So gelingt die Mobilitätswende in den Städten: PwC Deutschland erarbeitet Lösungen im Auftrag des Umweltbundesamtes

14 Januar, 2022

Digitale Mobilitätsplattformen, multimodale Mobilitätsangebote und smarte Verkehrssteuerung bieten großes Potenzial für eine nachhaltige Mobilität / Autofreie Innenstädte und Wohnviertel erhöhen Lebensqualität / Online-Broschüre „Auf dem Weg zu einer nachhaltigen urbanen Mobilität in der Stadt für Morgen“

Düsseldorf, 14. Januar 2022

Wie kann die nachhaltige Mobilitätswende in deutschen Großstädten gelingen? Neben restriktiven Maßnahmen wie Zufahrtsbeschränkungen in Innenstädten und der Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung spielen der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrsangebots und der Infrastruktur für aktive Mobilitätsformen eine zentrale Rolle. Kurz gesagt: Es muss eine Kombination von Push- und Pull-Maßnahmen geben. Zudem liegt ein großes Potenzial für nachhaltigere Mobilität in der Digitalisierung. So ermöglichen heute bereits digitale Mobilitätsplattformen die Nutzung von Leihrädern oder Carsharing als Ergänzung zum öffentlichen Verkehr. Mit der Einführung von 5G besteht künftig zudem die Möglichkeit, Verkehrsströme smart zu lenken und Haltezeiten zu verringern, etwa durch intelligent gesteuerte Ampelschaltungen oder Stauumleitungen in Echtzeit.

Diese und weitere Handlungsempfehlungen der Infrastruktur- und Mobilitätsexperten von der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland (PwC) hat das Umweltbundesamt nun in einer Online-Broschüre veröffentlicht: „Auf dem Weg zu einer nachhaltigen urbanen Mobilität in der Stadt für Morgen“. Die Online-Broschüre richtet sich unter anderem an politisch Verantwortliche, kommunale Verwaltungen, Verkehrsunternehmen sowie Verbände und ist auf der Website des Umweltbundesamtes zum Download verfügbar. Die Handlungsempfehlungen helfen dabei, den im neuen Koalitionsvertrag angestrebten „Aufbruch in der Mobilitätspolitik“ zu realisieren.

Wachsende Verkehrsnachfrage in den Städten verschärft die Probleme

Es gilt, ein dringendes Problem zu lösen. Denn der städtische Personen- und Güterverkehr verursacht seit Jahrzehnten Treibhausgase, Lärm und Luftverschmutzung. Weil zudem immer mehr Menschen in die Städte ziehen, drohen sich die negativen Effekte der bisherigen Verkehrssituation in Großstädten in den kommenden Jahren noch zu verstärken. Nachhaltige Mobilitätslösungen sollen helfen, Emissionen in Städten zu reduzieren, den öffentlichen Personennahverkehr zu stärken und die Lebensqualität für die Menschen in urbanen Zentren zu steigern.

Parkraummanagement und Digitalisierung als wichtiger Faktor

In der aktuellen Publikation des Umweltbundesamtes empfiehlt PwC-Mobilitätsexperte Maximilian Rohs Politik, Kommunen, Herstellern und Verbänden unter anderem, den städtischen Verkehr noch stärker durch ein konsequentes Parkraummanagement, verbunden mit höheren Parkgebühren und der Reduzierung der Parkmöglichkeiten, zu regulieren.

„Eines der Vorbilder ist die Stadt Wien. Die dortige Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung hat wesentlich dazu beigetragen, dass der Anteil der Verkehrswege, die mit dem Pkw zurückgelegt wurden, von 40 Prozent im Jahr 1993 auf 27 Prozent im Jahr 2020 gesunken ist. Auch die Digitalisierung kann helfen, den urbanen Verkehr smarter, umweltfreundlicher und unabhängiger von individuell genutzten Pkw zu machen.“

Maximilian Rohs,Mobilitätsexperte bei PwC Deutschland

So erleichtern heute bereits Apps die Nutzung von Carsharing, Leihrädern oder E-Rollern als Ergänzung zum öffentlichen Verkehr. Digitale Mobilitätsplattformen könnten die unterschiedlichen Angebote künftig bündeln und somit etwa den Wechsel zwischen Ridesharing und E-Roller noch einfacher machen.

Mit der Einführung von 5G besteht zudem die Möglichkeit, Verkehrsströme smart zu lenken und Haltezeiten zu verringern, zum Beispiel durch intelligent gesteuerte Ampelschaltungen oder Stauumleitungen in Echtzeit. Erste Studien dazu gab es bereits etwa in Münster und Remscheid. Zudem können autonome Fahrzeuge die Mobilität in Zukunft nachhaltiger und sicherer machen. Die gleichmäßige Fahrweise solcher Fahrzeuge führt zu flüssigerem Verkehr und reduziert den Kraftstoffverbrauch. Solche technischen Entwicklungen spielen bei den Empfehlungen von PwC für das Umweltbundesamt ebenso eine Rolle wie Finanzierungsstrategien für den ÖPNV oder städtebauliche Lösungen, etwa der Ausbau von Fahrradwegen oder autofreie Wohnviertel. Ausführlich zeigt die Broschüre auf, wie die unterschiedlichen Stakeholder aus Politik, Industrie und Verwaltung gemeinsam das Ziel einer nachhaltigen Stadtmobilität erreichen können. 

„Die Lösungen für eine nachhaltige Stadtmobilität liegen auf dem Tisch. Jetzt müssen wir alle Kraft auf die Umsetzung legen, um mit einer Mobilitätswende eine der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen zu lösen.“

Hansjörg Arnold,Partner und Leiter des Bereichs Infrastruktur & Mobilität bei PwC Deutschland

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Sven Michael Hoffmann

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