Digitalisierung: Energieversorger und Stadtwerke setzen auf Kooperationen und Transaktionen

26 April, 2017

Energiewende und Digitalisierung brechen klassische Marktgrenzen auf und stellen etablierte Geschäftsmodelle von Energieversorgungsunternehmen (EVUs) und Stadtwerken in Frage. Das regulatorische Umfeld verschärft zusätzlich den Handlungsdruck: die Akteure müssen sich strategisch neu ausrichten. M&A-Experten von PwC rechnen mit einer weiteren Zunahme von Zusammenschlüssen und Übernahmen bei Energieversorgern und Stadtwerken – insbesondere im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategien. Davon können auch Start-Ups profitieren.

Düsseldorf, 26. April 2017

Zahlreiche regulatorische Änderungen wirken sich stark auf das Geschäftsmodell von Energieversorgern und Stadtwerken aus. Im aktuellen Marktumfeld steigt darüber hinaus der Kostendruck und die Erträge sinken. Vor diesem Hintergrund rechnen M&A-Experten der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) mit einer weiteren Zunahme von Zusammenschlüssen und Übernahmen in der Energiewirtschaft.

„Veränderungsbereitschaft ist eine wichtige Voraussetzung, um Transaktionen und Kooperationen konsequent anzugehen. Wer bei den Geschäftsmodellen, Produkten und Dienstleistungen neue Wege geht, wird sich in der Energiewelt von morgen behaupten können“

Dr. Jan-Philipp Sauthoff, Leiter Energy Transactions und Partner bei PwC


„Smart Deals“ – Investitionen in digitale Technologien und Geschäftsmodelle nehmen zu

Insbesondere durch die Digitalisierung entsteht eine Vielzahl neuer Geschäftsfelder. EVUs und Stadtwerke verfügen jedoch in der Regel nicht oder nicht ausreichend über die nötigen digitalen Fähigkeiten, um diese Entwicklung für sich nutzen. Schon heute engagieren sich deshalb sowohl große als auch kleinere Akteure entsprechend auf dem Transaktionsmarkt: Durch Digitalisierung getriebene Partnerschaften, Beteiligungen und Übernahmen haben bereits ein signifikantes Volumen erreicht. In den Augen der Experten von PwC befindet sich die Branche allerdings noch in einer Findungsphase, in der über eine größere Anzahl kleinerer oder mittlerer Transaktionen zunächst das erforderliche digitale Know-How aufgebaut und erweitert wird.

„Wir erwarten, dass sich die M&A-Aktivitäten von Energieversorgern im Digitalbereich nochmals intensivieren werden“, sagt Dr. Marcus Eul, Geschäftsführer bei Strategy&, PwCs Strategieberatung. „In einer zweiten Phase werden die erfolgskritischen Fähigkeiten unserer Erfahrung nach durch größere Transaktionen gestärkt, um neue Märkte und Kundengruppen zu erschließen.“ Dies dürfte auch für die Energiewirtschaft zu erwarten sein, bevor durch Kostensenkungen und Synergieeffekte eine Phase der Konsolidierung beginnt.

„Matchmaking“ – PwC bringt Energieversorger und Start-Ups zusammen

Von dieser Entwicklung können auch neue Unternehmen profitieren, die Lösungen für die digitale Transformation bieten. PwC unterstützt deshalb Energieversorger und Start-Ups dabei, sich kennenzulernen und gemeinsame neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Am 25. April 2017 fand in Berlin in Kooperation mit dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ein „Matchmaking“ statt, an dem rund 100 zum Teil hochrangige Vertreter von Unternehmen der Energiewirtschaft und von Start-Ups teilnahmen. Energieversorger nutzten dabei die Möglichkeit, im Rahmen von Pitches und in Einzelgesprächen Start-Ups aus den Bereichen Energie und Mobilität kennenzulernen. Unter dem Titel „Innovationen und Impulse für die Digitale Energiewirtschaft“ wurde über digitale Geschäftsmodelle, Kundenschnittstellen, Automation, Blockchain, Smart City und viele weitere Themen diskutiert. „Wir freuen uns sehr über das große Interesse und die positive Resonanz. Energieversorger haben erkannt, dass sie mit Hilfe von Start-Ups innovative Ideen zu neuen Geschäftsmodellen weiterentwickeln können“, sagt Axel von Perfall, Experte für Digitalisierung bei PwC.

Über PwC:

PwC betrachtet es als seine Aufgabe, gesellschaftliches Vertrauen aufzubauen und wichtige Probleme zu lösen. Mehr als 223.000 Mitarbeiter in 157 Ländern tragen hierzu mit hochwertigen, branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei. Die Bezeichnung PwC bezieht sich auf das PwC-Netzwerk und/oder eine oder mehrere der rechtlich selbstständigen Netzwerkgesellschaften. Weitere Details unter www.pwc.com/structure.

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Daniel Klinge

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