Studie zu IT-Sourcing: Immer mehr Unternehmen lagern IT-Dienste aus

08 August, 2018

Der Reiz des Outsourcings

Digitalisierung, Cloud Computing und Security – das sind die zentralen Themen auf der IT-Agenda von Unternehmen. Dabei lagern immer mehr Firmen zunehmend ihre IT-Dienste aus – am liebsten an Provider in der Nähe. Was den Reiz des Outsourcings ausmacht: die ständige Verfügbarkeit von Ressourcen und die hohe Betriebsstabilität. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „IT Sourcing 2018“, für die IDG Research Services im Auftrag von PwC 361 IT-Verantwortliche befragt hat.

Serverraum - IT-Sourcing

Klare Kernthemen 

Auch wenn Digitalisierung und Sicherheitsaspekte häufig diskutierte Themen sind, hat sich vor allem im Bereich Cloud viel bewegt:

„Unternehmen haben sich in den vergangenen Jahren ausgiebig mit allen Aspekten rund um die Cloud beschäftigt. Mittlerweile ist sie nicht mehr nur ein Testfeld, sondern wirklich in der IT-Produktion angekommen. Unternehmen nutzen die Cloud als neues Standbein für ihre IT-Versorgung.“

Jörg Hild, Partner bei PwC Deutschland und IT-Outsourcing-Experte

Der Anteil an Unternehmen, die ihre IT komplett auslagern, wächst stetig. Bis 2023 werden es rund 20 Prozent sein. Gleichzeitig sinkt der Anteil der Unternehmen, die überhaupt nicht auslagern.

„Outsourcing wird insgesamt wichtiger werden und gewinnt für das Business zunehmend an Bedeutung. Viele Unternehmen kombinieren klassiches Outsourcing und Cloud Services, um ihre interne IT von Routine-Aufgaben zu entlasten. Nur so kann man den sich immer schneller ändernden Businessanforderungen Herr werden.“

Jörg Hild, Partner bei PwC Deutschland und IT-Outsourcing-Experte

Agile Ansätze lassen Grenzen zwischen intern und extern verschwimmen

Einen weiteren Trend hat PwC-Experte Jörg Hild beobachtet: „Unternehmen stellen ihre IT durchgängig agil auf, um ihre Prozesse flexibler zu gestalten. Das hat direkten Einfluss auf die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern: kleinteilige SLAs waren gestern, heute werden die Grenzen zwischen intern und extern durch Ansätze wie DevOps und agile Scrum-Teams immer durchlässiger. Das wird Veränderungen in den Sourcing-Markt bringen – in die Verträge und Preismodelle sowie die Art und Weise, wie Firmen externe Dienstleister managen.“ 

Weitere Ergebnisse der IT-Sourcing Studie im Überblick

IT-Sourcing Studie im Überblick

Sourcing ist (noch) Chefsache

Nur noch in einem Drittel der Unternehmen entscheidet die Geschäftsführung bzw. der Vorstand über die generelle Sourcing-Strategie im Unternehmen. Die Fachabteilungen reden zunehmend mit, allen voran die IT-Leiter. 

Lieber in der Nähe als Übersee

Wer sich für Outsourcing entscheidet, bevorzugt Anbieter aus der Nähe. Die Scheu vor dem Offshoring nimmt jedoch ab: Heute nutzen 14 Prozent Offshore-Lösungen, in fünf Jahren werden es fast 30 Prozent sein. 

Das Budget steigt

Fast jedes zweite Unternehmen, das outsourct, hat ein Auslagerungsvolumen von über zehn Millionen Euro- rund ein Viertel mehr gegenüber dem Vorjahr.

Was für Outsourcing spricht

Am häufigsten nennen die Befragten die ständige Verfügbarkeit von Ressourcen als Grund für das Outsourcing (22 Prozent), gefolgt von der erhöhten Betriebsstabilität (20 Prozent) und einer besseren Servicequalität (19 Prozent).

Der Preis muss stimmen

Anbieter von Sourcing-Dienstleistungen können mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und entsprechendem Know-how punkten – aber sprachliche und regionale Nähe sind den Unternehmen ebenfalls sehr wichtig. 

Contact us

Jörg Hild

Jörg Hild

Partner, PwC Germany

Tel.: +49 69 9585-5032

Follow us