71 Prozent der Deutschen wollen am Black Friday auf Schnäppchenjagd gehen

20 November, 2019

PwC-Umfrage: Verbraucher nutzen die Angebote rund um Black Friday und Cyber Monday für den Kauf von Weihnachtsgeschenken / Shopper wollen im Schnitt 254 Euro ausgeben / 72 Prozent wollen sich online nach Angeboten umsehen, 25 Prozent ziehen den stationären Handel vor

Düsseldorf, 20. November 2019

In den USA ist der Black Friday seit Jahrzehnten eine feste Institution: Am Freitag nach dem amerikanischen Erntedankfest (Thanksgiving) übertreffen sich die Händler mit Sonderangeboten und Rabattaktionen. Dieser Schnäppchentag wird auch hierzulande immer beliebter: 71 Prozent der deutschen Verbraucher haben vor, am Black Friday, der in diesem Jahr auf den 29. November fällt, oder am darauffolgenden Cyber Monday zu shoppen. Dabei wollen sie im Schnitt 254 Euro ausgeben – und damit deutlich mehr als im Vorjahr, als die Ausgaben zu diesem Anlass durchschnittlich bei 217 Euro lagen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC). Befragt wurden 10.000 Verbraucher aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, den Niederlanden und Südafrika, darunter 2.000 repräsentativ ausgewählte Deutsche über 18 Jahren.

„Der Black Friday und der Cyber Monday haben sich mittlerweile fest im deutschen Einzelhandel etabliert. Die Rabattaktionen, die sich in den USA einst auf den stationären Handel konzentrierten, finden heute in Deutschland vor allem im Internet statt.“

Dr. Christian Wulff, Leiter des Bereichs Handel und Konsumgüter bei PwC Deutschland

72 Prozent der am Black Friday Interessierten wollen online auf Schnäppchenjagd gehen, 25 Prozent ziehen hingegen den stationären Handel für ihre Einkaufstour vor. Drei Prozent werden nach eigenen Angaben über digitale Sprachassistenten einkaufen.

Aber nicht nur für den Einkauf selbst, auch für die Angebotsrecherche im Vorfeld spielt das Netz die entscheidende Rolle: 55 Prozent der Deutschen informieren sich über die Internetseiten der Händler über Angebote. 30 Prozent studieren die E-Mails, die sie von Markenartikelherstellern oder Händlern erhalten.

Black Friday als Auftakt für das Weihnachtsgeschäft

Im Fokus der Käufer stehen vor allem elektronische Geräte: 56 Prozent der Verbraucher, die Interesse am Black Friday und Cyber Monday äußern, wollen Artikel aus dem Techniksegment kaufen. 45 Prozent haben vor, in erster Linie Kleidung, Schuhe und Accessoires zu shoppen. Für viele Verbraucher stellt der Black Friday eine gute Gelegenheit dar, sich nach Weihnachtsgeschenken umzusehen: Zwei Drittel wollen den Anlass nutzen, um erste Geschenke für das Fest zu besorgen.

Interessant ist, dass viele Verbraucher keine fixe Vorstellung haben, was sie genau kaufen wollen: Fast jeder Dritte (29 Prozent) schaut spontan, ob ihm ein besonderes Angebot zusagt. Der Großteil (42 Prozent) hat eine grobe Vorstellung, was gekauft werden soll und schaut sich im Vorfeld des Black Friday nach dem besten Angebot um. 27 Prozent wollen von den Sonderangeboten profitieren, haben dabei jedoch kein bestimmtes Produkt im Kopf, während 22 Prozent genau wissen, was sie kaufen möchten.

Verbraucher kritisieren, dass Angebote schnell vergriffen sind

„Black Friday und Cyber Monday sind zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts eine gute Gelegenheit für Händler, um sich bei den Kunden zu profilieren. Allerdings sollten sich die Händler sehr genau überlegen, welche Produkte sie rabattieren, damit sie nicht zu viel von ihrer Gewinnmarge aufs Spiel setzen. In jedem Falle sollten sie ihren Kunden aber dann auch tatsächlich attraktive Deals anbieten, die nicht schon nach wenigen Minuten ausverkauft sind – und bei den Angeboten nicht zu aggressiv werben.“

Dr. Christian Wulff, Leiter des Bereichs Handel und Konsumgüter bei PwC Deutschland

Denn das sind die Aspekte, die vielen Verbrauchern am Black Friday missfallen: 23 Prozent kritisieren, dass nicht genügend Artikel auf Lager und Sonderangebote zu schnell vergriffen sind. 21 Prozent fühlen sich unter Druck gesetzt, zu viel Geld auszugeben oder Dinge zu kaufen, die sie eigentlich nicht brauchen.

Deutsche Verbraucher schicken vergleichsweise viel zurück

Einer von fünf Verbrauchern war nach dem Black-Friday-Einkauf im Vorjahr im Übrigen nicht überzeugt, ein echtes Schnäppchen geschlagen zu haben. „Dieses Gefühl sollten Händler bei ihren Kunden unbedingt vermeiden“, so Christian Wulff. „Das gilt insbesondere im Hinblick auf die vergleichsweise hohe Anzahl an Retouren im deutschen Onlinehandel.“

Allgemein zeigten sich die Deutschen zwar zufrieden mit ihren Einkäufen rund um den Black Friday im vergangenen Jahr. Die Hälfte (51 Prozent) gab an, dass sie nichts zurückschicken musste. Aber 34 Prozent retournierten mindestens einen Artikel. Das sind zwar nicht mehr als bei sonstigen Einkäufen. Aber bei Verbrauchern aus den anderen an der Umfrage beteiligten Ländern schickten im Schnitt nur 23 Prozent einen oder mehrere Artikel aus einem Black-Friday-Kauf zurück, während bei 60 Prozent nichts zurückging.

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