Globale Telekom-Branche strotzt vor Zuversicht

13 März, 2017

56 Prozent der CEOs rechnen mit merklich steigenden Erlösen - während es über alle Branchen hinweg nur 38 Prozent sind / Jedes zweite Telekomunternehmen will seine Belegschaft in den kommenden Monaten aufstocken / Die größte Sorge: Gibt der Arbeitsmarkt genug Talente her, um das geplante Wachstum zu erreichen? / PwC-Experte Tandetzki: „Die ‚Telcos‘ sehen die digitale Revolution als Chance. Das unterscheidet sie von manch anderer Branche“

Düsseldorf, den 13.03.2017 

Die globale Telekommunikationsbranche blickt so optimistisch in die Zukunft wie lange nicht. Wie aus dem weltweiten „CEO Survey“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervorgeht, zeigen sich 56 Prozent der befragten Vorstandschefs „sehr zuversichtlich“, dass ihr Unternehmen seine Erlöse in den kommenden zwölf Monaten merklich steigern wird. Das ist nicht nur deutlich mehr als bei der gleichen Umfrage im vergangenen Jahr (44 Prozent), sondern liegt auch weit über dem Durchschnitt aller Branchen. Über sämtliche Industrien hinweg äußerten sich nämlich gerade einmal 38 Prozent der gut 1300 von PwC befragten Konzernlenker so optimistisch.

Die Telekom-CEOs wissen: „Wir sind es, die den digitalen Wandel vorantreiben“

„Kaum eine andere Branche hat sich in den vergangenen 20 Jahren derart tiefgreifend verändert wie die Telekommunikationsindustrie. Aus ehemaligen Staatskonzernen sind moderne Global Player geworden, analoge Platzhirsche haben sich in digitale Vorreiter verwandelt. Vermutlich hilft diese Historie zu erklären, warum sich die Branche momentan sehr selbstbewusst zeigt. Während in anderen Industrien der Eindruck vorherrscht, man sei der digitalen Revolution gewissermaßen ausgesetzt, handeln viele Telekom- oder Kabelnetzkonzerne im Bewusstsein, dass sie selbst es sind, die den technologischen Wandel mit vorantreiben“, sagt Thomas Tandetzki, Global Communications Industry Leader bei PwC.  

Deutschland gilt hinter den USA, China und UK als wichtigster Markt

Tatsächlich rechnen die „Telcos“ nicht nur auf kurze, sondern auch auf längere Sicht mit guten Geschäften. So meinten, befragt nach ihrer Einschätzung für die kommenden drei Jahre, ebenfalls 56 Prozent der CEOs, sie seien „sehr zuversichtlich“, was die Gewinnaussichten betrifft. Dazu passt, dass 51 Prozent der Topmanager angaben, ihre Belegschaft erweitern zu wollen. Das ist der beste Wert für die Telekombranche überhaupt, seit PwC den „CEO Survey“ durchführt. Ebenfalls bemerkenswert: 93 Prozent der Konzernlenker setzen auf organisches Wachstum, um ihre Kennzahlen weiter zu verbessern – aber nur 60 Prozent auf Sparprogramme. Dabei betrachten die Telekom-CEOs Deutschland als einen der Schlüsselmärkte, um die eigenen Wachstumsziele zu erreichen. Nur die USA, China und Großbritannien werden häufiger genannt.

Warum die „Telco“-Chefs die digitale Revolution nicht nur positiv sehen

Gleichwohl mischt sich in den optimistischen Grundton der Umfrage auch Skepsis. So meinten 84 Prozent der Befragten, sie seien unsicher, ob der Arbeitsmarkt die für das Wachstum nötigen Talente wirklich hergebe – im Durchschnitt aller Branchen sind es 79 Prozent. Daneben kann sich natürlich auch die Telekombranche nicht von der Großwetterlage freimachen. So meinten jeweils vier von fünf Konzernlenkern, die „konjunkturelle Lage“ und die „geopolitischen Unsicherheiten“ erfüllten sie mit Sorge. Auch „soziale Instabilität“ und „Überregulierung“ (je 74 Prozent) wurden als mögliche Risikofaktoren genannt. Und: Bei allem Selbstbewusstsein sehen auch die „Telco“-Chefs die digitale Revolution nicht nur positiv. So räumten 79 Prozent ein, die enorme Geschwindigkeit des technologischen Wandels könne für ihr Unternehmen unter Umständen auch zum Problem werden.

95 Prozent glauben: Die Branche wird in den nächsten Jahren nochmals umgekrempelt

„Unterm Strich lässt sich die Mentalität der Telekom-CEOs ungefähr wie folgt zusammenfassen: Sie wissen, dass sie in einem unsicheren Umfeld agieren – aber sie fühlen sich durchaus wohl mit dieser Situation, weil sie überzeugt davon sind, dass die Unsicherheit auch viele Chancen mit sich bringt. Diese optimistische Grundhaltung unterscheidet die ‚Telcos‘ momentan von einigen anderen Branchen“, sagt Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC in Deutschland. Wie intensiv die CEOs die digitale Transformation wahrnehmen, zeigen zwei weitere Umfrageergebnisse: So meinten 53 Prozent, dass der technologische Wandel den Wettbewerb in den Telekomindustrie in den vergangenen fünf Jahren „völlig verändert“ habe. Über alle Branchen hinweg sind es nur 20 Prozent. Und: 95 Prozent der „Telco“-Chefs gaben zu Protokoll, dass sich die Branche in den kommenden fünf Jahren nochmals „komplett“ oder wenigstens „signifikant“ verändern werde.

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