Mensch und Maschine: Deutscher Maschinenbau plant Investitionen in Mitarbeiter und Roboter

17 Mai, 2018

Maschinenbauer wollen in den nächsten Monaten knapp 6 Prozent ihres Umsatzes für Investitionen aufwenden / Weiterbildung von Mitarbeitern sowie neue Technologien haben oberste Priorität / Automatisierung und Vernetzung wichtigste Modernisierungsziele / Umsatzprognose auf Höhenflug / Fachkräftemangel weiter größte Sorge

Düsseldorf, 17. Mai 2018

Die gute Stimmung im deutschen Maschinenbau ist ungebrochen und sorgt für ehrgeizige Wachstumspläne. Dies geht aus dem aktuellen Maschinenbau-Barometer der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC für das erste Quartal 2018 hervor. Demnach sehen 85 Prozent der befragten Entscheidungsträger aus dem Maschinen- und Anlagenbau die deutsche Wirtschaft auch in den nächsten zwölf Monaten auf Wachstumskurs. Und nach rund zwei Dritteln zum Jahreswechsel blickt immerhin noch knapp die Hälfte optimistisch auf die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft. Für ihre Branche erwarten die befragten Maschinenbauer im laufenden Jahr ein robustes Wachstum von 4,8 Prozent.

Unternehmen stehen vor Rekordwachstum

Die Erwartungen für das eigene Unternehmen gehen sogar noch weit über die Branchenerwartungen hinaus: Hier rechnen die Befragten mit einem Rekordwachstum von durchschnittlich 8 Prozent.

„Die exzellente konjunkturelle Situation beschert den Maschinenbauern ein enormes Wachstumspotenzial. Doch angesichts ihrer schon jetzt hohen Auslastung stoßen viele Unternehmen langsam aber sicher an ihre Wachstumsgrenzen.“

Dr. Frank Schmidt, Partner und Leiter des Bereichs Industrielle Produktion bei PwC

Tatsächlich belegt die PwC-Umfrage eine durchschnittliche Auslastungsquote von 92,4 Prozent. Sechs von zehn Unternehmen arbeiten am Kapazitätslimit.

Investitionen in Mitarbeiter und Roboter geplant

Für das Jahr 2018 planen die befragten Entscheidungsträger Investitionen in Höhe von durchschnittlich 5,9 Prozent ihres Umsatzes. Dabei stehen vor allem die Qualifikation der Mitarbeiter (76 Prozent), die Nutzung neuer Technologien bzw. Produktionstechniken (72 Prozent) sowie Forschung und Entwicklung (72 Prozent) im Fokus der investitionsbereiten Unternehmen. Zwei Drittel der Befragten möchten zudem in die Digitalisierung ihres Geschäftsfelds investieren. Mit Blick auf technologische Investitionen stehen vor allem Roboter (66 Prozent) und das Internet of Things (52 Prozent) im Fokus. Blockchain und Digital Twins (jeweils 10 Prozent) sowie Drohnen (3 Prozent) liegen am unteren Ende ihrer Prioritätenliste. „Der Maschinenbau automatisiert seine Wertschöpfung weiter und natürlich ist die Digitalisierung der wesentliche Treiber“, erklärt PwC-Experte Schmidt. „Doch dahinter steckt nicht nur der Wunsch nach mehr Effizienz, sondern auch ein Mangel an ausreichend qualifiziertem Personal. Denn: Der Maschinenbau hat ernste Nachwuchssorgen.“

Fachkräftemangel weiterhin größte Sorge des Maschinenbaus

Tatsächlich wird die positive Grundstimmung stark durch die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt getrübt: Der Fachkräftemangel (83 Prozent) ist zum zweiten Mal in Folge die größte Sorge der Maschinenbauer – noch vor steigendem Kostendruck (74 Prozent) und aktuellen politischen Entwicklungen im Ausland (70 Prozent).

„Insgesamt sind die Aussichten für den deutschen Maschinenbau in diesen Tagen blendend. Allerdings müssen die Unternehmen zunehmend auch die Risiken einer wirtschaftlichen Überhitzung und möglicher internationaler Verwerfungen im Auge behalten.“

Dr. Frank Schmidt, Partner und Leiter des Bereichs Industrielle Produktion bei PwC

Über das PwC Maschinenbau-Barometer:

Das PwC Maschinenbau-Barometer ist die Auswertung einer vierteljährlichen Panelbefragung von etwa 100 Führungskräften des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus. Neben einer Einschätzung der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung gibt die Studie einen Überblick über die Erwartungen der Unternehmen hinsichtlich zentraler Kennzahlen wie etwa Kosten, Preise oder Investitionsvolumen. Im Rahmen eines Deep Dives werden in jeder Ausgabe wechselnde Themenbereiche vertieft.
 

Über PwC:

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