Die Zukunft der Arbeit im Jahr 2020

01 Mai, 2010

Worauf legen Mitarbeiter bei der Wahl ihres Arbeitgebers Wert? Wie gelingt es Unternehmen, ihre besten Kräfte zu halten und an die Firma zu binden? Um Antworten auf diese Fragen ging es bei der internationalen Befragung "Managing tomorrow's people: Future of work" von PwC. Ein wichtiges Ergebnis: Unternehmen, die von ihren Mitarbeitern dauerhaft zu viel erwarten, müssen mit einer Abwanderung rechnen – sodass in Zeiten des Aufschwungs Schlüsselkräfte fehlen könnten.

Wo sehen Sie sich im Jahr 2020? Das ist die zentrale Frage der Befragung aus der Serie "Managing Tomorrow's People". Rund 5.700 Mitarbeiter aus 113 Ländern haben Anfang 2010 ihre Antwort darauf gegeben. Unternehmen können aus den Ergebnissen wichtige Schlüsse für ihr Personalmanagement ziehen.

Mehr Verantwortung, mehr Geld

In zehn Jahren sehen sich 44 Prozent der Befragten in einer Position mit mehr Verantwortung und einem entsprechend höheren Gehalt. 36 Prozent hoffen darauf, dass sie in der kommenden Dekade ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Arbeit und Privatleben haben werden. Und 20 Prozent möchten ihr eigener Chef sein, sehen sich als Selbstständige.

Wunsch nach besserer Work-Life-Balance

Überhaupt sind flexible Arbeitsmöglichkeiten ein Wert, der am meisten geschätzt wird. 39 Prozent gaben diesen Aspekt, abgesehen vom Gehalt, als wichtigsten Vorzug eines Unternehmens an – deutlich vor Bonus-Regelungen (18 Prozent, an zweiter Stelle) und Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten (15 Prozent, an dritter Stelle).

Die PwC-Experten warnen davor, die Mitarbeiter in der Krise und der Zeit danach dauerhaft durch Überstunden zu sehr zu strapazieren. Das könnte zu einem massenweisen Wechsel zu anderen Unternehmen führen. Momentan gehen Unternehmen mit Neueinstellungen noch vorsichtig um, weil sie weitere Risiken meiden möchten. Das führt dazu, dass viele Mitarbeiter mehr leisten müssen, ohne dass ihnen dieser Mehreinsatz bezahlt würde. Diese Kräfte könnten zu anderen Unternehmen abwandern, sodass im Falle eines Aufschwungs Schlüsselkräfte fehlten.

Westeuropa hofft auf flexiblere Arbeitszeitmodelle

In den Antworten finden sich erstaunliche Unterschiede zwischen den Ländern. Flexible Arbeitsregelungen schätzen vor allem die Westeuropäer und die Nordamerikaner. Die Angestellten in Lateinamerika wünschen sich insbesondere Fortbildungsmöglichkeiten. Und in den neuen Märkten wie dem Mittleren Osten, Asien und Osteuropa legen die Mitarbeiter Wert auf Netzwerke und soziale Aktivitäten.

Dabei sehen sich die Angestellten in zehn Jahren gar nicht mehr an ihren eigentlichen Arbeitsort gebunden. Die meisten gehen davon aus, dass sie in einem virtuellen Raum arbeiten werden. Das passt zu flexiblen Arbeitsmodellen. 

Weitere Wünsche an den Arbeitgeber: eine Wertorientierung der Firma, die mit den eigenen Überzeugungen übereinstimmt – das gab knapp die Hälfte der Befragten an. Ein Drittel sieht sich selbst als den idealen Arbeitgeber und 20 Prozent möchten bei einem renommierten Unternehmen arbeiten.

Die vollständigen Ergebnisse der Befragung "Managing tomorrow's people: Future of work" können Sie beim unten genannten Ansprechpartner bestellen.

Bibliographische Daten

Managing tomorrow's people: Future of work

Herausgeber

PwC International

Bibliographie/Quelle

Mai 2010

Preis

kostenlos

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Till R. Lohmann

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Tel.: +49 40 6378-8835

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