestaltet sich beispielsweise eine optimale Governance-Funktion? Wie organisiert man verschiedene interne und externe Dienstleister in einem Multi-Provider-Umfeld? Welche Services lassen sich in eine Daten-Cloud verlagern?

Interessante Perspektiven eröffnen aktuelle Trends wie Cloud Computing und Multi-Vendor-Sourcing, die zudem ein höheres Maß an Flexibilität und geringere Kosten versprechen. Darüber hinaus stehen IT-Verantwortliche regelmäßig vor weiteren strategischen Entscheidungen wie der Abwägung von Handlungsalternativen am Ende der Laufzeit eines Outsourcing-Vertrages. Vor diesem Hintergrund gibt die Studie Klarheit über den heutigen Stand des IT-Sourcings und die zukünftigen Entwicklungen in diesem Umfeld. Folgende Tendenzen sind in der Studie zu erkennen:

  • Strategie
    Die Top 3 der genannten Sourcing-Ziele sind Kostenreduzierung, Standardisierung und Flexibilisierung. Unter den Befragten weisen 58 Prozent den notwendigen Standardisierungsgrad der IT-Bereiche auf, um erfolgreich ausgelagert werden zu können. Großes Potenzial für eine Erhöhung des Standardisierungsgrades sehen die Befragten in Schnittstellen und der Anwendungslandschaft.
  • Sourcing-Portfolio
    Stark standardisierte Services, sogenannte Commodity Services wie den Netzbetrieb, lagern Unternehmen häufiger aus als unternehmensspezifische Dienstleistungen wie etwa die Anwendungsentwicklung. Einhergehend mit der Globalisierung werden IT-Dienstleistungen zunehmend von Anbietern aus Nearshore- und Offshore-Regionen bezogen.
  • Akzeptanz
    Die Zufriedenheit mit der Zusammenarbeit wird unmittelbar durch das Preis-Leistungs-Verhältnis bestimmt. Knapp 80 Prozent der Befragten sind mit ihrem IT-Sourcing-Anbieter mindestens zufrieden oder gar sehr zufrieden.
  • Dienstleister und deren Steuerung
    Die befragten Unternehmen setzen großteils auf zwei konkurrierende Dienstleister, was den Trend des Multi-Vendor-Outsourcings bestätigt. Bei der unternehmensseitigen Zusammenarbeit der Fachbereiche Recht, Einkauf und IT sieht mehr als die Hälfte der Interviewpartner Verbesserungsmöglichkeiten. Überdies besteht Verbesserungspotenzial beim Berichtswesen der Anbieter.
  • Cloud
    Die Mehrheit der Interviewpartner sieht im Cloud Computing eine vielversprechende Erweiterung ihrer IT-Sourcing-Optionen. Es herrscht Einigkeit darüber, dass Cloud-Lösungen veränderte Governance-Strukturen, neue Vertragsarten und Verrechnungsmodelle sowie angepasste Kontrollmechanismen verlangen. Der am häufigsten genutzte Cloud-Service ist "Infrastructure as a Service" aus einer Private Cloud. Dagegen wird die Dienstleistung „Platform as a Service“ aus der Public Cloud bisher äußerst selten genutzt. Die Integration von Cloud Services in die bestehende IT-Landschaft sieht mehr als die Hälfte der Befragten als eine der drei größten Herausforderungen.

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